Kordel's Einstieg in die Diplopoden-Narretei

  • Was konntest du beobachten, als du die Wasserschale noch im Terra hattest?

    1. Wurde sie von den Tieren (h├Ąufig/ausgiebig) genutzt?

    Sie wurde regelm├Ą├čig genutzt. Ich hatte sehr viele Tiere damals im Terra (Nachwuchs), es kam allerdings nie zu einem Stau vor der Schale^^ soll hei├čen ab und zu hat mal einer getrunken...

    2. Hattest du den Eindruck, die F├╝├čer tranken "viel" Wasser?

    Da ich nicht einsch├Ątzen kann wie schnell so ein Tier wirklich trinken kann ist das schwer zu beantworten...

    Kann also nicht sagen dass wenn da ein Tier zwei Minuten am Wasser war es auch zwei Minuten getrunken hat...

    3. Konntest du einen Zusammenhang zwischen Wasseraufnahme und Nahrungsangebot feststellen (weniger Wasseraufnahme, wenn das Substrat neu war oder du gespr├╝ht hattest oder Ersatzfutter angeboten hast)?

    Nein, konnte da nix feststellen

    4. Hattest du den Eindruck oder konntest du beobachten, die F├╝├čer schieden Wasser rektal aus oder ist dir ein relativ schnelles "Versumpfen" des Soils aufgefallen?

    Ich konnte das Ausst├╝lpen des Rektums nur beobachten wenn ich frisch gespr├╝ht hatte. Sie nahmen dann Wasser auf. Ein ausscheiden von Wasser konnte ich noch nie beobachten. Dementsprechend war mein Substrat auch nie wirklich versumpft..und wenn es doch an paar Stellen feuchter war als gew├╝nscht dann lag┬┤s an meiner Spr├╝hkunst^^

    5. Erschien dir die "Gesundheit" deiner F├╝├čer durch das zus├Ątzliche Wasserangebot irgendwie beeintr├Ąchtigt/anders im Vergleich zum Verhalten der Tiere, als du kein offenes Wasser mehr angeboten hast? Etc. ...

    Nein. Ich konnte da keine Beeintr├Ąchtigung beobachten/feststellen


    Zu dem anderen Thema, die Tiere fressen was gut f├╝r sie ist bzw. fressen nichts was schlecht f├╝r die ist:

    Ich kann hier immer nur f├╝r mich sprechen, aus meinen Erfahrungen der letzten Jahre berichten.

    Meiner Erfahrung nach halten sich die Tiere von Plastik fern. Bringe ich neue Plastikpflanzen ein werden sie bef├╝hlt und mehr nicht. H├Ątte ich jemals beobachten k├Ânnen dass da auch nur einer dran rum knabbert h├Ątte ich die Pflanzen aus dem Terra genommen. Mag sein dass da andere Halter andere Erfahrungen gemacht haben, gut m├Âglich.

    Zusatzfutter wie z.B Banane lege ich immer in eine kleine Plastikschale. Auch dort konnte ich noch nie beobachten dass auch nur ein Tier dran geknabbert h├Ątte...

    Ob unsere Tiere wirklich wissen was gut f├╝r sie ist und was nicht ist eine Frage die wahrscheinlich jeder Halter, je nach Erfahrung und Beobachtungen, unterschiedlich beantworten wird. Ich spreche nur f├╝r mich, ich gehe stark davon aus dass es die Tiere wissen.

    LG,

    Basti

  • Ich denke auch, dass die Tausis schon wissen was man futtern kann und was nicht. Aktuell habe ich einen Ast mit Baumpilzen in einem der Terras. Die Tausis gehen da nicht dran - ist wahrscheinlich igitt. Ich hatte den Ast reingelegt weil er h├╝bsch aussieht und aus einer Umgebung kommt in der auch heimische Tausis leben. War aber nix. Falsche Pilzart.

    LG Beate

  • es kam allerdings nie zu einem Stau vor der Schale ^^ soll hei├čen ab und zu hat mal einer getrunken...

    Vielleicht kam es nicht zu Gedr├Ąnge an der Wasserschale, weil die Tiere zu jedem Moment ihren "Durst" stillen konnten. Es w├Ąre absolut denkbar, dass sich tats├Ąchlich jeder deiner F├╝├čer regelm├Ą├čig an der Wasserstelle bedient hat.

    Was k├Ânnte man evtl. daraus ableiten, dass du keinen Unterschied feststellen konntest, ob deine F├╝├čer "mehr" Wasser aufgenommen haben, wenn sie weniger feuchte Nahrung im Terra gefunden haben?

    Vielleicht gar nix, weil wir selbst in so einem begrenzten Raum des Terras keine engmaschigen Beobachtungen an unseren Tieren durchf├╝hren k├Ânnen! Wir k├Ânnen die meisten Tausis ja nicht einmal auseinanderhalten und klar definieren zu k├Ânnen, wer was im Terra wann tut.

    Ich konnte das Ausst├╝lpen des Rektums nur beobachten wenn ich frisch gespr├╝ht hatte. Sie nahmen dann Wasser auf. Ein ausscheiden von Wasser konnte ich noch nie beobachten.

    Ich bin verwirrt! Laut Solaris Erkl├Ąrung w├╝rde die Beobachtung an deinen F├╝├čern, Basti, bedeuten, dass sie mit dem ausgest├╝lpten Enddarm Wasser abgegeben h├Ątten. Und das macht gar keinen Sinn!

    Solaris schreibt:

    Quote

    Wenn also ein ÔÇ×TrinkschalenanwenderÔÇť ein Tier mit ausgest├╝lptem Darm sieht, so nimmt es keine Fl├╝ssigkeit auf, sondern es sondert Fl├╝ssigkeit ab.

    Du warst zum damaligen Zeitpunkt auch einer der von ihm angesprochenen "Trinkwasserschalenanwender". Somit sagt Solaris, dass deine Tiere wohl kein Spr├╝hwasser oder dergleichen auf-, sondern ├╝ber das Rektum abgegeben h├Ątten, oder?

    Insgesamt verstehe ich seine Ausf├╝hrungen nicht ... Hab da wohl irgendwie einen Knoten im Hirn.

    Ich zitiere ihn nochmals:

    Quote

    Solaris

    [...] dass Diplopoden in der Lage sind, mit ihrem ausgest├╝lpten Enddarm Fl├╝ssigkeit aufzu-nehmen wie mit einem Schwamm.
    Das wurde auch ab und zu mal beobachtet bei den Tieren zur Aufnahme von Kondenswasser von den Terrarienw├Ąnden oder aus feuchtem Substrat.

