Posts by BeetlebreederGermany

    Sphaerotherium werden bereits halbwüchsig verkauft - vermutlich sind die kleinen Exemplare aber bereits Geschlechtsreif. Nach erreichen der Geschlechtsreife folgen weitere Häutungen - ein bis zwei pro Jahr, diese erfolgen in ausgeglätteten, kreisrunden Kammern. Hauptsächlich im inorganischen Substrat. Die Tiere erschienen erst nach 1-2 Monaten wieder aus der Häutungskammer.
    Meine Exemplare haben sich hauptsächlich in der kühlen Trockenzeit gehäutet, es häuten sich aber auch Exemplare während der warmen Regenzeit.
    Vor der Häutung werden die Exemplare dunkel, rötlich-braun. Nach der Häutung sind sie wieder hell gelb-orange.

    Männchen und Weibchen lassen sich gut anhand der Form des Analschildes unterscheiden.


    Alles in allem sind die Sphaerotherium die einfachsten Riesenkugler.

    Ich denke, das sind keine Gigas, aber es sind definitiv irgendwelche Füsser.

    Ich habe einen, der nahe der Oberfläche war, rausgeholt. Der ist recht schnell rumgerannt, dafür dass er nur etwa 2,5-3 cm lang ist.

    Diese Füsser sollten da doch nicht drin sein, oder? Ich habe Mitte Juli erst das gesamte Substrat ausgewechselt. Da müssen gar nicht mal wenige von denen im Boden sein - ich habe an zwei Scheiben mindestens 5 von denen gefunden. Wie kann ich die denn wieder loswerden? 😔 Nochmals das gesamte Substrat und die komplette Einrichtung wechseln?

    Hallo,

    das scheint mir ein exotischer Oxidus gracilis bzw. Asiomorpha coarctata zu sein - kein einheimischer Polydesmida. Da sich diese Arten extrem vermehren, empfehle ich sie bei jeder Gelegenheit zu entfernen.

    Substrat austrocknen und einfrieren ist gut geeignet um sie loszuwerden.


    Viele Grüße

    Nach 3 Jahren wissen wir nun einiges mehr. Ich summiere mal meinen aktuellen Wissenstand:


    Südafrikanische Sphaerotherium lassen sich auf Laubwaldhumus langfristig (1-2Jahre) in Gefangenschaft halten.
    F1 Nachzuchten wurden schon produziert, allerdings hat die Aufzucht dieser noch nicht funktioniert.
    Temperaturspanne von 10-27 Grad ist ideal.
    Nachahmung des südafrikanischen Winters (10 Grad, trocken) und darauffolgenden Sommers (25 Grad, nass) ist essenziell um eine Nachzucht zu erzielen.

    Sie fressen bevorzugt Laubstreu und davon unsägliche Mengen. Sehr altes, stark verrottendes Holz und Moos werden gelegentlich auch angenommen.

    Sphaerotherium giganteum, orange:

    Sphaerotherium giganteum, grün:


    Sphaerotherium spec.?

    Mir liegt nur ein Exemplar vor, die Art soll aber kleiner bleiben als S. giganteum.

    Viele Grüße

    Ich habe nun 3 Jungtiere von Zephroniidae sp. Rusty vorliegen.

    Sie sind 25-30mm lang und gleichen den Adulttieren 1:1.

    Anbei noch weitere Bilder der Zephroniidae sp. Little Tiger.

    Die sehr langen Fühler sind gut zu sehen.
    Die Färbung ist nicht identisch.

    1x Zephroniidae sp. Black Männchen ist verstorben. Immerhin konnte ich es super frisch in Alkohol legen.

    Mit etwas Glück bekomme ich noch einen frischen Import in ein paar Wochen.

    Schade wie einfach es ist, an diese Tiere ranzukommen!

    MfG

    Jetzt aber noch ein Nachtrag zu Zephroniidae spec. Rusty. Ich kannte die Jungtiere dieser Art vor diesem Kauf nur von Fotos, aber jetzt habe ich sie selbst vorliegen. Sie sehen so aus, wie ich sie kannte.

