Kordel's Einstieg in die Diplopoden-Narretei

  • Kleines Update mal wieder.

    Nach ihrem Umzug ins 100er sind meine Aoutii doch wieder etwas verschnupft. Jedenfalls zeigen sich seither nur noch 2 Tiere gleichzeitig. Aber daf├╝r sehe ich jetzt meine Bolivari h├Ąufiger; also zumindest mal drei von ihnen gleichzeitig. Letztlich sah ich ein M├Ąnnchen und zwei Weibchen.

    Ob es tats├Ąchlich damit zu tun hat, dass die LF jetzt h├Âher liegt, bzw. es gro├čfl├Ąchiger feuchte Bereiche im Terra gibt? Rus (der YouTuber, der Kevin Nasser interviewt hat - ihr erinnert euch) meinte ja in einem anderen Video, dass er den Eindruck gewonnen hat, dass die Bolivari es sehr wohl feuchter m├Âgen, als hinl├Ąnglich immer gesagt wird.

    Auch habe ich zu meiner gro├čen Freude vorgestern mal gleich zwei meiner S. spec. 6 gemeinsam an einem Ast knuspern sehen. Lustigerweise sah ich sie bisher nur bei Tage - niemals, wenn das rote Licht ├╝berm Terra leuchtet.

    Update meine "Ersatz-Fischeri" betreffend: Sie sind heute ( und nicht, wie im obigen Betrag von mir versehentlich angegeben, am 30.04. versendet worden, denn Mittwoch ist ja nen Feiertag!)
    offensichtlich auf Reisen gegangen.

    Jetzt hei├čt es Daumendr├╝cken, dass sie morgen hier wohlbehalten und bei bester Gesundheit eintreffen.

    Auch befinden sich zeitgleich 40 A. werneri "Orange" auf dem Postweg. Sie sollen als F├╝├čer-Gesellschaft im "Fischerdorf" ihren Wohnsitz beziehen und ebenfalls morgen eintreffen.

    Die 4 kleinen Fischeri, die dort bereits leben, habe ich nach ihrem Einzug nicht mehr zu Gesicht bekommen. Auch Gurke hat sie bisher nicht aus ihrem Versteck locken k├Ânnen. Wir werden sehen ...

    Hier zwei meiner S. spec. 6 beim Aufwuchs-Abweiden:

    Die h├╝bschen und gef├╝hlt immer pr├Ąsenten C. splendidus:

    Liebe Gr├╝├če

  • Huhu Gemeinde,

    was soll ich sagen? Ich bin happy!!! Das Daumendr├╝cken hat dem momentanen Eindruck zufolge geholfen!

    Aber gleichzeitig werfen sich Fragen auf ... doch der Reihe nach.

    11 Uhr 35 heute Morgen. Der Postbote bringt zwei P├Ąckchen; einen riesigen Karton und ein kleineres Paket. Inhalt beider Zustellg├╝ter: Asseln, Springschw├Ąnze, Pflanzen, Sepia, Soil und ... F├╝├čer!

    Also, die Unterbringung der F├╝├čer ist wieder einmal nicht optimal, wie ich finde. Das "Substrat" erscheint mir leider einen Anteil an Kokosfasern zu haben, ist wirklich ziemlich trocken, es gibt nichts, was die F├╝├čer h├Ątten fressen k├Ânnen (und ich hoffe, sie haben das, in Anbetracht des Soils in der Reisebox, auch nicht getan!) und die Box an sich ist auch sehr klein gew├Ąhlt.
    Noch mit Deckel:

    Und hier ohne Deckel:

    Hier im neuen Zuhause:

    Zwei von ihnen haben sich sehr schnell verkr├╝melt, die beiden anderen konnte ich jedoch gut mit der Cam einfangen. Sie waren emsig damit besch├Ąftigt, sich vom anhaftenden "Gekr├╝mele" zu befreien (siehe Bilder weiter unten).

    Gro├č sind sie - ├╝berraschend gro├č und kr├Ąftig, so im Vergleich zu meinen anderen W├╝rmlingen ...

    Aber: sind das tats├Ąchlich Spiropoeus fischeri oder doch Treptogonostreptus intricatus ... oder was?

    Ihre Beinchen erscheinen eher r├Âtlich-braun und an den Antennenspitzen kann ich auch keinen f├╝r Fischeri typischen wei├čen Saum erkennen. Auch die Antennen selbst sind r├Âtlich ... Ich kenne mich da ja nicht aus und habe live noch nie einen subadulten echten S. fischeri gesehen, was meint ihr?

    Hier mal ein paar Nahaufnahmen:

    An sich w├Ąre es mir ja egal, denn ich finde sie sooo sch├Ân, ich bin schockverliebt! :love: Aber kann ich, selbst wenn es nicht S. fischeri sein sollten, davon ausgehen, dass meine Haltungsparameter passen? Im "Untergrund" befinden sich ja noch die 4 kleine S. fischeri. Sie sollen nat├╝rlich alle gut miteinander harmonieren und die Kleinen sollen laut Aussage des H├Ąndlers "echte" S. fischeri sein. Die haben derzeit noch graue Beinchen - sind ja erst ca. 5 cm gro├č ...Wobei ... Ha haaa ^^ ! Das hat er ja auch von den Gro├čen hier behauptet, also, dass es sich um "echte" Fischeri handelt. Aber ich wei├č, dass S. fischeri niemals r├Âtliche Beinchen hat. Die "m├╝ssen" schwarz sein.

    Hier habe ich den Versuch einer "Output-Verklappung" eingefangen. Da kam aber nur eine Fl├╝ssigkeit raus. Das wird normal sein, denke ich, denn bei Stress h├Ąufeln die F├╝├čer ja schon mal fl├╝ssiger, gell?!

    Ich mache mir nat├╝rlich wieder Gedanken, ob das in der Heimchenbox befindliche Substrat keine Probleme bei den Tieren verursachen wird ...