    In letzter Zeit h├Ąufen sich die Beobachtungen hier im Forum, so dass fast t├Ąglich dar├╝ber berichtet wird. Laut meiner Statistik erfolgen diese Meldungen ausschlie├člich bei Haltern, die Trinkwasserschalen in ihren Terrarien benutzen. Da liegt der Schluss nahe, dass ein Zusammenhang besteht.
    Da Diplopoden keine speziellen Organe zur Ausscheidung von Wasser besitzen, kann man davon ausgehen, dass sie ├╝bersch├╝ssiges Wasser auf die umgekehrte Weise ├╝ber den ausgest├╝lpten Enddarm ausscheiden. Und deswegen h├Ąufen sich die Beobachtungen in letzter Zeit, seit die Verwendung von den ├╝berfl├╝ssigen Trinkschalen zugenommen hat.

    Er sagt, dass die Tiere ├╝ber den Enddarm Wasser "wie ein Schwamm" aufsaugen k├Ânnen. Dann sagt er: "[...] kann man davon ausgehen, dass sie ├╝bersch├╝ssiges Wasser auf die umgekehrte Weise ├╝ber den ausgest├╝lpten Enddarm ausscheiden." (Wieso "umgekehrte Weise" - er spricht doch beides Mal vom Enddarm?). Dann schlussfolgert er: "Wenn also ein ÔÇ×TrinkschalenanwenderÔÇť ein Tier mit ausgest├╝lptem Darm sieht, so nimmt es keine Fl├╝ssigkeit auf, sondern es sondert Fl├╝ssigkeit ab."

    Wieso das, wenn er zuvor doch sagt, dass sie Wasser auch ├╝ber den Enddarm aufnehmen (k├Ânnen)? Wie kann er jetzt schlussfolgern, dass ein F├╝├čer, welcher bei einem Hlater im Terra lebt, der zus├Ątzlich Trinkwasser anbietet, mit ausgest├╝lptem Enddarm immer Wasser abgibt?

    Ich begreife die Zusammenh├Ąnge und Schlussfolgerungen nicht - was ├╝bersehe ich?

    Beobachtest du das Ausst├╝lpen des Rektums nach Spr├╝hen der Scheiben jetzt auch noch, da du keine Wasserschale mehr anbietest?

    Ich kann hier immer nur f├╝r mich sprechen, aus meinen Erfahrungen der letzten Jahre berichten.

    Nat├╝rlich ...

    Jedoch liest man so dies und jenes und aus dem Gelesenen wird ganz klar, dass Tiere allgemein nicht immer "wissen, was gut f├╝r sie ist"!

    Beispiel: Fischlarven, die sich lieber Mikroplastik einverleiben, als ihre nat├╝rliche Nahrung -> dadurch verhungern sie letztlich.

    Hunde, die Schokolade fressen, welche je nach Gr├Â├če und Gewicht des Hundes und je nach Menge und Art der Schokolade t├Âdlich f├╝r sie ist.

    V├Âgel oder Ratten, die Avocado fressen -> giftig.

    Katzen, Ratten, V├Âgel, die Zimmerpflanzen anfressen, welche giftig sind.

    Ziegen, die Plastikt├╝ten fressen.

    Hunde, die beim TA in OP landen, weil sie Gegenst├Ąnde gefressen haben, die sehr problematisch f├╝r ihre Gesundheit sind.

    Schnecken, Ratten, M├Ąuse, Kakerlaken, die Giftk├Âder fressen ... Etc.

    Wie gesagt, sieht man auf Videos auch wild lebende Tiere, die Gegenst├Ąnde fressen, die nicht f├╝r sie als Nahrung geeignet sind.

    Ich denke auch, dass die Tausis schon wissen was man futtern kann und was nicht. Aktuell habe ich einen Ast mit Baumpilzen in einem der Terras. Die Tausis gehen da nicht dran - ist wahrscheinlich igitt.

    OK - aber ich wei├č nicht, ob man aus dieser Beobachtung schlussfolgern kann, dass deine Tausis diesen Pilz nicht fressen, "weil sie wissen, was gut f├╝r sie ist", sprich, weil er potenziell giftig w├Ąre. Vielleicht ist er absolut harmlos, doch - wie du schon sagst (igitt) - er schmeckt ihnen einfach nicht!

    Andersrum fressen sie vermutlich (und in Anbetracht meiner vorherigen Auflistung sehr wahrscheinlich) etwas, das ihnen nicht bekommt, solange es nur schmeckt!

    Tiere fressen Plastik - auch wild lebende. Das sieht man auf Bildmaterial immer wieder! Wenn sie es in unserem Terra m├Âglicherweise nicht unbedingt tun, dann eventuell, weil ihnen das vorliegende Material nicht schmeckt und nicht, weil sie "wissen", dass es ihnen nicht bekommt.

    Ich selbst verwende in meinen Terras auch Kunststoffpflanzen - meine Tiere meiden oder mieden sie nicht:

    Liebe Gr├╝├če

  • Wieso "umgekehrte Weise" - er spricht doch beides Mal vom Enddarm?

    Ich denke er meinte damit einfach dass Wasser ├╝ber den Darm aufgenommen und abgegeben werden kann.

    "Umgekehrte Weise" erkl├Ąrt sich f├╝r mich : Wasser wird aufgenommen, IN den Darm.

    Wasser wird abgegeben, AUS dem Darm^^

    Ob die Tiere , wie Sol berichtet, Wasser ├╝ber den Darm abgeben wenn eine zus├Ątzliche Wasserquelle angeboten wird, das ausst├╝lpen des Darms in diesem Fall also immer bedeutet dass Wasser abgegeben wird und nicht aufgenommen wird...ich kanns dir nicht sagen. Ich konnte das Ausst├╝lpen , als ich noch eine Wasserschale hatte, nur beobachten wenn frisch gespr├╝ht wurde (so wie es jetzt auch der Fall ist).... warum sollten die Tiere das Wasser nur dann abgeben wenn frisch gespr├╝ht wird...?

    Keine Ahnung^^

    Beobachtest du das Ausst├╝lpen des Rektums nach Spr├╝hen der Scheiben jetzt auch noch, da du keine Wasserschale mehr anbietest?

    Ja, kann ich immer noch ab und zu beobachten. Wenn dann direkt nach dem sprühen. Dies kann auf dem Boden , auf Moos oder auch Ästen stattfinden. Dieses ausstülpen kann ich also seit dem Anfang meiner Haltung beobachten, mit und ohne Wasserschale.

