Posts by Baumfarn

    Insektenbestimmung ist sehr schwierig. Häufig ist es nicht möglich, nur anhand eines Fotos ein Tier auf Artebene zu bestimmen. Ich bin mir zum Beispiel sicher, dass ich ein Sandläufer fotografiert habe, aber von denen gibt es mehrere Arten in meiner Gegend. Feld-Sandläufer scheint mir nur der wahrscheinlichste zu sein.

    Bei der Holzbiene sind die schwarzen, blau glänzenden Flügel ein sehr charakteristisches Merkmal, dass man z.B. bei der Buchenblattwespe oder auch bei Hummeln nicht findet.

    Ja, Mistkäfer könnte meiner Laienmeinung nach passen. Beim Schmetterling bin ich etwas unsicher. Es sieht so aus, als wären die Flügel teilweise durchsichtig, aber vielleicht täuscht das auch aufgrund der schnellen Bewegung. Das Taubenschwänzchen hat keine durchsichtige Flügel, andere ähnliche Arten aus der Familie der Schwärmer hingegen schon (z.B. Hummelschwärmer, Skabiosenschwärmer, ...) Sind jedenfalls sehr lustige Fake-Kolibris.

    Hi Kordel

    Nein, eine lebendige Buchenblattwespe habe ich noch nie gesehen. Es gibt so viele Insektenarten bei uns, da kann man immer wieder etwas neues entdecken wenn man genau hinschaut.

    Ich bin gerade mit meinem Laptop auf einer längeren Zugfahrt und habe daher die Zeit, diesen Thread vollzuspamen ;- ) Folgende Bilder stammen alle aus meinem Garten aus den letzten Jahren:

    Holzbiene:

    evtl. Feld-Sandläufer:

    evtl. Naternkopf-Mauerbiene:

    evtl. Moschusbock:

    Mordwanze:

    evtl. Weinschwärmer-Raupen:

    LG, Mohammed

    Hi Sabine

    Hast du die Merulanellas im selben Terrarium wie die weissen Asseln? Es könnte sein, dass sich die weissen Asseln negativ auf die Vermehrungsrate der Merulanellas auswirken. Asseln besetzten im Terrarium meist eine sehr ähnliche ökologische Nische und können sich daher konkurrenzieren.

    Ich möchte keineswegs ein Spielverderber sein, wollte das aber nur erwähnen, falls die Info hilfreich sein sollte. Vielleicht gibt es ja auch gegenteilige Erfahrungen?

    LG, Mohammed

    Hi Kordel

    Ich habe ja einen eher hohen Tausendfüsser-Besatz in meinem Terrarium und auch viele Asseln. Trotzdem gebe ich nur ein- bis zweimal pro Woche die Menge von ca. 1/3 Bananenscheibe ins Terri, und auch noch etwas Fischfutter. Das hält dann auch für 2-3 Tage. Du kannst also gut weniger Futter reingeben. Wenn dann sofort alles gefressen wird, kannst du die Menge ja immer noch erhöhen.

    LG, Mohammed

    Wenn ich jetzt frische Flechten benötige, sprühe ich die immer noch mal kurz mit Regenwasser aus meiner Sprühflasche an, damit sie nicht so trocken sind ... Liegt hier vielleicht der/die Fehler?

    Die Flechtenäste werden bei mir auch trocken gefressen. Du kannst es ja mal mit trockenen Ästen versuchen, solange du das Schimmelproblem hast.

    So wie auf deinem Bild haben die Köttel bei mir noch nie geschimmelt... an was das liegt kann ich nicht sagen.

    LG

    Hallo

    Luftfeuchtigkeit und Substratfeuchte hängen ja nur bedingt voneinander ab. Bei sehr grossen Belüftungsflächen kannst du selbst bei einem feuchten Substrat eine nicht allzu hohe Luftheuchte haben. Anderseits kann das Substrat fast austrocknen und du kannst immer noch eine relativ hohe Luftfeuchte haben, z.B. wenn die Belüftung sehr gering ist und du täglich sprühst. Wichtiger für die Tausendfüsser ist die Substratfeuchte. Wenn es zu trocken ist, so ist das sicher nicht gut für die Tiere.

    Was ich in deinem Fall machen würde - aber du must sehr vorsichtig sein - ist etwas Wasser ins Substrat giessen. Anfangs nur kleine Mengen und schön verteilt. Es darf einfach ja nicht so viel Wasser rein, dass es zu Staunässe kommt.

    Wenn ich meine Substratfeuchte beschreiben müsste würde ich sagen, es ist wie ein durchschnittlicher Waldboden im Frühjahr. Nicht wie ein Boden, nachdem es gerade geregnet hat. Und auch nicht wie ein Boden im Sommer, wenn es schon seit langem trocken ist. Ich weiss nicht, ob das hilfreich ist.