    Ich muss meinen Beitrag korrigieren:

    nachdem Dr. Wesener konservierte Exemplare der „Jungtiere“ untersuchten konnte, hat es sich herausgestellt, dass es sich hierbei um eine andere Art handelt!

    Tatsächlich gibt es einige Morphologische Unterschiede, die ich vor seiner Untersuchung „unter den Tisch“ fallen lassen habe, da ich sie einfach für juvenile Merkmale gehalten habe:

    1. im Vergleich zu ihrer Körpergröße besitzen sie sehr lange Antennen.

    2. das Brustschild endet in einen abgerundeten Aussenrand.

    3. bei Einkugelung ragt das Analschild stark über den Rand des Brustschildes heraus.

    Leider lebt von dieser Art nurnoch 1 Exemplar.
    Hoffentlich kann ich weitere Exemplare erhalten und mit Glück auch hier eine Nachzucht erhalten.

    Die Art kommt im selben Verbreitungsgebiet wie die Zephroniidae sp. Rusty vor und ist mindestens genauso Anfällig. Sie sind womöglich minimal Oberflächenaktiver, aber das ist mit der geringen Gruppenstärke und schlechtem Gesundheitszustand schwierig zu beurteilen. Immerhin habe ich mitnerweile ein paar geeignete Futtermittel ermittelt.

    Bei Zephroniidae sp. Black scheint es sich um eine andere Gattung als Zephroniidae sp. Milky zu handeln, womöglich gehören sie der Gattung Prionobelum an. Ich konnte Dr. Wesener (leider) reichlich Material mitgeben, welches die Bestimmung oder gar Artbeschreibung letztendlich ermöglichen sollte.
    In ihrem Verhalten und Körperbau ähneln sich beide Arten sehr. Ich konnte mitnerweile folgendes Verhaltensmuster, insbesondere bei sp. Milky, feststellen:

    3-5 Tage lang sind die Tiere recht aktiv und krabbeln viel umher. Dies betrifft etwa die halbe Gruppe. Nachdem diese Bewegungsphase vorbei ist, verstecken sich die Kugler für 3-5 Tage in der Laubstreu/im Substrat und legen „Fresskuhlen“ an. Sie liegen auf der Seite und fressen über mehrere Tage hinweg. Währenddessen wird viel Kot abgesetzt und vermutlich findet in dieser Phase auch die Eiablage statt. Die Eier werden meist einfach lose zwischen Kotpellets abgelegt.

    Angenommen, dass das Verhalten normal ist, und die Morphologie der vielen Bewegung angepasst ist, habe ich folgende Hypothese formuliert.

    Im Habitat sind die Tiere an einem Ort und fressen dort. Es finden ggf. Paarungen und vorallem Eiablagen statt. Nach einigen Tagen wandern die Kugler von diesem Ort ab und suchen sich einen neuen Platz, wo sie sich erneut niederlassen und dort Eier ablegen.
    -

    Am liebsten würde ich 1 Jahr Urlaub nehmen und diese Kugler in den Cameron Hills persönlich beobachten. Wenige Arten interessieren mich so sehr wie diese.

    MfG

    Kleines Update…

    Glomeris maerens/lugubris haben einen grossen Schwung Jungtiere produziert, Glomeris klugii (neu bei mir) ebenfalls.

    Frisch sind Glomeris pulchra angekommen. Eine weitere Art, die ich nach 4 Jahren nochmal züchten möchte.

    Ich erwarte für nächste Woche 2 weitere Arten, leider ist jetzt im Sommer der allerletzte Glomeris annulata gestorben. Aber immerhin, ich hab die Tiere vor 4 Jahren bekommen. Das ist schon ein stattliches Alter.

    Auch neu: ein noch unbestimmter Glomerida aus Thailand. Im Handel wird die Art als Rhopalomeris carnifex „Dwarf Striped Corn“ verkauft, auch wenn’s eindeutig kein R. carnifex sein kann…

    Es handelt sich mMn. um Hyleoglomeris nigromaculata, ich erwarte aber noch die Bestimmung vom Profi ab. Körperlänge 8-10mm.


