Huhu Mohammed,
die Frage, ob meine Bolivari in der Nacht aktiver sind, kann ich dir tatsächlich gar nicht beantworten, da ich kurz nach Ausschalten der Terra-Beleuchtung (ebenfalls nur eine 4 Watt LED, also wirklich nur eher diffus beleuchtet) selbst zu Bett gehe.
Allerdings kann ich feststellen, dass diverse, ab und an angebotene Fressbarkeiten innerhalb weniger Tage weggefressen werden und sich an der Futterstelle auch Kot befindet. Dies muss dann ja in der Nacht geschehen, denn am Tage kann ich keine Bolivari an der Futterstelle sehen.
Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass Feuchte langfristig für die Tiere ein Problem sein könnte.
Deine Überlegung/Befürchtung erscheint plausibel, zumal es in den meisten Haltungsempfehlungen ja heißt, diese Art (wie auch Expansus - welche ich mir damals übrigens beinahe anstelle der Bolivari bestellt hätte) mag es gerne recht trocken! Ich meine aber, dass Aquarimax irgendwann einmal erwähnte, dass seine Bolivari auch in leicht feuchterem Habitat sehr gut oder gar besser gedeihen ...
Da mein Terra ja 120 cm cm lang ist und eine partielle Erdaufschichtung von mind. 30 cm aufweist, hoffe ich, allen Tieren gerecht werden zu können. Auf der linken Seite befindet sich die HM - dort ist das Substrat und die darüber liegende Laubschicht relativ trocken, zumindest über die ersten 10 cm. Weiter unten, wo sich die Bolivari nicht aufhalten, wird das Substrat natürlich feuchter. Die rechte Seite bis hin zur Mitte des Terras halte ich hingegen sehr viel feuchter. Aber selbst wenn ich das Terra alle paar Tage rechtsseitig gründlich besprühe, und links nur einmal kurz benebele, entsteht keine "gespannte Luft". Ich denke, das könnte zum einen an der guten Belüftung von oben liegen und zum anderen auch daran, dass das Terra eben so groß ist?!
Na ja, wie gesagt, werde ich mal beobachten, wie sich die Bolivari-Population im Tausi-Terra so macht ...
Wenn es Wildfänge sind und sie aus Afrika südlich des Äquators stammen, könnten sie vom inneren Rhytmus her um ein halbes Jahr verschoben sein...?
Ein ähnlicher Gedanke ist mir in der Vergangenheit auch schon in Bezug auf Wildfang-Tausendfüßer durch den Kopf gegangen. Und auf meine drei "Dicken" trifft es mit ziemlicher Sicherheit auch zu, dass sie Wildfänge sind (von ihnen hat sich bisher noch keiner blicken lassen!). Die 8 großen Gigas, die ich später hinzugekauft habe, sind aber sehr wahrscheinlich, wenn nicht gar sicher Nachzuchten!