    Liebe Gr├╝├če

  • Aber: sind das tats├Ąchlich Spiropoeus fischeri oder doch Treptogonostreptus intricatus ... oder was?

    Keine Ahnung. Die F├╝sse sind auf jeden Fall nicht schwarz.

    Die Dame, die ich habe, hat noch etwas r├Âtlichere F├╝sse und sie sind auch l├Ąnger als bei den S. fischeri. Sie kommt auf jeden Fall mit meinen Haltungsbedingungen zurecht bis jetzt.

    Ich mache mir nat├╝rlich wieder Gedanken, ob das in der Heimchenbox befindliche Substrat keine Probleme bei den Tieren verursachen wird ...

    Kannst jetzt eh nicht mehr ├Ąndern. Ich w├╝rde den H├Ąndler aber mal ganz direkt fragen, ob da Kokos drin ist und ich pers├Ânlich w├╝rde mir Gedanken machen, ob ich die n├Ąchsten Tiere dort bestelle.

    Aber H├Ąndler nehmen glaub allgemein relativ kleine Beh├Ąltnisse. Ist zumindest meine Erfahrung.

    Bei kurzer Reise ist das auch relativ egal. Allerdings mag ich nicht wissen, wie zeitnah die Tiere da reingepackt wurden.

    Liebe Gr├╝├če

    Sabine

  • Aber: sind das tats├Ąchlich Spiropoeus fischeri oder doch Treptogonostreptus intricatus ... oder was?

    Noch bevor ich beim Lesen deines Posts bei dieser Frage angekommen bin hab ich mir schon gedacht dass die verdammt ├Ąhnlich wie meine A.gigas aussehen.

    Gerade das Bild wo man den Kopf und die Furchen vom Kopfschild von der Seite sieht best├Ątigen meinen Verdacht.

    Auch die rotbraunen Beine und Antennen sind ein deutlicher Hinweis auf A.gigas

    Gru├č Johnny

  • Verdammt, Johnny - genau das hatte ich unterschwellig n├Ąmlich auch immer wieder gedacht: Sind das evtl. sogar Gigas? Ich hab's mich aber nicht getraut zu schreiben, weil ich mich nicht blamieren wollte. :blush2: Um aber meine unterschwellige "Bef├╝rchtung" doch irgendwie doch zum Ausdruck zu bringen, hatte ich tats├Ąchlich geschrieben: sind das ...

    tats├Ąchlich Spiropoeus fischeri oder doch Treptogonostreptus intricatus ... oder was?

    Aber als ich sie direkt nach dem Eintreffen dann im Terra sah, hatte ich all die Bilder von Gigas vor meinem geistigen Auge ... und warum? Weil meine 4 neuen mich eben stark an Gigas erinnerten (von dem her, was ich auf Bildern und Videos sah).

    Gerade das Bild wo man den Kopf und die Furchen vom Kopfschild von der Seite sieht best├Ątigen meinen Verdacht.

    Genau! Darum habe ich diese Bilder vom Kopfbereich ja auch eingestellt und diese Furchen sind mir eben auch aufgefallen!

    Zudem wollte ich die F├Ąrbung (braun-schwarze-Ringelung) des K├Ârpers einfangen, weil das auch alles nicht unbedingt nach Fischeri aussieht - so nach den Bildern, die ich bisher im WWW sah ...

    Wie gesagt, kenne ich mich ja gar nicht aus, was Art(en)-Bestimmung anbelangt und so via Bildmaterial ist es einem Laien, der niemals Gigas oder Fischeri oder sonst welche F├╝├čer live gesehen hat (abgesehen von meinen 3 Arten, die ich mittlerweile habe) ja eigentlich kaum m├Âglich, hier einen treffgenauen Tipp abzugeben.

    Wenn es tats├Ąchlich Gigas sein sollten ... hilfe ... Dann muss ich doch komplett umdenken! :huh:

    Sollte sich dein Verdacht, Johnny, (und meine Bef├╝rchtung) best├Ątigen, dann bin ich echt entr├╝stet :!:, denn das bedeutet, dass mir Wildf├Ąnge zugeschickt wurden. Die armen Tiere! Ich wollte niemals Wildf├Ąnge kaufen, nicht dazu beitragen, dass die Tiere derart leiden ...
    Vielleicht w├╝rde das aber auch erkl├Ąren, warum ich bei einem der Tierchen 2 oder 3 "verst├╝mmelte" Beinchen sah ...?!

    Da meine ersten Baby-S. fischeri ja Nachzuchten sein sollen (ich hatte mir das am Tele extra nochmals best├Ątigen lassen!), bin ich auch davon ausgegangen, dass meine "Ersatz"-Fischeri Nachzuchten seien. Jetzt stellt sich am Ende evtl. heraus, dass nichts von alledem stimmt!?! =O

    Sollten meine Neuen tats├Ąchlich Gigas sein, dann finde ich, ist auch das Terra viel zu klein f├╝r sie! Ich m├Âchte Gigas keinesfalls unter 100 cm Seitenl├Ąnge halten. Und ich m├Âchte sie auch nicht mit Fischeri zusammen halten ... und sie brauchen auch ein viel h├Âher geschichtetes Substrat und und und ...

    Also jetzt erst einmal tief durchatmen.

    Was denken denn die anderen Forianer?

    ├ťbrigens waren alle 4 gestern Abend unterwegs. Sie durchstreiften das neue Zuhause und zwei von ihnen fra├čen Gammerus sowie Gurke. :)

    Heute sind zwar die Gammerus verschwunden, von der Gurke wurde aber nicht weiter gefressen als das, was am Abend bereits verk├Âstigt wurde. Auch das andere Gem├╝se wurde nicht anger├╝hrt. Somit haben sie nicht wirklich viel Ersatznahrung gefressen und ich hoffe, sie haben sich an Flechten und anderen Naturalien bedient! Wenn es Gigas sind, ben├Âtigen sie ja auch viel mehr Proteine ... Ich habe mich ├╝ber Gigas nie wirklich schlau gemacht, weil diese Art f├╝r mich komplett nicht infrage kam, obwohl ich sie extrem h├╝bsch finde! Ach, verdammt ...