    Auch neu, eine kleine Rhopalomeris Art aus Südthailand.. höchstens 15mm.

    MfG

    Hallo,

    ich habe unzählige Eier im Substrat bei den Salpidobolus entdeckt, bald dürften die ersten Jungtiere auftauchen. Ich wollte die Truppe eigentlich in eine tiefere Box umsiedeln, aber das wird noch warten müssen bis die Jungtiere mindestens 2-3cm Körperlänge erreicht haben.


    Mich freut dies sehr und womöglich hatte Dr. Wesener recht, die Hitze des Sommers hat die Salpidobolus zur Vermehrung angeregt.


    MfG

    Unzählige Jungtiere im Substrat, Alttiere haben sich schon mehrfach gehäutet und auch die Jungtiere sind in einigen verschiedenen Größenordnungen vorhanden.

    Die Adultis sind immer nur im Substrat vergraben bzw. in der Laubschicht darüber. Nur ganz selten sehe ich ein Exemplar umherkrabbeln, also sie suchen schonmal kein Futter o.ä.

    Es handelt sich um eine Art der Gattung Castanotherium. Hoffentlich klappt die Zucht weiterhin so gut.

    Ich hab mich ein bisschen wie Solaris gefühlt, als ich diese Fotos gemacht habe. :)


    MfG

    Hallo,

    ich habe zwei Thyropygus Arten aus Thailand erhalten.

    Einmal 4.5 einer orange-gelben Spezies mit etwa 15-18cm Körperlänge und ein einzelnes Männchen einer bräunlicheren Spezies mit über 20cm Körperlänge.

    Die Weibchen haben direkt mit der Eiablage angefangen, ich bin gespannt wie die Nachzucht ablaufen wird.

    Tatsächlich habe ich die Tiere als Spirobolida gekauft, da ich kein Spirostreptida Fan bin hätte ich sie sonst nicht… aber da die Tiere sofort Nachwuchs produzieren, werde ich mir zukünftig vielleicht noch die ein oder andere Harpagophoridae zulegen und diese in diesem Thread zeigen. Eigentlich sollen die Familie äusserst schwer zu züchten sein, aber ich habe nun eine Hypothese aufgestellt, wie man sie zur Nachzucht bewegen könnte.

    Ich werde Berichte erstatten.


    MfG

    Wenn ohne Importen die Arten hierzulande nicht mehr verfügbar sind, liegt das dann daran, dass diese nicht so einfach nachzuzüchten sind und es Importen braucht um das auszugleichen? Oder gibt es einfach nicht genug Leute, die die Tiere nachzüchten?

    Hallo,

    es ist eine Mischung aus beiden Aspekten.

    Bei vielen Arten wird nicht von Verkäuferseite nicht mitgeteilt, wie man sie züchtet und da diese sich unter den Standardbedingungen nicht oder nur schlecht vermehren, braucht es regelmäßig Wildfänge als Nachschub. Archispirostreptus, Ophistreptus, Coromus, Spirostreptidae sp. 8, Pelmatojulus, Harpagophoriden als Beispiele mal aufgezählt.

    Das ist beispielsweise bei vielen afrikanischen Spezies der Fall, die mögen einen Regen-/Trockenzeitenwechsel um sich zu vermehren.

    Der Shop sagt dir aber, du kannst die Tiere bei 20-24 Grad und 60-80% Feuchtigkeit halten.

    Halten geht schon. Ob du Nachwuchs erhältst ist eine andere Frage.

    Zudem sind dem Hobby wohl viele engagierte, teils Jahrzehntelang aktive Züchter wohl verloren gegangen, was seine Auswirkungen hat.