    Ich selbst verwende in meinen Terras auch Kunststoffpflanzen - meine Tiere meiden oder mieden sie nicht:

    Meiden tun meine die Plastikpflanzen auch nicht. Wie man an vielen Bildern sehen kann werden sie eifrig bekrabbelt, teilweise sogar f├╝r H├Ąutungen genutzt. Nur gefressen werden sie nicht. Klar, ich muss eingestehen dass ich jetzt nicht jede Pflanze mit der Lupe untersuche ob da irgendwo mal reingebissen wurde^^ aber selbst wenn ja, so konnte ich noch nie ein Tier dabei beobachten (was auch wieder nix aussagt^^)

    LG,

    Basti

  • Ja, kann ich immer noch ab und zu beobachten. Wenn dann direkt nach dem spr├╝hen. Dies kann auf dem Boden , auf Moos oder auch ├ästen stattfinden. Dieses ausst├╝lpen kann ich also seit dem Anfang meiner Haltung beobachten, mit und ohne Wasserschale.

    Das ist schon einmal eine Aussage, die m├Âglicherweise andeutet, dass Solaris Aussage nicht unbedingt zutrifft. W├Ąre sehr spannend und hilfreich f├╝r eine genauere Einsch├Ątzung, herauszufinden, wie das bei anderen Haltern aussieht, die ebenfalls keine Wasserschale anbieten!

    Wenn ich mich recht entsinne, las ich in einer Kritik zum Buch von Shura, dass eine andere, ebenfalls sehr erfahrene Halter- und Z├╝chterin eine Wasserschale anbietet und die Empfehlung, dies nicht zu tun, kritisiert. Allerdings kam es mir beim Lesen dieser Rezension so vor, als w├╝rde es da zwei konkurrierende Lager geben und man w├Ąre eher darauf aus, sich gegenseitig zu "vernichten" - was f├╝r den interessierten Leser/und oder Neuling wenig hilfreich ist!

    Warte - ich schau mal, ob ich's finde.

    Ja, hier:

    Quote

    http://wirbellosenzentrum.de/index.php/inseÔÇŽendfuesser.html

    Den Verzicht auf die Wasserschale sollte man sich gr├╝ndlich ├╝berlegen, mittlerweile wird sie bei Kontrollen vielerorts v├Âllig zu recht von Amtsveterin├Ąren vorgeschrieben - auch in Privathaushalten!

    Aber was macht man nun als wissbegieriger Neuling?

    Wasserschale ja oder nein?

    Was ist dran an Solaris Erkl├Ąrung, der Mineralhaushalt w├╝rde durch zus├Ątzlich angebotenes Wasser gest├Ârt, was letztlich in gesundheitlichen Problemen der F├╝├čer gipfeln soll? :/ :?:

    Meiden tun meine die Plastikpflanzen auch nicht.

    Alles klar - dann hatte ich deine Worte (unten zitiert) falsch interpretiert. "Fernhalten" verstand ich gleichzusetzen mit "meiden". ;)

    Meiner Erfahrung nach halten sich die Tiere von Plastik fern. Bringe ich neue Plastikpflanzen ein werden sie bef├╝hlt und mehr nicht.

    Erg├Ąnzung:

    "Tiere wissen schon, was gut f├╝r sie ist". Diese Aussage trifft sehr wahrscheinlich ausschlie├člich auf wild lebende Tiere zu, welche sich in ihrem nat├╝rlichen Habitat befinden - und nicht einmal hier zu 100 % (siehe Fischlarven, die Microplastik fressen!). Nicht aber auf Tiere, die wir aus diesem nat├╝rlichen Umfeld entnehmen und unter v├Âllig anderen Bedingungen in Gefangenschaft pflegen. Hier bekommen sie fast immer Ersatznahrung vom Halter angeboten, da er ja gar keinen Zugriff auf die nat├╝rlichen Nahrungsquellen hat. Wie sollen Tiere, die durch die Evolution geformt sind und entsprechende Instinkte haben, welche genau auf ihren urspr├╝nglichen Lebensraum abgestimmt und angepasst sind, "wissen", dass das von uns ausgesuchte und ihnen als einzige Nahrungsquelle angebotene Futter "gut f├╝r sie ist"? Sie kennen dieses Futter doch gar nicht. Wir treffen die Entscheidung f├╝r sie, da wir durch Beobachtung gelernt haben, welches Ersatzfutter augenscheinlich unbedenklich ist. Unsere Einsch├Ątzung erweist sich bei genauerer Hinsicht und Untersuchung leider gar nicht mal so selten als falsch!

    Abgesehen von der Nahrung formen wir auch ein Habitat f├╝r sie, welches offensichtlich nicht unbedingt viel mit ihrer nat├╝rlichen Umgebung gemein hat. Allein in puncto Temperatur sind wir da ja sehr, nun ja ... tolerant, oder nicht?

    Dort, wo man wild lebende F├╝├čer antrifft, die wir auch in unseren Terras pflegen, herrschen doch ganz andere Parameter. Von Reptilien wei├č man, dass sie als wechselwarme Gesch├Âpfe ihre Nahrung nur verdauen k├Ânnen, wenn eine gewisse Temperatur vorliegt. Sie "sonnenbaden" um ihren Kreislauf und Stoffwechsel in Gang zu bringen/aufrechtzuerhalten.

    Mich verwundert, warum wir F├╝├čer nicht auch bei ann├Ąhernd den Temps halten, die sie aus ihrem nat. Umfeld gewohnt und auf den sie angepasst sind.

    Klar, langj├Ąhrige Tausi-Halter haben wohl herausgefunden, dass F├╝├čer sich auch sehr gut bei niedrigeren Temperaturen halten lassen - aber ob das tats├Ąchlich so zutrifft, kann doch evtl. fraglich sein?!

    Vielleicht ist es nur der Anpassungsf├Ąhigkeit der Tiere zu verdanken, dass sie auch im Terra ├╝berleben und sich fortpflanzen - vielleicht sind die von uns vorgegebenen Bedingungen aber gar nicht so gut, wie wir denken?!

    Das sind alles so ├ťberlegungen, die mich besch├Ąftigen ...

    Liebe Gr├╝├če

    Edited once, last by Kordel (March 13, 2024 at 2:19 PM).

  • Aber was macht man nun als wissbegieriger Neuling?

    Wasserschale ja oder nein?

    Ich w├╝rde dazu raten es zu lassen. Weil es einfach unn├Âtig ist. Die Tiere nehmen das Wasser entweder durchs Substrat/Moos auf oder durch trinken von den Scheiben.