    Au├čerdem sah ich einen der Dicken, wie er offensichtlich rektal Dunstwasser von der Frontscheibe aufnahm.

    Ich bin schockiert; und gehen jetzt erst mal Gigas-Berichte hier im Forum lesen ...

    Edit: Da BeetlebreederGermany erw├Ąhnte, dass Kevin einen Haltungsbericht ├╝ber A. gigas verfasst hat, habe ich auf seiner HP geschaut und bin f├╝ndig geworden. Ich habe nicht seinen gesamten Text kopiert - den k├Ânnt ihr unter dem oben eingef├╝gten Link selbst einsehen, wenn es interessiert ...

    Die sich paarenden Gigas auf dem von Kevin eingestellten Bild sehen doch wirklich so aus wie meine Dicken. Was mir auch auffiel ist, dass bei topview, also von oben betrachtet, meine Tiere so ein dickes Ende haben; sie sind also vorne schlanker als im letzten Drittel.

    Jedenfalls stehe ich jetzt vor ein paar Problemen, denn der Verdacht scheint sich immer mehr zu erh├Ąrten.

    Quote

    Kevin Nasser: https://boogiedownbugs.com/care-guides.html#/

    "Like I said earlier, Archispirostreptus gigas come from the forests of East Africa such as Kenya, Tanzania, Ethiopia, Mozambique, etc. The dry seasons of East Africa run from July - September. The wet seasons run from April - June and October - December. To mimic the seasons in captivity we have to simulate a wet rainy season followed up by a dry and so on.
    Earlier I talked about how deep the substrate and leaf layer should be. The reason for the deep depths of substrate and leaf litter is to ensure that the millipedes are safe during the cycling period. During the wet period they will have the upper area of the substrate to get away from the extra wet area down at the bottom and conversely during the dry season they will seek refuge down at the bottom for moisture. The thick leaf layer serves as an insulation to allow the moisture from the substrate to slowly evaporate instead of desiccating as quickly as possible.
    For the wet seasons I keep the day time temperature between 72-75┬░F (22-24┬░C) and allow the night temperature to get as low 70┬░F (21┬░C). Mist every day 1-2x a day for 3 months. This may seem like a lot but remember we want them to think there will be lots of vegetation and decay for them to feed on. Use your judgement when misting. You don't want the substrate absolutely saturated, but you don't want the top to totally dry out. This may take some trial and error. I would suggest setting up an empty tub and make sure you have your misting dialed in if you do not have experience with cycling animals before.
    For the dry seasons I keep the day time temperature between 80-82┬░F (26-28┬░C) and let it get no lower than 75┬░F (24┬░C) for night time. Mist once lightly the first month, a heavy misting once during the second month, and once again a light misting the third month. That's all. Depth of substrate is absolutely vital during the dry season since it can be very easy to allow the tub to get too dry. Again, I suggest doing a test run with an empty tub for the inexperienced.
    During the period in between the wet and dry (Jan ÔÇô March) the female will dig down into the substrate to lay her eggs. This gives the eggs time to develop and hatch just as the wet season is approaching. The babies grow extremely slow and take around 5 years to reach sexual maturity.
    If you have follow the advice in this write up properly, you will hopefully achieve the same success I have and will be able to establish more captive bred animals for future generations to enjoy."

    Heute Morgen (wie ├╝brigens auch schon mal gestern) liegt wieder einer der H├╝bschen hoch oben auf einem Moospolster im hinteren Bereich des Terras und gibt sich der K├Ârperpflege hin. Super niedlich.

    Dies war gestern. Von heute Morgen habe ich kein Bild. Aber auch hier finde ich die K├Ârperf├Ąrbung sehr auff├Ąllig.


    Einer streifte gestern noch bei "Vollbeleuchtung" durchs Terra:

    Er knusperte am Salatblatt, welches ihm aber wohl nicht mundete. Daraufhin habe ich dann noch ein frisches Gurkenst├╝ck angeboten.

    Und hier dann unterm Rotlicht, gegen 23 Uhr:

    Liebe Gr├╝├če

    Edited 3 times, last by Kordel: Bilder eingef├╝gt. Link eingef├╝gt. (May 1, 2024 at 12:22 PM).

  • Also - ich bin jetzt schon ein Weilchen am St├Âbern und irgendwie werde ich nicht schlauer, was meine neuen "Dicken" anbelangt.

    Da finde ich Abbildungen, wo ich denke: Ja, das sind sie! Dann steht darunter aber, es seien S. fischeri. :/

    Auf der anderen Seite finde ich Bilder, unter denen steht, man sehe Gigas: die sehen aber auch aus, wie meine ...?!

    Diese Furchen, die Johnny angesprochen hat und die mir auch aufgefallen sind, sah ich dann auch bei "angeblichen" Fischeri.

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    Themenwechsel (als Memo f├╝r mich gedacht):

    Beim St├Âbern bin ich auf eine Seite gesto├čen (Marigold: auch Mirglied hier)...