    LG, Mohammed

    Hi

    Sehr schöne Bilder. Ja, die Gefahr der Hybridisierung könnte tatsächlich bestehen, ist ja dieselbe Gattung... Schade, sind beides sehr schöne Arten.

    sie kämen sogar - sofern die Angaben auf Insekten***** stimmen, mit den Gegebenheiten in einem Schneckenterra sehr gut zurecht

    Auf Webseiten von Verkäufern liest man noch häufig, dass man dies und jenes vergesellschaften kann. Aus diversen Gründen - einige davon hast du, Kordel, ja bereits aufgelistet - bin ich sehr skeptisch von einer Vergesellschaftung mit Schnecken. Aber ich will hier nicht Leeloo's Thread zuspamen. Nur der Hinweis, dass es zu dem Thema schon ein paar aufschlussreiche Diskussionen hier im Forum gegeben hat.

    LG, Mohammed

    Hallo

    Mir stellen sich noch folgende Fragen: 1) verwendest du die Flechten noch lebendig, oder machst du etwas mit ihnen (z.B. erhitzen), wodurch die Flechten vorgängig absterben? Abtöten erhöht sicher die Schimmelgefahr. 2) Stellst du die Flechtenäste trocken rein oder feucht, bzw. werden sie angesprüht? Trocken => weniger Schimmel. Bei mir kommt es eigentlich fast nie zu Schimmel, selbst wenn die Äste mehrere Tage drin sind und die Flechten nicht sofort gefressen werden. Sonst ist sicher Beetlebreeder's Tipp von Nutzen: Wenn etwas nicht sobald gefressen wird, dann mengenmässig weniger davon reinstellen.

    Die Kötel zu entfernen erscheint mir auch unnötig und kontraproduktiv. Nach einem halben bis einem Jahr ist ja das meiste Substrat verbraucht. Wenn ich das recht verstehe besteht das verbrauchte Substrat ja dann fast nur noch aus Füsserkötel und (als Einzelteile weniger erkennbar) Assel-, Springschwanz-, Trauermücken- und Mirkoorganismenkötel. Auch nur ein Grossteil der Kötel zu entfernen ist da ein Ding der Unmöglichkeit.

    LG, Mohammed

    Hallo Kordel

    Wie du schon befürchtest, kann ich deine Fragen nicht wirklich beantworten. Weder welche Art das ist, noch wie es effektiv mit den Bakterien ausschaut.

    Verschiedene Laubsorten unterschieden sich natürlich in ihrer chemischen Zusammensetzung. Bei sich von Totholz ernährenden Käferarten habe ich gelesen, dass die Laubholzart umso unwichtiger wird, je stärker das Holz zersetzt ist. Das ist ein Punkt, den man auch bedenken muss: Destruenten funktionieren anders und sind nach anderen Nährstoffen aus als wir Pflanzen-/Fleischfresser. Du könntest als vorsichtshalber zumindest darauf achten, dass verschiedene Laubsorten und verschiedene Zersetzungsstadien vorhanden sind.

    Es wird ja gesagt, dass bei Tausendfüssern die Jungtiere die Kötel der adulten fressen und damit auch wichtige Bakterien aufnehmen. Vielleicht könnten Wildfänge auch davon profitieren, wenn bereits Kötel von Tausendfüssern im Terri sind, welche schon länger in menschlicher Obhut leben.

    LG, Mohammed

    Hallo

    Ich bin überhaupt kein Experte in der Tausendfüsserbestimmung. Aber möglicherweise könnte es ein Gewächshaus-Tausendfüßer (Oxidus gracilis) sein. Das würde auch passen, dass du ihn in einem Topf (wahrscheinlich aus einem Gartencenter oder Gärtnerei) gefunden hast. Die Art ist nicht einheimisch und überlebt unsere kalten Winter nicht, kann sich aber in Gewächshäusern halten und ist dort recht verbreitet. Ich hatte mir die Art auch schon mehrfach mit einem Pflanzenkauf mit nach Hause geholt.

    LG, Mohammed

    BeetlebreederGermany Vielen Dank, der Bericht von Kevin Nasser ist sehr hilfreich! Ausführlich zum Thema recherchiert habe ich bis jetzt noch nicht. Aber so oberflächlich betrachtet habe ich das Gefühl, dass man solche Informationen nicht überall auf Anhieb findet. Man liest nur immer wieder, das A. gigas eine Einsteigerart und einfach zu pflegen ist. Man ist daher leicht geneigt zu glauben, dass es hier gleich funktioniert wie bei den anderen weitverbreiteten Arten. Aber es ist mir schon aufgefallen, dass man so gut wie nie Nachzuchten von A. gigas oder manchen anderen grossen Arten findet.