    Alles klar - dann hatte ich deine Worte (unten zitiert) falsch interpretiert. "Fernhalten" verstand ich gleichzusetzen mit "meiden". ;)

    Ja, sorry das war undeutlich geschrieben:) "Fernhalten" bezog sich nur auf┬┤s fressen der Plastikpflanzen.

    LG,

    Basti

  • Hallo

    Das Ausst├╝lpen des Rektums kann ich hie und da auch beobachten, aber nicht so h├Ąufig. Ich habe keine Wasserschale. Wann die Tiere das machen, darauf habe ich zu wenig geachtet um verl├Ąssliche Aussagen zu machen. Wenn ich mich etwas ausserhalb des Forums umschaue (z.B. Youtube) habe ich manchmal das Gef├╝hl, dass einige ihre Tausendf├╝sser trockener halten als ich. Unter diesen Umst├Ąnden sind die Tausendf├╝sser vielleicht eher auf zus├Ątzliche Wasseraufnahme angewiesen. Aufgrund meiner Erfahrung w├╝rde ich von einer Wasserschale abraten.

    Zur immer wieder anreissenden Diskussion, ob Tiere wissen was gut f├╝r sie ist oder ob sie auch sch├Ądliches fressen: Ich glaube nicht, dass man die Frage absolut mit ja oder nein beantworten kann. Tausendf├╝sser haben wie wir Menschen Sinnesorgane, die helfen, essbares von ungeniessbarem zu unterscheiden. So meiden wir Menschen zum Beispiel Pflanzen, die sehr bitter sind, weil das ein Hinweis auf Gift sein kann. Tausendf├╝sser im Tropenwald begegnen sicher hunderten von Pflanzenarten und werden sich wahrscheinlich in den meisten F├Ąllen nicht vergiften. Aber nat├╝rlich gibt es auch Stoffe, besonders k├╝nstliche, auf die ihre Instinkte nicht vorbereitet sind.

    Bez├╝glich Temperatur: Gerade bei den Riesenkuglern, aber wenn ich mich nicht t├Ąusche auch bei anderen Arten gibt es die Diskussion (oder Erfahrung?), dass zu hohe Temperaturen sch├Ądlich oder gar t├Âdlich sein k├Ânnen. Die Vermutung existiert, dass zu hohe Temperaturen die symbiotischen Mikroorganismen im Darm abt├Âten kann. Ist es in der Laubschicht des Bodens im nat├╝rlichen Habitat unserer Tausendf├╝sser tats├Ąchlich so viel w├Ąrmer als bei uns im Zimmer? Ich weiss es nicht.

    LG, Mohammed

  • Vielleicht ist es nur der Anpassungsf├Ąhigkeit der Tiere zu verdanken, dass sie auch im Terra ├╝berleben und sich fortpflanzen

    Anpassungsf├Ąhigkeit ist vielleicht manchmal auch irref├╝hrend, weil sich die Tiere halt so gut anpassen. Aber das kann auch im in der nat├╝rlichen Umgebung vorkommen. Langsam mehren sich die Fragezeichen.

    LG Beate

  • ^^ Ja, "langsam mehren sich die Fragezeichen". Davon habe ich sehr viele im Kopf - eines davon w├Ąre jetzt auch deine Anmerkung:

    Anpassungsf├Ąhigkeit ist vielleicht manchmal auch irref├╝hrend, weil sich die Tiere halt so gut anpassen.

    Das verstehe ich nicht - Anpassungsf├Ąhigkeit bedeutet doch, dass sich ein Lebewesen gut anpassen kann ... Was m├Âchtest du ausdr├╝cken?

    Liebe Gr├╝├če

  • Ich w├╝rde dazu raten es zu lassen. Weil es einfach unn├Âtig ist. Die Tiere nehmen das Wasser entweder durchs Substrat/Moos auf oder durch trinken von den Scheiben.

    Ich werde auch keine Wasserstelle anbieten, denn dadurch besteht ein hohes Risiko, dass meine Zebras ertrinken!
    Dennoch verwundert diese v├Âllig unterschiedliche Meinung zwischen "Experten".

    Ein Neuling - wie ich es in Sachen F├╝├čerhaltung bin - wird schnell verunsichert!

    Da die F├╝├čerhaltung noch kein sehr "altes Hobby" ist, k├Ânnen sich auch neue Erkenntnisse ergeben, die alte Empfehlungen als falsch entlarven. Und wenn ich mir dann solche Videos anschaue, wo wild lebende F├╝├čer sich in direkter N├Ąhe von Wasserstellen verstecken oder dort auch auf Nahrungssuche gehen, wird alles noch komplizierter und - wie Beate schon sagte - "die Fragezeichen mehren sich"!

    Das Ausst├╝lpen des Rektums kann ich hie und da auch beobachten, aber nicht so h├Ąufig. Ich habe keine Wasserschale.

    Dann w├╝rde ich die Aussage von Solaris nun ehrlich anzweifeln, denn zwei unterschiedliche Halter ohne Wasserschale best├Ątigen, dass ihre F├╝├čer ├╝ber das Rektum Wasser aufnehmen!
    Wie sieht es mit der Aussage aus, F├╝├čer w├╝rden, bietet man ihnen eine Wasserstelle an, was zu einer "├╝berm├Ą├čigem" Wasseraufnahme f├╝hren soll, einen Mineralstoff-Verlust erleiden?

    Wenn ich mich etwas ausserhalb des Forums umschaue (z.B. Youtube) habe ich manchmal das Gef├╝hl, dass einige ihre Tausendf├╝sser trockener halten als ich. Unter diesen Umst├Ąnden sind die Tausendf├╝sser vielleicht eher auf zus├Ątzliche Wasseraufnahme angewiesen.

    Das ist sicherlich absolut denkbar, bzw. eine logische Schlussfolgerung. Dann m├╝sste man die Empfehlung f├╝r oder gegen eine zus├Ątzliche Wasserstelle aber anders formulieren, denn es ist abh├Ąngig von der Art der Haltung und vermutlich auch von der Tausendf├╝├čer-Art selbst, ob man Wasser anbietet oder nicht.

    Tausendf├╝sser im Tropenwald begegnen sicher hunderten von Pflanzenarten und werden sich wahrscheinlich in den meisten F├Ąllen nicht vergiften.

    Sicher! Aber du sprichst F├╝├čer in ihrem nat├╝rlichen Habitat an. Diese Tiere sind instinktiv so programmiert, dass sie ihre sie umgebenden Gefahren "kennen", sprich, sie "wissen" instinktiv, was sie fressen k├Ânnen und was sie sch├Ądigen oder vergiften w├╝rde.