    Hier werden Aoutii so beschrieben, wie ich auch meine vom Verhalten beschreiben w├╝rde und diese Beschreibung hat eher wenig mit dem gemein, wie man Aoutii allgemein hin charakterisiert:

    Quote

    https://www.terraon.de/forum/thread/5ÔÇŽC3%9Fer-und-co/

    Aoutii:
    [...] ziemlich ruhige Art.
    Erst adult zumindest manchmal zu sehen.
    Von dieser extremen Agilit├Ąt zeigen meine nix...
    16-19cm

    (Ich hoffe, ich darf diese Seite verlinken? W├Ąre schaden, wenn nicht, denn Julia hat einfach geniale Bilder dort gepostet!) 8) Ach schade - ich las gerade, dass dieses Forum am 1.06. vom Netz genommen wird. Wer also noch sch├Âne Bilder gucken m├Âchte, muss sich beeilen ...
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    Update meine S. spec. 6 betreffend: heute haben sich wieder zwei der H├╝bschen gezeigt und sich nicht vom Tageslicht st├Âren lassen. Tats├Ąchlich sehe ich sie eher tags├╝ber weiden, denn abends, wenn das rote Licht erstrahlt.
    Dieser wandelte im Schatten und ich wei├č nicht, ob er deshalb so viel dunkler aussieht - jedenfalls dachte ich beim ersten Blick auf ihn kurz voller Verwunderung: H├Ą? Habe ich da etwa aus Versehen einen der C. splendidus ins Terra gesetzt?

    Was nat├╝rlich v├Âlliger Unsinn ist, aber ihr wisst ja, wie einem die Gedanken manchmal einen Schabernack treiben ...

    Und er hier fra├č stundenlang Flechten:

    Und noch eine "Entdeckung" habe ich gemacht, die mich aufatmen l├Ąsst, denn nun denke ich sicher zu wissen, dass diese Milben, die ich einmal erw├Ąhnte, von mir wirklich als willkommene Helfer gegen Trauerm├╝cken und Co betrachtet werden k├Ânnen:

    Sie rennen auch gerne an der Scheibe entlang und suchen nach Beute.

    Aber - warte mal ...Vermutlich fressen sie auch Springschw├Ąnze und kleine Asseln, was jetzt doch wieder nicht so prickelnd ist. =O
    Shit - dann sollte ich doch keine Entwarnung geben. Diese Milben tun meinen Tausis und adulten Asseln zwar nix, aber ich k├Ânnte mir denken, dass sie so kleine Meru-Babies schon fressen. Oh weia! :motz:

    Liebe Gr├╝├če

  • W├Ąre ja Mist, wenn es tats├Ąchlich gigas w├Ąren. Da kann man ja glatt froh sein, das bekommen zu haben, was man bestellt hat. Trotzdem w├╝nsche ich dir viel Erfolg bei allen deinen h├╝bschen Tieren. Sie haben echt sch├Âne Terras bekommen:thumbup:.

    Herzliche Gr├╝├če

    Leeloo

  • Huhu Leeloo,

    ja, das w├Ąre echt Mist, denn wie ich bereits in anderen Posts ge├Ąu├čert hatte, wollte ich nie Gigas halten. Sie werden mir einfach viel zu gro├č, brauchen demzufolge viel Platz (ich pers├Ânlich f├Ąnde erst ein 120 bis 150 cm Terra als relativ "angemessen") und einen Bodengrund, der mind. 30 cm hoch aufgeschichtet ist. Au├čerdem las ich immer wieder, dass diese Art regelm├Ą├čig die H├Ąlfte des Jahres praktisch gar nicht zu sehen ist. Zudem sind die angebotenen Tiere meist Wildf├Ąnge ...

    Jedoch - was soll ich denn jetzt machen, sie sind ja nun hier und "bewiesen" ist es auch noch nicht zu 100%, dass es tats├Ąchlich Gigas sind. Vielleicht habe ich ja Gl├╝ck und es handelt sich doch um Treptogonostreptus intricatus?!! Die Tatsache, dass T. intricatus anstelle von S. fischeri im Handel erh├Ąltlich sind, l├Ąsst in meinen Augen berechtigte Hoffnung zu. Au├čerdem las ich, dass auch diese Art starke Furchen aufweist.

    Und je l├Ąnger ich aufgrund der im WWW gefundenen Infos dar├╝ber nachdenke, desto wahrscheinlicher wird es f├╝r mich sogar, dass ich anstelle von S. fischeri T. intricatus geschickt bekommen habe. Das macht einfach mehr Sinn, denn welcher H├Ąndler w├╝rde Gigas zu so einem g├╝nstigen Preis verkaufen?! ├ťberdies - das sage ich ja anf├Ąnglich - habe ich mich direkt schockverliebt in die Dicken.

    Also erst einmal abwarten ...

    Gestern sah ich zwei der Dicken im Terra umherwandeln, nachdem sie den Tag ├╝ber an der Oberfl├Ąche verbracht hatten. Sie liefen aber nicht lange umher - einer von ihnen fra├č Gurke, der andere inspizierte mehr die Gegend, hatte ich den Eindruck.

    Heute sehe ich keinen der F├╝├čer. Bin gespannt, ob sie sich am Abend wieder zeigen.

    Liebe Gr├╝├če

    Edited once, last by Kordel (May 2, 2024 at 12:15 PM).

  • Keine Ahnung. Die F├╝sse sind auf jeden Fall nicht schwarz.

    Die Dame, die ich habe, hat noch etwas r├Âtlichere F├╝sse und sie sind auch l├Ąnger als bei den S. fischeri. Sie kommt auf jeden Fall mit meinen Haltungsbedingungen zurecht bis jetzt.

    Huhu,

    da habe ich doch glatt vergessen, auf deinen Post einzugehen; sorry.

    Und das, wo ich doch fragen wollte, ob ich irgendetwas verpasst habe? :/

    Hattest du in deinem Fred erw├Ąhnt, dass du ein neues "Fischeri" Weiberl bekommen hast? Ich habe eben noch einmal kurz geschaut, aber nix diesbez├╝glich gelesen. Magst du denn evtl. ein paar Bilder der neuen in deinem Fred posten und evtl. auch Vergleichsbilder zu den beiden M├Ąnnchen?

    Liebe Gr├╝├če

  • Hallo Kordel


    Ich habe mir letztes Jahr ( oder vorletztes?) zwei S. fischeri Weibchen schicken lassen, weil sich meine vorhandenen als M├Ąnner rausgestellt hatten. Hatte extra gefragt, ob das auch die mit den schwarzen F├╝ssen sind, was bejaht wurde.

