• Guten Tag,

    dank der Börse Hamm kann ich einen interessanten Riesenkugler als Neuzugang zu begrüßen.

    Es handelt sich um einen noch unbestimmten Vertreter der Zephroniidae aus Java, Indonesien.

    Diese Sphaerotheriida Art wurde in der Vergangenheit bereits nach Europa importiert und hier anscheinend auch nachgezüchtet. Eine erfolgreiche Nachzucht von einem asiatischen Züchter liegt mir ebenfalls vor.

    Es handelt sich um grau-grünlich, braune Tiere mit einer variablen Farbbinde an den Segmenträndern. Die Farbgebung wird erst mit zunehmender Größe ausgebildet, die Jungtiere sind einfarbig grünlich-braun.
    Die Körperlänge liegt bei dem größten Exemplar bei über 40mm, das sind also richtige Brummer.

    Meine Gruppe besteht aus vier (4) (vermutlich) adulten Exemplaren, davon drei Männlich, elf (11) „semi-/subadulte“ (1-2/3 der Körperlänge) Exemplare unbestimmten Geschlechtes und einer großen Anzahl von kleinen Jungtieren. Sie wurden vor 2 Monaten mit Waldboden und (weißfaulen)Holz vom Fundort gesammelt. Der Waldboden ist mitnerweile aber völlig in Kot umgewandelt, das Holz fast völlig aufgefressen.

    Aktuell bewohnen sie eine 10l IKEA Samlabox deren Deckel eine große Lüftungsfläche mit Gaze beinhaltet.
    In der Box sind etwa 1,5l Originalsubstrat vom Fundort auf der einen Seite und aufgekalktes BlackSoil auf der anderen Seite. Beide Substrate sind sehr feucht gehalten. Einen Flechtenast, morsche und bemooste Rinde, verschiedene Stücke Holz sowie Laub habe ich dazugegeben.

    Die Kugler sind entweder im Substrat vergraben (hauptsächlich die kleinen Jungtiere) oder sie sitzen auf der BlackSoil-Seite, wo sie dieses oder das Laub fressen. Kein nervöses Umherkrabbeln, nur fressen.

    Hier sieht man schon die zweite Laubportion, die die Riesenkugler mitnerweile verdrückt haben.
    Das nenne ich mal einen gesunden Appetit.

    Die ersten Kotpellets sammeln sich dort auch schon an.

    Leider wurden mir die Tiere erst so spät nach dem Sammeln angeboten, doch bin ich dank der Haltung des Vekäufers sicher, dass die allermeisten der Kugler stabil sind. Sechs der kleinsten Jungtiere (Glomeris Größe) sind leider seit Sammlung verstorben, was aber aufgrund der Umstände keine Überraschung ist.

    Da diese Art bereits nachgezogen wurde bin ich zuversichtlich, dass es mir auch gelingen kann.

    Ich werde berichten, wie sich dieses Zuchtprojekt verhält.

    MfG

  • Hallo Beetlebreeder


    Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Nachzucht.

    Das sind richtig hübsche Tiere.

    Hallo Waldfee,

    vielen Dank. Ich bin durch Zufall über einen weiteren Züchter gestolpert, der diese Art ebenfalls nachgezüchtet hat. Da bleibt mir die Spucke weg. :)


    Aktuell befinden sich mindestens drei Exemplare in der Häutung. Zwei ihrer abgestreiften Häute hab ich mir schonmal stibitzt, bevor sie in der Box zerfallen.


    Ich überlege, diese drei Exemplare (sobald sie ausgehärtet sind) in eine kleine Box zu überführen, um das weitere Wachstum zu dokumentieren. Im Besten Falle kann ich noch von jedem Exemplar 2-3 Häutungen bekommen, was super für meine Sammlung wäre. Zudem feines Referenzmaterial.

    An den drei kann ich dann auch gut Futterpreferenzen beobachten, ohne immer die ganze Gruppe zu stören.


    MfG