    Den feinen Unterschied zwischen Tieren in ihrem nat. Habitat und jenen, welche von uns gehalten werden und mit v├Âllig ihnen unbekannten Futtermitteln versorgt werden,
    habe ich doch in meinem Post versucht zu verdeutlichen:

    "Tiere wissen schon, was gut f├╝r sie ist". Diese Aussage trifft sehr wahrscheinlich ausschlie├člich auf wild lebende Tiere zu, welche sich in ihrem nat├╝rlichen Habitat befinden - und nicht einmal hier zu 100 % (siehe Fischlarven, die Microplastik fressen!). Nicht aber auf Tiere, die wir aus diesem nat├╝rlichen Umfeld entnehmen und unter v├Âllig anderen Bedingungen in Gefangenschaft pflegen. Hier bekommen sie fast immer Ersatznahrung vom Halter angeboten, da er ja gar keinen Zugriff auf die nat├╝rlichen Nahrungsquellen hat. Wie sollen Tiere, die durch die Evolution geformt sind und entsprechende Instinkte haben, welche genau auf ihren urspr├╝nglichen Lebensraum abgestimmt und angepasst sind, "wissen", dass das von uns ausgesuchte und ihnen als einzige Nahrungsquelle angebotene Futter "gut f├╝r sie ist"? Sie kennen dieses Futter doch gar nicht. Wir treffen die Entscheidung f├╝r sie, da wir durch Beobachtung gelernt haben, welches Ersatzfutter augenscheinlich unbedenklich ist. Unsere Einsch├Ątzung erweist sich bei genauerer Hinsicht und Untersuchung leider gar nicht mal so selten als falsch!

    dass zu hohe Temperaturen sch├Ądlich oder gar t├Âdlich sein k├Ânnen.

    Klar, aber k├Ânnen wir davon sprechen, dass "zu hohe Temperaturen" dort herrschen, wo die Tiere urspr├╝nglich herkommen?

    Wenn ihnen dort die Bedingungen nicht zusagen, ergreifen sie Ma├čnahmen, wie z. B. das sich Eingraben im k├╝hleren Bodengrund. Vielleicht suchen sie dann auch eher feuchtere Gebiete auf, um von der Verdunstungsk├╝hle zu profitieren? Das k├Ânnte z. B. eine Erkl├Ąrung f├╝r den Fundort der F├╝├čer in Video 1 und 2 sein?

    Ich denke bei meinen Ausf├╝hrungen bez├╝glich der Temperatur nat├╝rlich nicht an die Extreme, denen F├╝├čer in ihrem nat. Habitat ausgesetzt sind, sondern an Wohlf├╝hl-, bzw. Optimalbedingungen. Wobei solche Extreme teilweise ├╝berlebenswichtig f├╝r bestimmte, darauf eingestellte Tiere sein k├Ânnen. So las ich k├╝rzlich, dass einige F├╝├čer eine Trockenperiode durchmachen m├╝ssen, um in Fortpflanzungsstimmung zu kommen!

    Solche "Extrembedingungen" sind auch f├╝r andere Tierarten ein stimulierender und unverzichtbarer Ausl├Âser f├╝r die Fortpflanzung. So kann ein Nichteinhalten bestimmter Ruheperioden z. B. auch lebensverk├╝rzend wirken.

    Die Vermutung existiert, dass zu hohe Temperaturen die symbiotischen Mikroorganismen im Darm abt├Âten kann.

    Das entspricht ja etwa dem, was ich ├╝ber Reptilien schrieb, welche z. B. ihren Stoffwechsel ├╝ber die richtige Umgebungstemperatur (Sonnenbaden) regulieren. Herrschen nicht die richtigen Temperaturen, k├Ânnen sie z. B. nicht entsprechend verdauen!

    Bei gleichwarmen Lebewesen stellt hohes Fieber eine Gefahr dar, weil ab 42 ┬░C die Eiwei├če im K├Ârper anfangen zu gerinnen. Der K├Ârper reagiert mit Fieber, um Erreger abzut├Âten. Bei wechselwarmen Lebewesen kann man Fieber mit zu hohen Au├čentemperaturen gleichsetzen, was bedeutet, dass ab einer gewissen Temperatur die K├Ârperfunktionen gest├Ârt werden oder zum Erliegen kommen.

    Ist es in der Laubschicht des Bodens im nat├╝rlichen Habitat unserer Tausendf├╝sser tats├Ąchlich so viel w├Ąrmer als bei uns im Zimmer?

    Wenn man den Begriff "Zimmertemperatur" verwendet, m├╝sste man eigentlich dazu sagen, "der Definition nach", denn ansonsten kann das bisweilen Auslegungssache sein, je nachdem ... Bei mir z. B. herrschen im Winter Zimmertemperaturen von 14 bis 18 ┬░C.

    Es w├Ąre hilfreich, zu wissen, welche Temperatur am Boden eines F├╝├čer-Habitats tats├Ąchlich vorherrschen. Oft helfen gerne genutzte Klimakarten nicht einmal wirklich etwas, weil die Temperaturen an der K├╝ste, im Inland oder in eher bergigen Regionen stark abweichen k├Ânnen, besonders auch die Tag- und Nachttemperaturen. Man m├╝sste f├╝r jede F├╝├čer-Art den jeweils genauen Fundort mit entsprechenden Klima-Parametern im Jahresverlauf kennen.

    Aber vielleicht ist das alles gar nicht so von Bedeutung, weil die Tiere eben doch sehr anpassungsf├Ąhig sind?!


    Liebe Gr├╝├če

  • Dennoch verwundert diese v├Âllig unterschiedliche Meinung zwischen "Experten"

    Haltungsempfehlungen bezeichnen h├Ąufig die Parameter, bei welchen der Z├╝chters oder die Z├╝chterin Erfolg gehabt hat. Gut m├Âglich, dass in diesem spezifischen Fall von den Wasserschalen den Expertinnen noch weitere Informationen oder Erfahrungen vorlagen. Aber generell: Wenn jemand z.B. schreibt, eine Art sollte man bei 22-26┬░C halten heisst das h├Ąufig nur, dass er die Art bis jetzt so gehalten hat und es gut geklappt hat. Ob dann 20 oder 28┬░C tats├Ąchlich schlechter sind wurde in vielen F├Ąllen nicht getestet. Solche Angaben werden dann h├Ąufig kopiert und manchmal auch als absolut dargestellt. So entstehen viele widerspr├╝chliche Angaben.