    Dass die F├╝sse nicht schwarz sind, ist mir dann erst vor wenigen Wochen aufgefallen.

    Bilder versuche ich mal. Die Dame ist gerne in den Korkr├Âhren oder jrgendwo in den hinteren Bereichen, wo ich kaum hinkomme zum Fotos machen.

    Urspr├╝nglich waren es zwei Damen, eine ist leider schon verstorben. Damals hatte ich auf Nachsuchs gehofft, aber das wird dann eher nix.

    Liebe Gr├╝├če

    Sabine

  • Ich habe mir letztes Jahr ( oder vorletztes?) zwei S. fischeri Weibchen schicken lassen, weil sich meine vorhandenen als M├Ąnner rausgestellt hatten.

    Huhu Sabine,

    da bin ich gerade v├Âllig verwirrt, denn ich hatte im Hinterkopf, dass du nur noch das eine M├Ąnnchen aus dem 5er-Trupp deiner Tochter ├╝brig h├Ąttest. Irgendwie habe ich ganz offensichtlich den Anschluss verloren und werde mir noch einmal deinen Thread durchlesen, damit ich nicht so ahnungslos bleibe ... ^^

    Hatte extra gefragt, ob das auch die mit den schwarzen F├╝ssen sind, was bejaht wurde.

    Na, da bist du ja auch vom H├Ąndler nicht wahrheitsgem├Ą├č ├╝ber die von dir bestellten "Fischeri" informiert worden - das scheint wohl nicht selten gang und g├Ąbe zu sein, gerade bei dieser Art; leider. Vielleicht kann man dem H├Ąndler aber auch keinen Vorwurf machen, denn selbst dir ist es ja nicht aufgefallen, dass die Beinchen deiner M├Ądels nicht schwarz waren/sind. :/

    Wie sehen denn die Antennenspitzen aus: wei├čer Saum, ja oder nein?

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    Update, meine "Dicken" (ich wei├č gar nicht, als was ich sie nun bezeichnen soll - am wahrscheinlichsten werden es wohl T. intricatus sein, was denkt ihr?), meine Aoutii und meine C. splendidus betreffend.

    Die "Dicken" machen sich sehr rar. Gestern sah ich f├╝r wenige Augenblicke einen durchs "Unterholz" streifen. In der Zeit, da ich die Cam holte, war er praktisch auch schon wieder verschwunden. Sie fressen augenscheinlich auch nix von dem angebotenen Futter - keine Gammerus (mehr) und irgendwie sehe ich sie auch nicht an den Flechten naschen. Ich hoffe, sie ern├Ąhren sich vom Substrat, ich mache mir n├Ąmlich Gedanken, ob sie aufgrund der vermuteten Tatsache, dass es sich um Wildf├Ąnge handelt, mit der Futterumstellung klarkommen?!

    Ich denke mir so, dass es doch durchaus sein k├Ânnte, dass so manches Importtier (Wildf├Ąnge) manchmal nur verstirbt, weil - selbst, wenn es sich um einfach zu haltende Arten handelt - nicht immer allen die Anpassung an die Bedingungen (Futterumstellung) in Gefangenschaft gelingt. Vielleicht (und das kennt man ja auch von anderen Tierarten, die als Wildf├Ąnge ihren Weg in menschliche Obhut finden) weil es die Futteraufnahme verweigert, getreu dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht?!

    Heute - noch bevor das Licht ├╝berm Terra anging - sa├č einer der "Dicken" aber doch an der Futterstelle. Leider hat er sich ganz schnell verkr├╝melt, nachdem ich das Foto gemacht hatte.


    Gestern - eine kurze Sichtung:

    Heute, an der Futterstelle:

    Die Aoutii machen sich ebenfalls wieder sehr rar, seitdem sie ins 100er umgezogen sind. Immerhin konnte ich gestern gegen 23 Uhr 30 f├╝r ca. 10 Minuten zwei der Tiere sehen:

    Um ehrlich zu sein: Mit den Aoutii werde ich bisher einfach nicht wirklich warm. Meine 6 Tiere verhalten sich ├╝berhaupt nicht so, wie man es in den gel├Ąufigen Artbeschreibungen (und teils auch hier im Forum) liest. Zwar beruhigt es mich, dass ich zuf├Ąllig den Kommentar von Marigold ├╝ber ihre Aoutii fand, denn so muss ich mir keine Gedanken machen, ob ich in der Pflege mit ihnen irgendetwas falsch mache; aber Spa├č kommt dadurch ja dennoch nicht auf ...

    Zu guter Letzt noch meine C. splendidus: auch sie sind seit ca. 3 Tagen nur noch wenig bis eher gar nicht zu sehen. Ob sie sich wohl jetzt, nachdem sie seit ihrer Ankuft gef├╝hlt 24 Stunden am Tag nur mit Fressen besch├Ąftigt waren (zumindest 3 von ihnen), f├╝r die anstehende H├Ąutung zur├╝ckgezogen haben?

    Liebe Gr├╝├če

  • Meine "Dicken" - wer sind sie denn nun?

    Ich sammele hier mal so ein paar Infos, ├╝der die ich bei meiner Suche im WWW gestolpert bin.

    solaris195
    August 18, 2021 at 9:43 AM

    Das verstorbene Tier auf dem Bild sieht meinen "Dicken" doch sehr ├Ąhnlich, finde ich.

    Solaris schreibt dazu (Ziutat):

    Quote

    "Wenn das tats├Ąchlich Nachzuchten sind, handelt es sich nicht um Archispirostreptus gigas, sondern um Archispirostreptus tumuliporus (tumuliporus), dann sind sie erwachsen und sterben dann auch nach 3 bis 4 Jahren. [...]
    [...] Bei dem Verstorbenen sind die Metazonite stark gerippt, ├Ąhnlich wie bei Spiropoeus fischeri, aber grober, nicht so fein und bei A.gigas sind die Metazonite immer glatt.

