Posts by BeetlebreederGermany

    Nun gut - möchtest du damit ausdrücken, dass ich mir Beiträge sparen soll, die etwas mehr "ins Detail" gehen oder vielleicht ein wenig mehr Nachdenken erfordern. Soll ich einfach, wenn ich über derartige Infos "stolpere" gleich zu mir selbst sagen: Ach, darauf hat eh keiner eine fundierte Antwort, also poste ich die entsprechende Info und meine Fragen dazu erst gar nicht?

    Hallo,

    die Frage hast du dir damit selbst beantwortet.


    MfG

    Guten Abend,

    ich übergieße sämtliches Substrat mit kochendem Wasser bevor es auf dem Kompost landet. So kommen keine Trauermücken, Milben, Pilze oder sonstiges in die Außenwelt.

    Stichwort Faunaverfälschung!

    Der Geruch ist ein bisschen unangenehm, aber man hält es aus. Vorallem wenn man es in kleinen Mengen macht.


    MfG

    Hallo,

    nein, das sind keine Trauermückenlarven. Würde wegen der Form eher von einer Enchyträe als von einem Nematoden ausgehen.

    Letztere tauchen teilweise mal auf, sie schädigen Tausenfüßer oder Käferlarven in meiner Erfahrung nicht, aber sie entwerten das Substrat schnell. Sie werden durch hohe Feuchtigkeit begünstigt.


    MfG

    Das Vorkommen gewisser Pflanzenarten kann dir viel über den Boden aussagen, da manche Arten nur auf sauren Böden wachsen, andere nur auf basischen.

    Folgende Arten findest du bevorzugt oder ausschliesslich auf sehr sauren Böden: Waldhainsimse, Heidelbeere, Adlerfarn, Weissmoos, Besenginster…

    Guten Abend,

    da muss ich tatsächlich schmunzeln… bis auf den Adlerfarn kenne ich die genannten Pflanzen alle aus meiner Gegend. Sie wachsen teils da, wo ich mein Laub sammele. Der Boden hier ist tatsächlich nicht auf Kalkbasis, wenige Kilometer weiter sieht es aber schon anders aus, dort gibt es große Flächen mit Kalkstein.

    Das hier vorhandene Buchenlaub zersetzt sich unfassbar langsam. Jetzt ist mir auch klar warum. Eben kein Kalkbuchenwald.

    MfG

    Guten Abend

    Saftkugler sind vielleicht etwas anspruchsvoller beim Futter, aber Buche und Eiche funktionieren bei den meisten anderen Füssern. Eine längere Zersetzungszeit ist nicht nur ein Nachteil, das Substrat hält auch länger.

    Sorry wenn ich mich da so dazwischenschalte, BeetlebreederGermany korriegiere mich bitte wenn das so für Saftkugler nicht stimmen sollte.

    LG, Mohammed

    Eichen- und Buchenlaub sind im richtigen Zersetzungsgrad durchaus geeignete Nahrungsquellen, vorallem Eichen sind ein wiederkehrendes Merkmal in europäischen Saftkuglerhabitaten, egal ob in Eichenwäldern hier in Deutschland oder an Geröllhalden in Griechenland.

    Zumindest Buchenlaub zersetzt sich bei mir in einem akzeptable Rahmen (4-8Monate) mit der erwähnten Methode nicht weiter als das, was man als klassischen LWH kennt. Meine Kugler meiden dieses Laub fast vollständig, wenn anderes vorhanden ist. Es ist nicht zersetzt genug.
    Sicherlich kann man auch Buchenlaub auf einen passenden Zersetzungsgrad kriegen und es ohne Probleme verfüttern. Das herauszutesten ist gerade aber nicht meine höchste Priorität.

    Selbiges müsste sich grob auf Eichenlaub übertragen lassen, jedoch liegen mir mit Eichenlaub keine praktischen Erfahrungen vor.


    MfG

    Huhu,

    ich möchte hier kurz einmal nachfragen, wo ich diesen Beitrag von T. Wesener finde? Aufgrund deines Berichts bezüglich des Esskastanienlaubs hatte ich nämlich auch schon angefangen, welches zu sammeln und zu lagern, um es für meine Tausis vorrätig zu haben. Kugler scheinen aber wohl noch einmal ganz andere Ansprüche an die Beschaffenheit des Futterlaubs zu haben, wie ich deinen Ausführungen entnehme. Bedeutet das nun, dass Esskastanienlaub für die Tausis OK wäre?

    Hallo,

    Thomas Wesener hat das in einem Beitrag im Forum von ihm erwähnt. Einfach mal danach suchen. Esskastanie sollte für die gezüchteten Arten passen.