    MfG

    Von der Seite habe ich das noch gar nicht betrachtet und das erstaunt mich doch etwas. Ich dachte, es gibt überall zig Artenschutzregeln, die bei Tieren aller Art die Aus- und Einfuhr in die meisten Länder verbietet oder nur mit bestimmten Dokumenten erlaubt. Dass Privatpersonen mal ein paar Tiere im Koffer mitbringen ist für mich durchaus nachvollziehbar - dass aber große Mengen durch Händler exportiert werden, das erstaunt mich dann doch (und ich stimme dir da voll zu, das das für viele Arten schnell zu einem Problem werden kann). Liegt das daran, dass die Arten nicht beschrieben sind, und deshalb die Tiere unter keine der entsprechenden Regeln fallen - oder ist das bei bestimmten Ländern generell nicht verboten?

    Das ist natürlich vom Land abhängig, aber viele erlauben den Export Wirbelloser Tiere.

    Ohne Importe würde es im Füsser Hobby nicht so gut aussehen, da würden einige Arten wegbrechen.

    MfG

    eine wissenschaftliche Beschreibung einer neuen Art nicht mal eben so gemacht ist, ist mir klar. Ich kenne das ein wenig von Kakteen-Arten und könnte mir vorstellen, dass das bei Tieren noch umfangreicher ist. Es hat mich nur sehr überrascht, dass neue unbeschriebene Arten so einfach über Kleinanzeigen zu bekommen sind...

    Hallo Katja,
    neue Tausendfüßerarten werden nicht nur durch Privatpersonen „entdeckt“ und in das Hobby gebracht, der kommerzielle Handel ist eigentlich die Hauptquelle an Arten, die erst wirtschaftlich ausgebeutet werden bevor sie wissenschaftlich beschrieben sind. Die letzten 2/3 Jahre kamen einige Salpidobolus aus Sulawesi nach EU/UK, bestimmt ein Dutzend verschiedene Typen und allesamt der Wissenschaft unbekannt. Das ist nur ein Beispiel, was eben auch durch der schlechten Wissensstand der Forschung zu erklären ist.

    Mir ist es lieber wenn Privatpersonen mal 5; 10 oder vielleicht 20 Exemplare im Koffer mitbringen anstatt die Tiere durch Sammler und Exporteure in den Handel zu bringen. Dafür werden Arten nämlich in Hunderten bis Tausenden Stückzahlen eingefangen und exportiert.

    MfG

    Hallo,

    ich habe durch Glück einen weiteren Import erwischt und konnte mich mit frischen Exemplaren der vorherigen Arten und einer neuen, dritten eindecken.

    Ich muss hierzu aber auch erwähnen, dass wenn 80% dieser Exemplare erneut in 2-3 Monaten absterben, dass das dann erstmal der letzte Versuch mit diesen Arten war.

    Das ist weder zuträglich für den Geldbeutel noch kann ich das weiterhin mit meinem Gewissen vereinbaren.
    Wenn die allermeisten Importe dieser Arten so schlecht laufen, dass die meisten Individuen schon zum Tode verdammt sind, dann muss man diese Arten aufgeben.
    Ich kann und will mir nicht 100 Riesenkugler kaufen, damit ich 90 beim sterben zusehe und mit Glück 10 fitte Exemplare dabei habe!

    Das ist einfach nicht akzeptabel.

    Kommen wir nun

    zu den eigentlichen Tieren:
    1. 9x Zephroniidae spec. Rusty, 6x adult und 4x juvenil

    2. 10x Zephroniidae spec. Milky, adult

    Die sind soweit nichts neues, die kennen wir im Hobby ja alle schon seit 20 Jahren, wenn nicht schon länger.

    Jetzt kommt aber der Knüller:


    3. 9x Zephroniidae spec. Black, adult

    Das ist eine lack-schwarze Art, die den vorherigen Z. spec. „Milky“ extrem ähnlich sieht.

    Der Körperbau beider Arten ist extrem ähnlich, in der Färbung unterscheiden sie sich gut wie man erkennen kann. Meine Zephroniidae spec. Black sind im Schnitt etwas kleiner als die Z. spec. Milky, aber aufgrund der kleinen Importmenge ist die tatsächliche Größenspanne der Art schwierig zu bestimmen. Auch diese können schnell schreiten und fallen eben durch den untypischen Ratio von Brustschild zu Analschild auf.