    Jetzt taucht also noch eine weitere Art auf, die meinen Tieren sehr ├Ąhnelt - so f├╝r mich als Laie und mit dem blo├čen Auge betrachtet. :/

    A. tumuliporus tumuliporus:

    Archispirostreptus tumuliporus (Karsch, 1881)
    Global Biodiversity Information Facility. Free and Open Access to Biodiversity Data.
    www.gbif.org
    Search
    Search for occurrences in Global Biodiversity Information Facility. Free and Open Access to Biodiversity Data.
    www.gbif.org

    Die sehen meinen auch sehr ├Ąhnlich! Und das sollen nun "echte" Fischeri sein?
    Diplopoda.de - Die Tausendf├╝├čer-Seite

    Diese Tiere werden einduetig als S. fischeri identifiziert:

    Zandatsu
    May 1, 2020 at 6:33 PM

    F├╝r meine 4 "Dicken" schlie├če ich eindeutig aus, dass es sich um S. fischeri handelt!

    Super Bild zweier S. fischeri. Jedoch erscheinen hier (vermutlich) aufgrund der Ausleuchtung (Blitzlicht?) die Beine, Antennen und die Tiere insgesamt auch eher br├Ąunlich, nicht schwarz! W├╝rde ich jetzt die als eindeutiges Erkennungsmerkmal geltend zu scheindenden wei├čen Antennenenden nicht sehen, w├╝rde ich nicht unbedingt darauf tippen, es handele sich um S. fischeri.

    Jessica
    February 16, 2020 at 6:23 PM

    Solaris schreibt auch hier nochmals:

    Quote

    Wenn die "Mardonius spec. Cameroon red leg" die schwarzen Tiere sind mit den rotbraunen Beinen und der rotbraunen Gesichtsmaske, dann denke ich handelt es sich um die Art "Archispirostreptus tumuliporus".

    Dann sehe ich aber ein Bild eines "angeblichen" Gigas-M├Ąnnchen und bin wieder v├Âllig verunsichert. Mir dr├Ąngt sich der Verdacht auf, dass so manch abgebildetes Tier gar nicht das ist, als welches es vom Halter/H├Ąndler angesehen wird! Somit k├Ânnen dem Laien Vergleichsbilder aus dem Internet wohl leider nur bedingt bis eher gar nicht weiterhelfen. Es verwundert mich mittlerweile nicht mehr, dass es bei der "Bestimmung" von Arten wie A. gigas, S. fischeri und T. intricatus so viel Verwirrung gibt, da die Tiere einfach per se immer wieder von H├Ąndlern und dadurch auch von Haltern verwechselt werden!

    Siehe z. B. hier:

    9. September 2020 # 89

    Somit muss ich mich wohl eher auf die als sicher geltenden Bestimmungsmerkmale verlassen. :/

    to be continued ...

    Liebe Gr├╝├če

  • Hat keiner vielleicht eine Idee oder Einsch├Ątzung bez├╝glich der Artzugeh├Ârigkeit meiner "Dicken"?

    Schade ...

    Gestern waren zwei von ihnen "aktiv": Einen sah ich nur kurz, wie er sich durch das Kork- und Holzgespinst seines neuen Zuhauses "f├Ądelte" und einer verweilte etwas l├Ąnger an der Frontscheibe. Er a├č matschige Birne, nachdem er zuvor ein paar Gammerus verkostet hatte.

    Ich habe versucht, seine Vorderbeinchen rechtsseitig einzufangen; dort "leidet" er wohl unter foot rot, oder?

    Die Antennenspitzen erscheinen mir nicht wei├č-ges├Ąumt. Ist aber auch schwierig unter den gegebenen Lichtverh├Ąltnissen zu erkennen, zumal bei diesr Bild-Quali:

    Zudem sind mir diese zwei helleren "Ringe" am K├Ârper aufgefallen. Jemand ne Ahnung, was das zu bedeuten hat?

    Gedanken zum Futter von Wildf├Ąngen:

    Kevin sagt ja auf seiner HP und auch im von mir eingestellten Video, dass F├╝├čer nur Nahrung effizient - sprich f├╝r den eigenen K├Ârper "gewinnbringend" - verdauen k├Ânnen, wenn die entsprechenden Mikroorganismen im Magen-Darmtrakt vorhanden sind; sprich: F├╝├čer haben entsprechende "Verdauuungs-Mokroorganismen", welche ganz genau und spezifisch auf die nat├╝rliche Nahrung eines F├╝├čers angepasst sind. Darum merkt er an, dass "Zusatzfutter", wie Gurke und Co nur mal alle 14 Tage als "Leckerli" angeboten werden sollten, denn ern├Ąhrungsphysiologisch bringt derartiges Futter wenig - er vergleicht das mit uns und Pizza essen: Die F├╝├čer essen's zwar (meist) gerne, aber es ist nicht gesund f├╝r sie.

    Hier stellen sich mir gleich mehrere Fragen ...

    Trifft diese Aussage nur auf wildlebende F├╝├čer /Wildf├Ąnge zu, da sie, bzw. ihr Magen-Darmtrakt nicht auf "Ersatzfutter" eingestellt sind, sprich, sie die zur Verdauung n├Âtigen Bakterien nicht besitzen, da sie Gurke (zum Beispiel) nicht kennen - oder ist seine Aussage generell gemeint, also auch bezogen auf Nachzuchten?

    Die Frage ist doch, ob der F├╝├čer-Organismus evtl. in der Lage ist, seine Bakterienkulturen im Verdauungstrakt "auf- oder nachzur├╝sten", dem jeweiligen Nahrungsangebot entsprechend angepasst?!