    Es liegen hier im Forum gen├╝gend Erfahrungen vor um zu sagen, dass eine Tausendf├╝sserhaltung und Zucht ohne Wasserschale (zumindest in den meisten F├Ąllen?) funktionieren kann und tut. Wenn nun jemand sagt eine Haltung ohne Wasserschale sei schlecht, dann m├Âchte ich zuerst weitere Informationen dazu wie diese Aussage zustande kommt, bevor ich etwas an meiner Haltung ├Ąndere.

    Wie sollen Tiere, die durch die Evolution geformt sind und entsprechende Instinkte haben, welche genau auf ihren urspr├╝nglichen Lebensraum abgestimmt und angepasst sind, "wissen", dass das von uns ausgesuchte und ihnen als einzige Nahrungsquelle angebotene Futter "gut f├╝r sie ist"?

    Ich zweifle daran, dass die Tausendf├╝sser an jede Pflanzenart, welcher sie im nat├╝rlichen Habitat begegnen, evolutiv angepasst sind. Manche Tausendf├╝sserarten haben ein grosses Verbreitungsgebiet und das Verbreitungsgebiet von Tieren und Pflanzen ist nicht statisch und kann sich auch etwas verschieben. Der aus der Karibik stammende Anadenobolus monilicornis wurde (wohlgemerkt durch den Menschen) nach Florida verschleppt. Dort breitet er sich nun rasant aus, obwohl er nicht evolutiv an die dort vorkommenden Pflanzenarten angepasst ist.
    Geltend mache ich aber den Punkt, dass der Tausendf├╝sser in der Wildnis die Wahl hat auf andere Futterquellen auszuweichen, was im Terrarium meistens nicht m├Âglich ist.

    Oft helfen gerne genutzte Klimakarten nicht einmal wirklich etwas

    Da gebe ich dir recht. Stichwort: Mikroklima.

    LG, Mohammed

  • Aber generell: Wenn jemand z.B. schreibt, eine Art sollte man bei 22-26┬░C halten heisst das h├Ąufig nur, dass er die Art bis jetzt so gehalten hat und es gut geklappt hat. Ob dann 20 oder 28┬░C tats├Ąchlich schlechter sind wurde in vielen F├Ąllen nicht getestet. Solche Angaben werden dann h├Ąufig kopiert und manchmal auch als absolut dargestellt. So entstehen viele widerspr├╝chliche Angaben.

    Gut erkl├Ąrt! :):thumbup:

    Wenn nun jemand sagt eine Haltung ohne Wasserschale sei schlecht, dann m├Âchte ich zuerst weitere Informationen dazu wie diese Aussage zustande kommt, bevor ich etwas an meiner Haltung ├Ąndere.

    Beziehst du dich da jetzt auf die von mir verlinkte Buchrezension von Dr. Oliver Zompro?

    Ich f├╝r meinen Teil - und das sprach ich ja bereits an - finde diese extrem gegens├Ątzlichen Aussagen dieser augenscheinlichen Experten als sehr irref├╝hrend! Der Autor der Rezension scheint, ebenso wie die von ihm erw├Ąhnte Z├╝chterin, welche f├╝r das Anbieten einer zus├Ątzlichen Wasserstelle pl├Ądiert, ein Fachmann zu sein.

    Ich hab mal etwas im WWW gegoogelt:

    Dr. Oliver Zompro

    Oliver Zompro - Wikipedia

    Vortr├Ąge unserer Autoren

    Wie gesagt, bleibt bei mir da sehr viel Verwirrung und Verunsicherung! :/

    Ich zweifle daran, dass die Tausendf├╝sser an jede Pflanzenart, welcher sie im nat├╝rlichen Habitat begegnen, evolutiv angepasst sind. Manche Tausendf├╝sserarten haben ein grosses Verbreitungsgebiet und das Verbreitungsgebiet von Tieren und Pflanzen ist nicht statisch und kann sich auch etwas verschieben. Der aus der Karibik stammende Anadenobolus monilicornis wurde (wohlgemerkt durch den Menschen) nach Florida verschleppt. Dort breitet er sich nun rasant aus, obwohl er nicht evolutiv an die dort vorkommenden Pflanzenarten angepasst ist.

    Nat├╝rlich - das streite ich keineswegs ab! Dennoch - und das l├Ąsst du zumindest von meinen ├ťberlegungen zum Thema "gelten" :P - kann man das Futter, welches wir unseren "Haustieren" anbieten, kaum mit dem vergleichen, was sie in ihrem Verbreitungsgebiet (ob nun nativ oder eingeschleppt) vorfinden. In Verbindung noch damit, dass die Tiere sich frei an dem bedienen k├Ânnen, was ihnen die Natur anbietet - manchmal ist auch die Aufnahme bestimmter Nahrungskomponenten in einer bestimmten Kombination wichtig, und nur die Tiere selbst "wissen", wie und in welcher Form sie diese ben├Âtigen. "Haustiere" haben keine Wahl. Ihr "Wissen" findet in dem Rahmen, in dem wir sie pflegen und f├╝ttern, keine Grundlagen! Bedeutet: Die Futtermittel und das Angebot sind praktisch v├Âllig anders, die Futterzusammenstellung entspricht ebenfalls nicht dem, was die Tiere in Freiheit kennen und auch das Mengenverh├Ąltnis ist ein v├Âllig anderes. ├ťber den letzten Punkt mache ich mir auch seit geraumer Zeit Gedanken. Das wollte ich schon ├Âfter einmal ansprechen!

    Thema: "zu reichhaltige F├╝tterung".

    In der Natur findet man (praktisch) keine ├╝bergewichtigen Tiere. K├Ânnen F├╝├čer auch verfetten? Wie wirkt sich das ├╝beraus reichliche Futterangebot (welches vielleicht aber nicht in der optimalen Zusammensetzung vorliegt!) auf das Paarungsverhalten und die Vermehrungsrate aus und welchen Einfluss hat all das wiederum auf die Lebenserwartung?

    ________________________________________________________________________________________________

    Edit: wollte ich noch schnell f├╝r mich selbst hier vermerken:

    Sichtung von 3 Aoutii zur selben Zeit, gestern gegen 23 Uhr 30. Zwei sa├čen gemeinsam an der frischen Gurkenscheibe und einer schnabulierte an einem Flechtenast.


    Die Gurke heute Morgen, nachdem die F├╝├čer sich ges├Ąttigt haben:

    Liebe Gr├╝├če

    Edited 3 times, last by Kordel (March 15, 2024 at 1:13 PM).