    Wo findet ihr Esskastanien? Bei uns gibts nur Rosskastanien und eben vorherrschend Buche.


    Esskastanie kommt bei mir natürlich vor. Ansonsten kann man in Parks, Gärten, etc pp Glück haben.


    MfG

    Hallo,

    das steht im warmen Haus. Frisches Laub von diesem Jahr habe ich sofort angesetzt, da meine Kugler jahrrum fressen und das Laub seine Zeit benötigt, bis es fressbar ist.

    Esskastanienlaub ist noch immer das einzige Laub, welches ich Mengen erfolgreich anwende. Buchenlaub zersetzt sich für meine Arten (fast) nicht genug - es hat letztendlich so ca die Beschaffenheit von Laubwaldhumus. Noch zu hart.
    Im selben Zeitraum wird Esskastanie zum perfekt fressbaren Laub, aber das ist wohl nicht die beste Laubart für die Kugler (siehe Beiträge von Thomas Wesener). Bezogen darauf laufen bei mir gerade Versuche. Infos gibt es, sobald ich konkrete Ergebnisse hab.


    MfG

    Guten Tag,

    diese zwei Sätze möchte ich kurz ansprechen. Da sie mich auch etwas verwundern. Von der Erläuterung im Beitrag über meinem abgesehen.

    Ob Sprühen Paarungen entgegenwirkt, kann ich aus meiner bisherigen Praxis verneinen. Ich hab trotz täglichen Sprühens massig C. splendidus-Nachwuchs im Terra (über 100).

    Starkes Sprühen, Erhöhung der Feuchtigkeit ist für viele Arten ein ausschlaggebender Faktor zur Vermehrung. Die allermeisten afrikanischen Diplopoden in unseren Zuchten stammen nicht aus dem äquuatorialen Zentralafrika (DRK, …). Dort ist es ganzjährig heiß und feucht. Aber bereits in Kamerun, vergleichsweise nah zum Kongobecken, ist die Abfolge von Trockenzeiten auf Regenzeit klar erkennbar. Noch stärker ist es weiter südlich, in Simbabwe, Tanzania, Südafrika etc ausgeprägt (natürlich mit regionalen Ausnahmen/Unterschieden). Auf stark varrierende Wetterverhältnisse sind viele Arten nicht nur gewöhnt, sondern auch angepasst(!). Starke Regenereignisse läuten oftmals die Paarungszeit ein, da die Trockenperiode(n) anscheinend nicht ausreicht, um das Überleben des frischen Nachwuchses zu ermöglichen.

    Somit erfolgt die starke Vermehrung bei deinen Tieren nicht trotz, sondern eher wegen des vielen sprühens.


    Das wollte ich nur anmerken.


    Mit freundlichen Grüßen

    Guten Tag,

    nur ein kleines Update: ich habe „Stück für Stück“ sieben der Hyleoglomeris sp. Vietnam Wildfänge in eine neue Box überführt, eine geräumige 22ltr IKEA Samlabox. Somit möchte ich die Vermehrung der Kugler in ihrem kleinen 5ltr Heim begrenzen. Mit den Dutzenden von Jungtieren wird es sonst etwas eng.
    Was mir aber auffällt, ist die rigorose Meidung von Flechten- und Moosästen der Separierten. Die Jungtiere (und geringfügig die Alttiere) fressen jene in großen Mengen, während die sieben Alttiere im neuen Heim diese völlig meiden.

    Hier einer der „Übeltäter“.
    Ein weiteres Exemplar.
    Bei den Rhopalomeris cf. carnifex konnte ich gerade diesen morgen 4 winzig kleine Jungtiere auf der Oberfläche beobachten. Hier eines der Alttiere.

    Die Glomeris hexasticha Gruppe hat sich durch massiven Wurmbefall im Substrat und zu hoher Feuchtigkeit leider -ca- halbiert.

    Mit dem Ende der Winterruhe werde ich den Überlebenden eine neue Box einrichten, frei von Gewurm und (zumindest temporär) Trauermücken. Selbiges für die Loboglomeris rugifera, die aktuell zusammen mit den übrigen Pyrenäenarten eine kleine Box bewohnen. Die Häufigkeit der Art im Habitat sowie die gelungene Eiablage letztes Jahr stimmt mich zuversichtlich, dass ich die Art dieses Jahr erfolgreich nachzüchten werde. Die dafür nötige, kleine Veränderung der Boxeneinrichtung schwebt mir bereits vor.