    Bei anderen Tierarten (das sind jedoch Warmbl├╝ter - ob das einen Unterschied macht?) ist das n├Ąmlich der Fall. Sie k├Ânnen nach einer gewissen Angew├Âhnungszeit Bakterien generieren - zumindest, soweit ich informiert bin! -, die zur Aufspaltung neuer Futterkomponenten ben├Âtigt werden. Darum erfolgt eine Futterumstellung im Idealfall langsam ├╝ber einen gewissen Zeitraum, damit eben die ben├Âtigten Bakterien "wachsen" k├Ânnen, um dann ihren Job zu machen. So wird z. B. auch Futterwechsel bedingter Durchfall vorgebeugt.

    Jetzt also zur├╝ck zu den F├╝├čern: Wenn F├╝├čer diese F├Ąhigkeit ebenfalls besitzen, dann m├╝sste man hier doch einen generellen Unterschied zwischen Wildf├Ąngen und Nachzuchten machen und d├╝rfte wohl davon ausgehen, dass nachgezogenen F├╝├čer bei der Verkostung von "Zusatzfutter" (Gurke und Co) einen Zugewinn aus derartigen Futterkomponenten generieren k├Ânnen, was wiederum bedeuten k├Ânnte, dass nichts dagegen spr├Ąche, die Tiere viel regelm├Ą├čiger mit Zusatzfutter zu versorgen und ihnen dabei sogar etwas Gutes tut ...?!.

    Wildf├Ąnge jedoch w├Ąren unter Einbeziehung meiner vorherigen ├ťberlegungen anders zu betrachten. Aber auch nur, sofern die Bakterien sich nicht nach einer gewissen Angew├Âhnungszeit anpassen k├Ânnen.

    Dieser Gedanke bringt mich dann zu meinen neuen "Dicken" (von denen ich leider noch immer nicht wei├č - wie auch?! -, um welche Art es sich handelt). Ich gehe, wie gesagt, stark davon aus, dass sie Wildf├Ąnge sind. Somit kennen sie praktisch keines der von mir angebotenen Futter. Was bedeutet das nun in der Praxis?

    Sind Flechten, WFH und "rottiges" Laub per se auf "der ganzen Welt" als gleich anzusehen, sprich, kann ein F├╝├čer, dessen Verdauungstrakt auf oben genannte Nahrungskomponente aus (sagen wir mal) Afrika abgestimmt ist, auch Flechten und WFH aus dem hessischen Wald verdauen (basischer Waldboden oder saurer ... Das Thema spielt hier sicher auch noch rein!)? Oder bestehen selbst hier so gravierende Unterschiede, dass ein Wildfang-F├╝├čer Probleme bekommt, die neue, "unbekannte" Nahrung effizient aufzuspalten und zu verdauen?

    Setzt man mal voraus - keine Ahnung, ob berechtigterweise oder nicht - dass sich doch Unterschiede ergeben, k├Ânnte ich mir gut vorstellen, dass so manch aus der Wildnis importierter F├╝├čer tats├Ąchlich am Huntertot verendet, denn z. B. von Fischen, die als Wildf├Ąnge importiert werden, ist bekannt, dass sie "lieber sterben" als Ersatznahrung anzunehmen. Es bedarf einer Menge Erfahrung und viel Fingerspitzengef├╝hl, um Wildfang-Futterverweigerer unbekanntes Futter schmackhaft zu machen, damit sie ├╝berleben.

    Wie bereits erw├Ąhnt, fressen meine "Dicken" im Vergleich zu den Flechtenvernichtern Aoutii, sehr wenig. Also von Flechten fressen habe ich sie bisher ohnehin noch nicht gesehen. Einzig ein paar wirklich wenige Gammerus, etwas Birne und wenig Gurke wurden bisher angenommen (Gammarus verwendet Kevin ├╝brigens als "legitime" Proteinquelle. Hierin sehe ich irgendwie einen Widerspruch zu seiner Haltung bez├╝glich "Zusatzfutter", denn von natura kommt ein F├╝├čer sicherlich niemals an Gammerus, zumal diese h├Ąufig in Brackwasser gefangen werden!).

    Wenn sie nicht vom Substrat fressen, w├╝rden sie vermutlich bald verhungern. Das macht mir schon Kopfzerbrechen.

    Klar, sobald ein frisch importierter F├╝├čer im heimischen Terra erst einmal angekommen ist, sprich, er all die vorherigen Strapazen ├╝berlebt hat, stehen seine Chancen, sich zu regenerieren und fortan in Gefangenschaft zu leben, wohl gut, nach allem, was ich bisher so mitbekommen habe, aber ...

    Vielleicht stirbt ja so mancher Wildf├Ąnge gar nicht unbedingt (oder vorwiegend) aufgrund des vielf├Ąltigen Stresses, dem er durch den Handel ausgesetzt wurde, sondern viel eher, weil er mit der Futterumstellung nicht klarkommt, sprich, weil er aufgrund fehlender angepasster Darmbakterien schlicht langsam verhungert - wer vermag das zu sagen?

    Das sind wohl leider wieder Fragen und ├ťberlegungen, die mir hier niemand beantworten kann; oder, wer wei├č, vielleicht doch?!

    Das sind wohl leider Fragen und ├ťberlegungen, die mir hier wieder niemand beantworten kann. Aber dennoch stelle ich sie in den Raum. Man k├Ânnte ja gemeinsam dar├╝ber diskutieren, finde ich ...

    Liebe Gr├╝├če

  • Hallo Kordel

    Wie du schon bef├╝rchtest, kann ich deine Fragen nicht wirklich beantworten. Weder welche Art das ist, noch wie es effektiv mit den Bakterien ausschaut.