    Ich bin besonders gespannt was Dr. Wesener zu dieser Art sagen wird, da ich Ihm bei nächster Gelegenheit ein in Alkohol konserviertes Männchen überreichen werde.

    Rechts dasselbe wie links nur „in grün“.

    Interessanterweise wurden diese Tiere aber zusammen mit der ersten Art, unter demselben Namen wie diese, importiert und verkauft.
    Und da stellt sich mir die entscheidende Frage, wieso ist das so?

    Da möchte ich noch anmerken, dass ich diese Art wissentlich noch nicht gesehen habe.
    Ich habe bisher einen Wildfund dieser Art ausfindig machen können, wo sie zusammen mit Z. spec. Milky vorkommt. Aber das sagt uns nicht viel.

    Die Exporteure oder Sammler sehen definitiv, dass das eine andere Art sein muss als die Z. spec. Rusty, keine Frage.
    Die Ähnlichkeit zu Z. spec. Milky ist eindeutig.
    Ich vermute, die zwei Arten kommen im selben Areal vor, oder besitzen zumindest ein überlappendes Verbreitungsgebiet. Ggf. ist es auch so unwirklich oder klein, dass die Art schwierig zubekommen ist.
    Somit werden sie einfach gemeinsam eingesammelt und vertickt…

    Alternativ ist diese Art seltener und der Aufwand, sich einen zweiten Namen auszudenken und alles lohnt nicht, deshalb wird sie bei Z. spec. Rusty Importen „untergemischt“.

    Möglicherweise ist diese Art auch so fragil, dass die Exporteure meist garnicht genug haben, um die Art separat anzubieten. Wenn dann zufällig welche mit eingesammelt werden, dann kommen die halt auch in den Verkauf, aber eine gezielte Suche lohnt sich nicht weil die meisten zu schnell versterben…?

    Womöglich sind die Sammler/Exporteure, die Zugang zu dieser Art haben, auch exklusiv für bspw. den asiatischen Markt und kommen daher nur selten in Europa an.

    Alles nur spielerische Gedankengänge, um das Fehlen dieser Art im Handel zu erklären…
    Wieso auch immer diese Art hier selten angeboten wird, ich bin froh diesen Import erwischt zu haben.


    Jetzt aber noch ein Nachtrag zu Zephroniidae spec. Rusty. Ich kannte die Jungtiere dieser Art vor diesem Kauf nur von Fotos, aber jetzt habe ich sie selbst vorliegen. Sie sehen so aus, wie ich sie kannte.

    In ihrer Farbgebung sind sie absolut typisch.


    Da muss ich aber über meinem Sonderfall aus dem letzten Zephroniidae spec. Rusty Import zurückdenken. Das adulte Exemplar mit der invertierten Zeichnung. Links normal, rechts Sonderfall:

    Das Jungtier von Zephroniidae spec. Rusty trägt orangene Segmente mit dünnen, schwarzen Außenrändern und ein orangenes Analschild. Das adulte Exemplar trägt orange-rötliche Segmente mit einem stark ausgeprägten, schwarzen Rand. Dieser ist bei den adulten Tieren so dick, dass er in ausgestreckter Körperhaltung den zuvor orangenen Anteil übernommen hat. Erst bei Einkugelung der adulten Tiere ist der innere, aber verkleinerte orangene Anteil wieder zu erkennen.

    Mein Sonderfall trägt das orange-rötliche Analschild, aber die Außenränder der Segmente sind orange, die Innenränder sind schwarz. Somit ist das nicht einfach die beibehaltene Juvenilfärbung, sondern die oben erwähnt, die Invertierung der adulten Farbgebung.

    Es ist mir ein Rätsel!

    Nun hoffe ich, dass diese Exemplare stabiler sind und nicht alle direkt umkippen. Hoffentlich klappt vielleicht sogar die Nachzucht dieser Gruppen.


