• Hallo ihr Lieben!!!
    Nachdem ich grade in wenig gestöbert habe, musste ich lesen, dass "anishaltiger" Vogelsand evtl. nicht gut für (einheimische) Tausis sein könnte....
    Hab seit circa 3 Wochen einen einheimischen Polydesmus denticulatis als neuen Mitbwohner, den ich im Keller gefunden habe :D
    Nachdem ich dass also gelesen hatte, habe ich mir erst mal meinen Beutel mit dem Vogelsand angekuckt. Da ist auch Anisöl drin...
    Sollte ich das Substrat jetzt wechseln????
    Ist das, wenn überhaupt, nur für die einheimischen oder auch für die tropischen Arten schädlich????
    MfG JaN

    Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes...
    Salvador Dali

  • Hi.

    Ich würde Dir zu Sand aus der Aquaristik raten. Den gibt es in allen Größen und Farben und ist im Vergleich zu Terrariensand auch recht billig. Vogelsand würde ich generell nicht zur Haltung von Terrarientieren nutzen. Desweiteren kannst Du davon ausgehen das es zu 99% wenn es einheimischen Arten schadet, auch tropischen schadet.

    Gruß, Stefan

  • Hi, Jan

    ich habe auch schon Vogelsand mit Anisanteil verwendet und hatte keinerlei Beeintraechtigung der Fuesser.
    Woher hat du die Information, dass es Fuessern schaden koennte und wenn ja in welcher Weise?

    @ Stefan:
    <Vogelsand würde ich generell nicht zur Haltung von Terrarientieren nutzen. Desweiteren kannst Du davon ausgehen das es zu 99% wenn es einheimischen Arten schadet, auch tropischen schadet.>
    Worauf begruendest du deine Annahme, und das mit den 99% wuerde mich schon interessieren.

    Preislich macht das denke ich schon einen Unterschied, wenn ich2,5 kgVogelsand zu 49 cent bekomme und ich ein vielfaches fuer Aquariensand bezahlen muesste.

    Wenn du dir nicht sicher bist, Jan, kannst du den Sand auch waschen, da geht ettliches von dem "Anisoel" ab(ja, auch wenn es ein Oel ist).
    Wie gesagt, bei mir gabs keine probs, ich verwende den Billigvogelsand schon einige Jahre.

    LG,
    Shura und die ganze Bande

  • Danke erst einmal für die Antworten!!!
    Ich denke, dass ich den Vogelsand mit Anis erst einmal drin behalten werde....
    Wenn selbst unsere super Super Moderatorin mir davon nicht abrät, kanns ja so schlimm nicht sein. Immerhin ist der einheimische Tausi ja nach drei Wochen Aniseinfluss auch noch am Leben! Bis ich meinen heiss geliebten Maradonius parilis parilis bekomme, ist ja auch noch etwas Zeit. Wenn sich der Gesundheitszustand vom Polydesmus denticulatis ändert, sag ich bescheid...

    An Shura:
    Die Info hab ich unter dem Beitrag "Terrarium ok für Tausis?" im Forum für einheimische Tausendfüsser gelesen:

    @Jens:
    <hey, bei dem vogelsand würd ich vorsichtig sien. ich denke nicht das es gut kommt wenn da anis drin ist!>

    Da hast Du allerdings auch schon erwähnt, dass es bei dir mit Anis im Vogelsand keine Probleme gibt...
    Wollte nur noch mal wissen, ob andere da evtl. andere Erfahrungen gemacht haben.
    MfG und nochmals Danke
    JaN

    Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes...
    Salvador Dali

  • Quote

    Worauf begruendest du deine Annahme, und das mit den 99% wuerde mich schon interessieren.

    Guter Vogelsand ist für viele Terrarientiere z.B. zu fein. Bei Vogelspinnen könnten die Buchlungen verstopft werden. Auch enthält er oft scharfe Bruchstücke von Muschelschalen die zu Verletzungen bei Reptilien führen können. Mögliche enthaltene Antimilbenmittel sehe ich bei der Wirbellosenhaltung immer kritisch.
    Bei dem erhältlichen Billigvogelsand mag es anders sein.

    Zu 99% deshalb, da es in der Natur immer wieder Überraschungen gibt.
    Im Normalfall kann man davon ausgehen, daß es bei einheimischen Tieren einer Familie die auf einen Stoff mit Gesundheitsproblemen reagieren bei den tropischen ähnlich aussieht. Zumindest im Rahmen der normalen Haustierhaltung. Jedoch gibt es dann doch immer wieder die Ausnahmen das eine Gattung oder auch nur Art diesen Stoff verträgt oder sogar davon lebt.

    Deswegen würde ich im Zweifelsfall immer auf Nummer sicher gehen, den Tieren zu Liebe.

    Ich hoffe Dein Interesse ist damit befriedigt. ;)

    Quote

    Preislich macht das denke ich schon einen Unterschied, wenn ich2,5 kgVogelsand zu 49 cent bekomme und ich ein vielfaches fuer Aquariensand bezahlen muesste.

    Ok, daß ist wirklich günstig. Wenn ich mir qualitativen Vogelsand hole kostet der mich deutlich mehr als Aquariensand. Da bekomme ich das Kilo für 1,00 Euro.

    Gruß, Stefan

    Edited once, last by Stefan (February 20, 2007 at 12:41 AM).

  • Hallo zusammen,

    nun muss ich auch was dazu sagen. Als Chemikerin höre ich immer wieder die Regel: Gift ist eine Frage der Dosis.

    Wenn man mal überlegt, welchen geringen Anteil das Anisöl im Sand hat (der ist nämlich nicht billig und deswegen nur sehr gering konzentriert) und wenn man bedenkt, dass dieser Sand nur als Beimischung zur sonstigen Mischung (Totholz, Erde, Laub etc.) verwendet wird, dann ist die Dosis an Anisöl, dem unsere Krabbler ausgesetzt werden könnten, extrem gering.
    Zudem ist Anisöl flüchtig und wird aus dem Sand herausdiffundieren.

    Also bitte in diesem Fall nicht zu viele Gedanken machen.

    (Bei Haltung auf reinem Sand ist das natürlich was anderes)

  • Was soll ich noch sagen... :D
    Ich denke, meine Frage ist hinreichend und bestmöglichst beantwortet worden.
    Danke Euch allen!!!
    LG JaN

    P.S. : Ich habs auch nicht anders erwartet ;)

    Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes...
    Salvador Dali

  • Der anis ist für diplopoden wohl kein Problem, für Stabis schon. Hatten ein 2-etagen Terrarium in der Fachschaft geplant. Tausis lebendig, alle Stabis tot am boden.