    LG, Mohammed

    Hallo

    Mir sind da auch die schwierig nachzuziehenden Arten in den Sinn gekommen (siehe auch A. dollfusi im anderen Thread). Aber sich Wildfänge von heiklen Arten zu holen nur weil man keinen Nachwuchs will ist sicher keine sinnvolle Lösung.

    BeetlebreederGermany Kennt man denn schon das "Rezept", wie man bei Arten wie A. gigas zu Nachwuchs kommt, oder sind die gelegentlichen Nachzuchten bis jetzt eher Glücksfälle? Das mit dem Klimatriggern habe ich auch schon gelesen, aber noch nie, wie man das konkret bewerkstelligen müsste.

    LG, Mohammed

    Hallo

    Ein Anschubsen oder Herumschubsen beobachte ich auch manchmal bei meinen Cubaris sp. "Panda King". Cubaris und Merulanella gehören beide in die Familie Armadillidae und sind daher auch näher miteinander verwandt als mit Armadillidium. Vielleicht ist das ein verbreitetes Verhalten in dieser Verwandtschaft (sofern es sich bei den beiden Arten tatsächlich um Merulanella und Cubaris handelt. Sie sind ja beide noch nicht wissenschaftlich beschrieben).

    LG, Mohammed

    Hi Kordel

    Beziehst du dich da jetzt auf die von mir verlinkte Buchrezension von Dr. Oliver Zamparoo?

    Dieser Dr. Zamparoo scheint ja tatsächlich ein Experte zu sein. Aber ich habe den Tipp mit der Wasserschale auch schon aus anderen Ecken gehört wo ich den Expertenstatus klar anzweifle. Daher bin ich generell mal skeptisch wenn etwas dem widerspricht, was hier viele Halter seit Jahren erfolgreich anwenden. Wäre interessant zu wissen, ob er irgendwo begründet, wieso es eine Wasserschale braucht.

    Zum Thema "zu reichhaltige Fütterung" kann ich nichts wirklich substantielles Beitragen. Ist es nicht häufig so, dass Artrophoden bei übermässigem Nahrungsangebot eine grössere Vermehrungsrate haben? Ich denke da zum Beispiel an alle möglichen "Schädlings-Plagen". Aber ob man das verallgemeinern oder auf Tausendfüsser übertragen kann...?

    LG, Mohammed

    Dennoch verwundert diese völlig unterschiedliche Meinung zwischen "Experten"

    Haltungsempfehlungen bezeichnen häufig die Parameter, bei welchen der Züchters oder die Züchterin Erfolg gehabt hat. Gut möglich, dass in diesem spezifischen Fall von den Wasserschalen den Expertinnen noch weitere Informationen oder Erfahrungen vorlagen. Aber generell: Wenn jemand z.B. schreibt, eine Art sollte man bei 22-26°C halten heisst das häufig nur, dass er die Art bis jetzt so gehalten hat und es gut geklappt hat. Ob dann 20 oder 28°C tatsächlich schlechter sind wurde in vielen Fällen nicht getestet. Solche Angaben werden dann häufig kopiert und manchmal auch als absolut dargestellt. So entstehen viele widersprüchliche Angaben.

    Es liegen hier im Forum genügend Erfahrungen vor um zu sagen, dass eine Tausendfüsserhaltung und Zucht ohne Wasserschale (zumindest in den meisten Fällen?) funktionieren kann und tut. Wenn nun jemand sagt eine Haltung ohne Wasserschale sei schlecht, dann möchte ich zuerst weitere Informationen dazu wie diese Aussage zustande kommt, bevor ich etwas an meiner Haltung ändere.

    Wie sollen Tiere, die durch die Evolution geformt sind und entsprechende Instinkte haben, welche genau auf ihren ursprünglichen Lebensraum abgestimmt und angepasst sind, "wissen", dass das von uns ausgesuchte und ihnen als einzige Nahrungsquelle angebotene Futter "gut für sie ist"?

    Ich zweifle daran, dass die Tausendfüsser an jede Pflanzenart, welcher sie im natürlichen Habitat begegnen, evolutiv angepasst sind. Manche Tausendfüsserarten haben ein grosses Verbreitungsgebiet und das Verbreitungsgebiet von Tieren und Pflanzen ist nicht statisch und kann sich auch etwas verschieben. Der aus der Karibik stammende Anadenobolus monilicornis wurde (wohlgemerkt durch den Menschen) nach Florida verschleppt. Dort breitet er sich nun rasant aus, obwohl er nicht evolutiv an die dort vorkommenden Pflanzenarten angepasst ist.
    Geltend mache ich aber den Punkt, dass der Tausendfüsser in der Wildnis die Wahl hat auf andere Futterquellen auszuweichen, was im Terrarium meistens nicht möglich ist.

    Oft helfen gerne genutzte Klimakarten nicht einmal wirklich etwas

    Da gebe ich dir recht. Stichwort: Mikroklima.

    LG, Mohammed