    Verschiedene Laubsorten unterschieden sich nat├╝rlich in ihrer chemischen Zusammensetzung. Bei sich von Totholz ern├Ąhrenden K├Ąferarten habe ich gelesen, dass die Laubholzart umso unwichtiger wird, je st├Ąrker das Holz zersetzt ist. Das ist ein Punkt, den man auch bedenken muss: Destruenten funktionieren anders und sind nach anderen N├Ąhrstoffen aus als wir Pflanzen-/Fleischfresser. Du k├Ânntest als vorsichtshalber zumindest darauf achten, dass verschiedene Laubsorten und verschiedene Zersetzungsstadien vorhanden sind.

    Es wird ja gesagt, dass bei Tausendf├╝ssern die Jungtiere die K├Âtel der adulten fressen und damit auch wichtige Bakterien aufnehmen. Vielleicht k├Ânnten Wildf├Ąnge auch davon profitieren, wenn bereits K├Âtel von Tausendf├╝ssern im Terri sind, welche schon l├Ąnger in menschlicher Obhut leben.

    LG, Mohammed

  • Hi Kordel, ich hab grad wenig Zeit. Bin aber am PC und kann dir mal die Bilder von Shuras Millipeden Seite zeigen. Leider funktioniert die Seite nicht mehr, ich habs mir aber abgespeichert.

    Ich denke, es ist ok, das hier zu zeigen.

      

    Liebe Gr├╝├če

    Sabine

  • Vielleicht k├Ânnten Wildf├Ąnge auch davon profitieren, wenn bereits K├Âtel von Tausendf├╝ssern im Terri sind, welche schon l├Ąnger in menschlicher Obhut leben.

    Huhu Mohammed,

    das ist ein interessanter Gedanke.

    M├╝sste man tats├Ąchlich ausprobieren. Theoretisch w├Ąre es nat├╝rlich denkbar, dass F├╝├čer das "K├Âttelfressen" ab einem bestimmten Alter einstellen, sie es quasi nur in der Anfangsphase ihres Daseins praktizieren - und evtl. auch nur von artgleichen Tieren - und sp├Ąter, da sie dann bereits die ben├Âtigten Bakterien aufgenommen haben, nicht mehr tun.

    Wie gesagt, k├Ąme es auf einen Versuch an.

    Ein bisschen str├Ąubt es mich immer, so etwas zu tun, denn auf diese Weise k├Ânnte man (ebenfalls theoretisch) m├Âglicherweise Pathogene von einem Bestand auf den anderen ├╝bertragen. Tats├Ąchlich ist die g├Ąngige Praxis, verschiedene F├╝├čer (Tiere allgemein) ohne vorherige Quarant├Ąne zu vergesellschaften, ja auch unter Umst├Ąnden mit gewissen Risiken verbunden ...

    Du k├Ânntest als vorsichtshalber zumindest darauf achten, dass verschiedene Laubsorten und verschiedene Zersetzungsstadien vorhanden sind.

    Richtig: Das ist ja ohnehin permanent mein Bestreben. Zur Verbesserung des Nahrungsangebots kam ja auch mein Gedanke, Flake-Soil, wenn schon nicht als Komplett-Substrat, immerhin doch als "Futter" anzubieten. Leider habe ich noch nicht wieder von BeetlebreederGermany geh├Ârt (#17:RE: Sammlung von informativen Videos, Webseiten und Links). Mich dr├Ąngt es danach, das Flake-Soil endlich anbieten zu k├Ânnen. Irgendwie habe ich das ungute Gef├╝hl, meine "Dicken" fressen nicht wirklich das, was ich ihnen im Terra bereitstelle. Sie "naschen" wohl mal hie und da, aber mir scheint diese aufgenommene Menge an Nahrung zu wenig, so im Vergleich zu dem, was ich die anderen Tierchen fressen sehe - und die sind bei weitem kleiner und weniger massig, sodass ich davon ausgehen, die "Dicken" brauchen doch bedeutend mehr Futter als meine anderen F├╝├čer. Ich habe Angst, dass mir die "Dicken" auf Dauer verhungern ...

    Hoffentlich ist diese Bef├╝rchtung unbegr├╝ndet - ich bin ja noch Neuling auf dem Gebiet der F├╝├čer-Haltung und kann daher schlecht einsch├Ątzen, was "normal ist" und ab wann ich mir wirklich Gedanken machen sollte.

    Huhu Sabine,

    danke f├╝rs Einstellen des Bildmaterials.

    Ich habe mir ja bereits etliches an Bildern angeschaut. Und auch diese beiden Vergleichs-Bilder hier, best├Ąrken mich in meiner Vermutung ...

    Somit schlie├če ich aus, dass es sich bei meinen "Dicken" um Gigas handelt. Auch hier gl├Ąnzen die Tiere auf dem Bild (rechts) viel mehr und die braunen "K├Ârperringe" (Prozonit(e)?) sind bei meinen nicht so orange. Meine "Dicken" ├Ąhneln viel mehr den S. fischeri - nur, dass meine eben keinen wei├čen Saum an den Antennen-Enden aufweisen und allgemein heller (br├Ąunlicher) gef├Ąrbte Beine und Antennen haben. Wie gesagt, tendiere ich mehr dazu, dass es sich um T. intricatus handelt.

    Die abgebildeten Jung-Fischeri hingegen sehen so aus, wie meine 4 Kleinen, die ich aber seit ihrem Einzug ins "Fischerdorf" nicht wieder zu Gesicht bekommen habe.

    Liebe Gr├╝├če

  • Sie "naschen" wohl mal hie und da, aber mir scheint diese aufgenommene Menge an Nahrung zu wenig, so im Vergleich zu dem, was ich die anderen Tierchen fressen sehe

    F├╝sser fressen nicht immer gr├Âssere Mengen. Das wechselt, z. B. fressen sie vor einer anstehenden H├Ąutung kaum bis ├╝berhaupt nichts.

    Manche gehen auch kaum ans Zusatzfutter, sondern bedienen sich ├╝berwiegend am Substrat.

    Findest du denn entsprechend grosse K├Âttel, die dir anzeigen, dass sie fressen und verdauen?

    Liebe Gr├╝├če

    Sabine