    Mit dem Start des neuen Jahres freue ich mich ebenfalls auf ein paar Neuankömmlinge in meiner Zucht.


    MfG

    Hallo Kordel ,

    die Verwendung von FlakeSoil ist garantiert sicherer als der PKW, in den du womöglich jeden Tag einsteigst.

    Wenn du FlakeSoil erhältst, lagerst du es eine Woche oder zwei feucht und gut belüftet. Wenn es sich in der Zeit nicht erhitzt und keinen seltsamen Geruch abgibt ist es absolut sicher, wenn man es pur anwendet.

    Eine Beimengung von LWH/WFH kann eben eine Fermentation auslösen, je mehr zugegebenes Material, desto eher. Aber auch dafür gibt es keine Garantie. Wenn man die Arbeit und die Qualität des Substrates betrachtet, kann man eine oder zwei Wochen abwarten durchaus „in Kauf nehmen“. Immerhin ist es kein schnöder LWH.

    Die zehn-tausenden jährlich auf FlakeSoil aufgezogenen Käferlarven und Tausendfüßer sprechen meiner Meinung nach eindeutig für die Sicherheit von FlakeSoil. Die richtige Handhabung ist in allen Bereichen des Lebens wichtig. Auch bei Substraten.


    MfG

    Guten Mittag,

    pünktlich zu Weihnachten konnte ich noch ein paar Kugler im „Tannengrün“ (Moos) ablichten.

    Hier erkennt man die verschiedenen Präferenzen. Das Moos, das auf Holz wächst wird von meinen europäischen Arten und den Hyleoglomeris vollständig gefressen. Bei „Kissenmoosen“ wird von den meisten meiner Arten nur die unterste Detritusschicht, bestehend aus bereits zersetzten Moos gefressen.

    Die Rhopalomeris meiden nahezu jedes Moos, dass ich bisher angeboten habe.

    Hyleoglomeris Jungtiere:

    Glomeris marginata Jungtiere im Detritus:

    Glomeris connexa am Detritus und frischen Moos selbst:




    Die Unterscheidung zwischen verschiedenen Moosen und deren Komponenten ist ein wichtiger Faktor in der korrekten Futterbeschaffung.

    MfG

    Guten Morgen,

    diese Milben würde ich Stratiolaelaps scimitus (Online noch unter dem Synonym Hypoaspis miles zu finden) oder einer verwandten Art zuordnen. Dabei handelt es sich um eine Raubmilbe, die sich von Trauermückenlarven, Springschwänzen und anderen Milben ernährt.


    Sind bei vielen Haltern gerngesehen, insbesondere im Kampf gegen Trauermücken.

    MfG

    Guten Mittag,

    ich rate jedem sich auch etwas in Taxonomie bzw. die Klassifikation von Tausendfüßern (und Wirbellosen allgemein) einzulesen.

    Ein paar allgemeine Worte:

    Hybridisierung ist bei Unterarten am ehesten zu erwarten, Hybridisierung verschiedener Arten einer Gattung kommt selten(er) vor, ist aber nicht völlig ausgeschlossen. Bei Vertretern verschiedener Gattungen ist die Hybridisierung quasi völlig auszuschließen. Tausendfüßer mit ihren komplexen Geschlechtsorganen sind sehr effektiv in der mechanischen Isolation.

    Alleine bei einigen Seidenspinnern (Saturniidae) aus Asien kenne ich Beispiele, wo Gattungsübergreifende Hybriden vorkommen.

    Die Taxonomie ist häufig nicht auf dem ultimativen Stand, so können Arten Gattungen fälschlicherweise zugeordnet sein oder Gattungen verlieren ihre Gültigkeit (Stichwort Polyphylum).

    Zudem ist Evolution ein anhaltender Prozess und die Entwicklung verschiedener Arten und Gattungen ist nie abgeschlossen, da immer quasi immer eine Weiterentwicklung stattfindet.

    Ich hoffe meine Unterbrechung dieser Fotogalerie ist nicht zu lang geworden.

    MfG

    Guten Morgen,

    ich möchte noch anmerken, dass Anadenobolus monilicornis von Florida (eingeschleppt), über die Karibik bis nach Venezuela und Brasilien vorkommt. Das Klima dort tropisch, die Art ist an hohe Feuchtigkeit angepasst und wird dir Pape die beschlagenen Scheiben sicherlich nicht übel nehmen. Sorgen über Footrot oder ähnliche Erkrankungen (Pilze, etc) würde ich mir keine machen, die Art ist recht robust und perfekt für Anfänger geeignet, wenn man von der versteckten Lebensweise absieht.

    MfG