  • Hi Kordel

    Beziehst du dich da jetzt auf die von mir verlinkte Buchrezension von Dr. Oliver Zamparoo?

    Dieser Dr. Zamparoo scheint ja tats├Ąchlich ein Experte zu sein. Aber ich habe den Tipp mit der Wasserschale auch schon aus anderen Ecken geh├Ârt wo ich den Expertenstatus klar anzweifle. Daher bin ich generell mal skeptisch wenn etwas dem widerspricht, was hier viele Halter seit Jahren erfolgreich anwenden. W├Ąre interessant zu wissen, ob er irgendwo begr├╝ndet, wieso es eine Wasserschale braucht.

    Zum Thema "zu reichhaltige F├╝tterung" kann ich nichts wirklich substantielles Beitragen. Ist es nicht h├Ąufig so, dass Artrophoden bei ├╝berm├Ąssigem Nahrungsangebot eine gr├Âssere Vermehrungsrate haben? Ich denke da zum Beispiel an alle m├Âglichen "Sch├Ądlings-Plagen". Aber ob man das verallgemeinern oder auf Tausendf├╝sser ├╝bertragen kann...?

    LG, Mohammed

  • Dieser Dr. Zamparoo scheint ja tats├Ąchlich ein Experte zu sein. Aber ich habe den Tipp mit der Wasserschale auch schon aus anderen Ecken geh├Ârt wo ich den Expertenstatus klar anzweifle. Daher bin ich generell mal skeptisch wenn etwas dem widerspricht, was hier viele Halter seit Jahren erfolgreich anwenden.

    Verstehe ich vollkommen - und da du selbst die Erfahrung gemacht hast, dass "ohne Wassern├Ąpfchen" gut funzt, w├╝rde ich mich an deiner Stelle vermutlich auch nicht davon abbringen lassen, es sei denn - wie du ja selbst bereits anmerktest - jemand kommt mit fundierten und plausiblen Gegenargumenten.

    Allerdings - f├╝r jemanden, wie mich, der v├Âllig neu im Hobby und von daher auch noch recht ahnungslos ist und schon gar nicht mit eigenen Erfahrungen aufwarten kann, ist und bleibt das Thema bis auf Weiteres verunsichernd, aufgrund der v├Âllig kontr├Ąren Empfehlung beider Experteneinsch├Ątzungen.

    Ich meine - es gibt "im anderen Lager" ja jene, die gute Erfahrungen gemacht haben, indem sie ihren Tausis zus├Ątzliches Wasser anbieten!

    Ich will mal versuchen, mehr in Erfahrung zu bringen. Ob's gelingt, werde ich euch wissen lassen.

    Aber vermutlich komme ich mit nur noch mehr Fragen im Gep├Ąck zur├╝ck ...

    Dieser Dr. Zamparoo scheint ja tats├Ąchlich ein Experte zu sein.

    Den Nachnamen des Mannes hatte ich in meinem vorigen Post leider falsch geschrieben. Ich wei├č auch nicht, was mein Hirn manchmal macht ...?! :dash:

    Richtig hei├čt er Dr. Oliver Zompro - hatte ich anscheinend zeitgleich korrigiert, als du hier geantwortet hast, doch da hattest du meine Worte bereits zitiert ... hmmm, peinlich. :blush2:

    Ist es nicht h├Ąufig so, dass Artrophoden bei ├╝berm├Ąssigem Nahrungsangebot eine gr├Âssere Vermehrungsrate haben?

    K├Ânnte sein, da kenne ich mich gar nicht aus!

    Allerdings wei├č ich, dass die Reproduktion (egal, ob bei Mensch oder Tier) sehr viel Kraft und Energie fordert. Wenn also ein allzeit gut gedeckter Tisch bei unseren Tausis tats├Ąchlich dazu f├╝hrt, dass sie sich "├╝ber die Ma├če" reproduzieren, k├Ânnte das zur Folge haben, dass ihre Lebensuhr schneller abl├Ąuft. Ein Umstand, den wir ja eigentlich nicht "aktiv" herbeif├╝hren wollen, oder?

    Aber ich wei├č: Diese Fragen sind wieder von sehr theoretischer Natur und es wird vermutlich kaum bis niemanden geben, der sie beantworten kann.

    Waldfee Vielen Dank f├╝r die Verlinkung. Werde ich mir sp├Ątestens morgen mal durchlesen.

    _______________________________________________________________________________________________

    ├ťbrigens: ich habe nun doch auch noch mein letztes, leerstehendes AQ aufgestellt, und zwar dort, wo ich es urspr├╝nglich f├╝r ein paar neue S. fischeri vorgesehen hatte: direkt, Seite an Seite zum Aoutii-Eck. Eingezogen sind aber keine Fischeri, sondern meine sich zusehends vermehrende Panda-Truppe. Vielleicht bekommen sie auch zu viel Futter - zu viele Proteine?

    M├Âglich w├Ąr's, doch diese Art ist ja bekannt daf├╝r, sich wie verr├╝ckt zu vermehren, jedenfalls in der Terrarienhaltung. Explodiert der Bestand auch in der Natur? Ma was es net.

    Mir sind die "Korkschindel" mal wieder ausgegangen, darum ist das "Drumherum" noch unfertig.



    So - jetzt hab ich aber wirklich keinen Platz mehr, um noch einen Glaskasten aufzustellen ... ^^

    Liebe Gr├╝├če

  • Das verstehe ich nicht - Anpassungsf├Ąhigkeit bedeutet doch, dass sich ein Lebewesen gut anpassen kann ... Was m├Âchtest du ausdr├╝cken?

    Damit, also mit dem gute Anpassungsf├Ąhigkeit f├╝hrt evtl. in die Irre, will ich sagen, dass die Tiere sich evtl. an schlechtere Bedingungen gut anpassen und wir die schlechten Lebensbedingungen daher nicht erkennen k├Ânne. Passen sich ja an.

    LG Beate

  • Huhu Sabine,

    also, ich habe mir mal die sehr ├╝berschaubare Anzahl von Beitr├Ągen in dem von dir verlinkten Thread durchgelesen.

    Quote

    Phili

    Da Tausendf├╝├čer ein Exoskelett haben wird sich am K├Ârperumfang wohl nicht viel ├Ąndern

    Ist es nicht absolut denkbar, dass ein F├╝├čer, der an "Fettleibigkeit" leidet, in seinem eigenen Exoskelett praktisch erdr├╝ckt wird?