    MfG

    Danke. Das erklärt einpaar Dinge. Wenn meine Tiere direkte Nachzuchten der originalen Elterntiere von Maratua sind (was krass ist - selbst wenn es die Großeltern wären, ist das noch krass), dann sind diese wahrscheinlich noch am Leben und es war noch nicht möglich deren Gonopoden genauer zu untersuchen, um sie zu bestimmen?

    Wie gesagt, es handelt sich um eine Rhinocricidae. Wahrscheinlich eine neue Art.

    Ich habe meine Tiere von Dr. Wesener bekommen, der hat sie vom Sammler auf Kleinanzeigen. Eine genauere Bestimmung ist aktuell nicht bekannt.

    Ich habe dann aber mal eine Frage BeetlebreederGermany: Du hast geschrieben, dass du diese Art auch hast und dass sie es vermutlich gar nicht so warm haben möchten. Das hat mich jetzt etwas verwirrt. Hast du da Erfahrungen/Beobachtungen, die das vermuten lassen? Ich hätte, nach allem was ich heute so nachgeschaut habe, eigentlich vermutet, dass sie es noch wärmer haben wollen als die Gigas? Maratua Island liegt grob geschätzt mit google Maps keine 300km vom Äquator entfernt. Ist es da nicht übers Jahr generell viel wärmer als die angegebenen 22-26 Grad? Im Moment sind da laut meiner Wetter-App zwischen 27 Grad nachts und 31 Grad tagsüber. Das heißt, dass es doch eigentlich auch im Boden im Regenwald eher warm sein müßte, wenn solche Temperaturen über eine gewisse Zeit herrschen? Ich war leider noch nie in einem Regenwald oder in der Nähe des Äquators, so dass ich nicht wirklich einschätzen kann, wie sich das Klima da am/im Boden so verhält.

    Lufttemperaturen sind immer deutlich höher als die Bodentemperaturen. Und im Dschungel unter dem Blätterdach sowieso.

    Diese Tiere leben wahrscheinlich am Fuße von Urwaldriesen, am Mineralboden, wo sich tote Blätter ansammeln. Alternativ unter morschen Stämmen. Diese Mikrohabitate isolieren den Boden und sorgen für konstantere, kühlere Temperaturen mit hoher Feuchtigkeit.
    Zudem fallen in den Tropen die Temperaturen nachts auch mal auf 10-15 Grad Celsius, genau dann wenn auch viele Tausendfüßer an der Oberfläche aktiv werden. Viele Arten sind der Hitze nicht so sehr ausgesetzt wie man meinen möchte.

    -> Sprichwort Tageszeitenklima.

    Ich würde für die Rhinocricidae 18-23 Grad vorschlagen, wobei bei unter 20 Grad vielleicht keine Vermehrung stattfindet, aber zum Überleben ist es kein Problem.

    Für A. gigas kann es eher 22-26 Grad sein, langfristig aber mit geringerer Luftfeuchtigkeit, je nachdem ob man gerade eine Regenzeit oder Trockenzeit simuliert. A. gigas aus Ostafrika ist ein Bewohner von Baumsavannen und Wäldern, dort gibt es ein Jahreszeitenklima mit abgegrenzten Jahreszeiten und vorallem in vielen Teilen des Verbreitungsgebietes bildet die Vegetation schlicht und ergreifend kein so dichtes Blätterdach wie ein Regenwald, was mit höherer Luftfeuchtigkeit einhergeht.


    MfG

    Vielleicht magst du auf Kleinanzeigen mal die genauen Haltungsbedingungen erfragen und ob das wirklich eigene Nachzucht ist oder ob so kleine Tiere ins Land gebracht wurden. Vielleicht ist der Halter ja bereit, einen Vermerk in seine Anzeige zu machen, dass die Tiere nur an erfahrene Leute abgegeben werden sollten.

    Es handelt sich Nachzuchten, die Elterntiere wurden aus dem Urlaub mitgebracht.