    Dann w├╝rden wir mit blo├čem Auge nicht einmal erkennen, dass der F├╝├čer an "Verfettung" verendet ist, weil das starre Exoskelett sich nicht dehnen und somit optisch auff├Ąllig werden kann, sodass ├Ąu├čerlich kein Problem festzustellen ist?!

    Oder w├╝rde die Natur das Problem dahingehend regeln, dass sich der der F├╝├čer h├Ąutet, bevor er "in sich selbst erdr├╝ckt wird"?

    dass die Tiere sich evtl. an schlechtere Bedingungen gut anpassen und wir die schlechten Lebensbedingungen daher nicht erkennen k├Ânne. Passen sich ja an.

    Huhu Beate,

    ah! jetzt habe ich verstanden, was du sagen wolltest. Danke. :)

    Das ist ein interessanter Gedanken.

    Wenn ich dar├╝ber sinniere, stellt sich mir eine Frage:

    Bedeutet es, wenn sich ein Lebewesen gut anpassen kann und von daher auch mit widrigeren Umst├Ąnden zurechtkommt, dass dieses Lebewesen dann unter diesen wenig guten Bedingungen "leidet"? Oder ist es nicht unbedingt "ungl├╝cklich" mit den gegebenen ung├╝nstigen Umst├Ąnden, weil es sich ja gut anpassen kann? Sprich: sind anpassungsf├Ąhige Lebewesen "so oder so" zufrieden?

    Liebe Gr├╝├če :)

    Liebe Gr├╝├če

  • Bedeutet es, wenn sich ein Lebewesen gut anpassen kann und von daher auch mit widrigeren Umst├Ąnden zurechtkommt, dass dieses Lebewesen dann unter diesen wenig guten Bedingungen "leidet"? Oder ist es nicht unbedingt "ungl├╝cklich" mit den gegebenen ung├╝nstigen Umst├Ąnden, weil es sich ja gut anpassen kann? Sprich: sind anpassungsf├Ąhige Lebewesen "so oder so" zufrieden?

    Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass wir diese Frage jemals beantwortet bekommen. Zumindest nicht f├╝r Wirbellose. Eigentlich unbefriedigend.

    LG Beate

  • Schreck zur fortgeschrittenen Stunde.

    Hallo Gemeinde,

    gestern, beim Blick ins Aoutii-Eck, fuhr mir der Schreck durch die alten Glieder.

    Einer meiner W├╝rmer hatte seine Unterseite teilweise "entbl├Â├čt" und zeigte mit den Beinchen in die Luft. Er bewegte sich dabei kein bisschen, sodass ich tats├Ąchlich dachte, ihn h├Ątte der Blitz getroffen, in dessen verheerender Folge er wohl verendet sein m├╝sste.

    Aber warte ... wie jetzt? Blitz - im Aoutii-Eck?? :/ Nee, das ist ja wohl absolut unm├Âglich - auch wenn es bei uns an diesem Abend tats├Ąchlich einen heftigen Regenschauer mit kurzzeitigem Blitz und Gewitter gegeben hatte.

    Dennoch - mein Wurm bewegte sich nicht; das war Fakt! Eilig holte ich meine Cam, um euch das Bild, welches sich mir bot, ebenfalls bieten zu k├Ânnen ...

    Ach nee, so war der zeitliche Ablauf ja gar nicht. Was w├╝rde das auch ├╝ber mich aussagen, h├Ątte ich tats├Ąchlich in dieser Reihenfolge gehandelt?! :whistling:

    So n├Ąmlich hat es sich zugetragen: Ehrlich besorgt verrenkte ich mich vor der Scheibe meines Terras in dem bem├╝hten Versuch, mein Tierchen aus allen m├Âglichen Blickwinkeln genauer zu betrachten und da sah ich endlich, dass der Kopf des Tausis welcher im Schatten, unter dem kleinen, mit frischen Flechten bewachsenen ├ästchen lag, sich kaum merklich aber doch eindeutig bewegte. Mein Aoutii knusperte Flechten ...
    Ca. ne halbe Stunde sp├Ąter, als wohl die Unterseite dieses ├ästchens abgeweidet war, ver├Ąnderte mein Wurm seine Position, um auch oberhalb wegzuknuspern, was dort wuchs.

    Boah! Echt, Leute - ich sach's euch: Stress pur! Zum Gl├╝ck von meiner Seite aus v├Âllig unbegr├╝ndet.

    Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass wir diese Frage jemals beantwortet bekommen.

    Ja, leider, Beate. Aber dar├╝ber sinnieren und unsere Gedanken austauschen, das k├Ânnten wir sehr wohl. Ich denke st├Ąndig ├╝ber alles M├Âgliche nach und diskutiere diese Gedanken auch gerne mit anderen, da ich es sehr interessant finde, zu h├Âren, was andere m├Âglicherweise f├╝r Gedankenans├Ątze haben. So besteht die M├Âglichkeit, den Horizont zu erweitern und selbst auch in andere Richtungen zu denken ...

  • Ist es nicht absolut denkbar, dass ein F├╝├čer, der an "Fettleibigkeit" leidet, in seinem eigenen Exoskelett praktisch erdr├╝ckt wird?

    Dann w├╝rden wir mit blo├čem Auge nicht einmal erkennen, dass der F├╝├čer an "Verfettung" verendet ist, weil das starre Exoskelett sich nicht dehnen und somit optisch auff├Ąllig werden kann, sodass ├Ąu├čerlich kein Problem festzustellen ist?!

    Oder w├╝rde die Natur das Problem dahingehend regeln, dass sich der der F├╝├čer h├Ąutet, bevor er "in sich selbst erdr├╝ckt wird"?

    Es w├Ąre interessant zu erfahren, ob Diplopoden ├╝berhaupt so etwas wie eine Fettschicht haben.

    Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass eine wie auch immer falsche Ern├Ąhrung sich auf die Zusammensetzung des Mikrobioms auswirkt und das Tier eher verhungert, weil es die Nahrung nicht wie vorgesehen aufschliessen kann.

    Mein Aoutii knusperte Flechten ...

    Ha, ha, was f├╝r ein Schreck. Gott sei Dank nur Fressakrobatik.

    Du wirst noch ├Âfter beobachten k├Ânnen, dass die F├╝sser in ganz komischen Positionen fressen. Kopf├╝ber, total verdreht in Spiralen.

    Ich freue mich, dass deine Tiere so langsam aktiv werden. Macht doch mehr Freude ins Terra zu schauen, wenn ein bisschen etwas los ist.

    Liebe Gr├╝├če

    Sabine