Sterberate bei 1000sis

  • Hi, wollte mal generell fragen wie hoch die Sterberate der 1000sis bei euch ist?
    Also ich bin bestimmt kein Anfänger auf dem Gebiet der Terraristik ( habe seit 35 Jahren Terrarien und Meerwasseraquarien, hatte schon Leguane, Agamen, Frösche, Kröten, Schlangen, Schlammspringer, Käfer, Spinnen, Ameisen,...und hatte so gut wie, bis auf einen Fisch, nie Ausfälle)
    Bei meinen 1000sis ist das anders, hätte nie gedacht das die so empfindlich sind!
    Habe jetzt von meinen 35 Stück schon 7 Ausfälle, 1 Spiro Spec1, 2 Dendros aber schon 4 Aoutiis. Ist diese Art vielleicht besonders empfindlich? Wie siehts bei euch aus?

    L.G. Frank

  • Hm wie sehen denn deine Haltungsparameter aus? (Bodenzusammensetzung, Temperatur, Luftfeuchte?)
    Ich kann da selbst eigentlich nicht sagen, dass die Arten sonderlich empfindlich sind.
    Habe alle 3 Arten selbst auch schon gehalten und nie Ausfälle gehabt.
    Werde jetzt auch wieder T. aoutii zum Wiedereinstieg von Shura bekommen und denke dass es da keine großen
    Probleme geben wird. Sind im Prinzip alle 3 recht robuste und nicht sonderlich schwer zu haltende Arten.

    Lg
    Daniel

  • Ich kann mir nicht vorstellen das es an den Haltungsparametern liegt, da is ja auch eigentlich nicht viel zu machen. Zimmertemperatur: 20-25C°, gesprüht wir täglich, Äste , Moos und Erde hab ich aus dem Wald, dazu zersetzte Blätter und weißfaules Holz. Substrathöhe 10-20cm. Im Sommer könnt ich mit der Temperatur Probleme bekommen, da Dachwohnung.

  • Sind das adulte Tiere die dir sterben? Ich muß für meinen Teil sagen, dass ich mit den T. aoutii auch Probleme habe(oder eben nicht mehr :wacko: ), allerings hatte ich von denen auch immer adulte und da weiß man ja nie so recht ob das dann Altersschwäche ist an dem sie sterben- wobei das schon mehr als Zufall wäre wenn die alle schon steinalt gewesen wären(bei mir waren es 3)...

    Viele Grüße

    Viele Grüße...

    • Official Post

    Das muss man einfach differenzierter betrachten.

    Es ist bei [lexicon]WF[/lexicon] so, wie Syrielle schon schreibt, dass man nicht weiß, wie alt die Tiere sind und vor allem welchen Lebenslauf sie schon hinter sich haben. Eventuelle miserable Haltung beim Exporteur, ebenso beim Importeur und dann auch beim Händler. Da müssen die noch nicht mal steinalt sein um zu sterben. :S

    Bei Jungtieren nimmt die Sterberate mit dem Alter und der Größe ab.
    Erhält man Jungtiere zwischen 10 und 20 mm Länge, rechne ich immer mit einer Ausfallrate von 30-60% bis zum Erwachsenen, je nach Art, mehr oder weniger.
    Erhält man größere Tiere reduziert sich diese Rate mit jeder bereits geglückten Häutung.

    Es gibt natürlich auch Sensibelchen, die nur enge Haltungsparameterbereiche (tolles Wort :) ) zulassen, da ist die Rate dann auch höher.

    Zu den Telos (grüne Variante) muss ich auch sagen, dass die letzten 5 Jungtiere (12-15cm), die ich verschickt habe auch nicht mehr leben. Ich denke schon, dass die nicht so einfach sind.

    Auch bei den anderen beiden angesprochenen Arten ( Dendros u. Spec.1 ) stirbt mal der eine oder andere bei den großen Nachzuchttieren.

    Gruß, Sol :wink:

  • Habe vor einigen Monaten auch einige Wfs, Ursprungsland Nigeria, bekommen, bei diesen hatte ich auch teils (ziemlich starke) Ausfälle, auch bei "einfachen" Arten (Telodeinopus aoutii, Pelmatojulus ligulatus). Die Tiere waren bereits sub-/adult. DIe Haltungsparameter waren meiner Ansicht vollkommen in Ordnung, so wie ich sie eben auch bei meinen anderen Füßern hab, die sich auch gut machen und vermehren.
    Die Ausfallrate war hier von Art zu Art unterschiedlich.
    Die Telos haben sich mittlerweile auch zum Glück schon vermehrt.
    Meine Theorie dazu:
    Die Darmflora der Füßer stellt sich in den juvenilen Stadien stark auf die angebotene Nahrung im Herkunftsgebiet ein und daher haben die Tiere in unseren Terrarien Schwierigkeiten sich auf die hiesige Kost einzustellen und können diese nicht optimal aufschließen.

    Die Schlußfolgerung daraus ist, dass bereits die F1-Generation, welche hier in unseren Terras geschlüpft ist, die hiesige Nahrung viel besser aufschließen kann und es deutlich weniger Ausfälle gibt, als bei adulten WFs.

    LG
    Phili

  • Sowohl die Theorie von Philli ist plausibel, als auch die Schlußfolgerung :)
    Ich teile die Meinung, dass es aufgrund von Nahrungsumstellung und daraus resultierender Störung der Darmflora
    durchaus zu Ausfällen kommen kann. Auch darin, dass eben in der F1 dann die Tiere gegenüber der neuen Nahrungsquelle toleranter
    bzw. unempfindlicher sind, stimme ich absolut zu, da diese Tiere von Anfang an auf das hiesige Futter konditioniert sind und sich die Darmflora
    von Beginn an darauf einstellen kann. Somit kommt es nicht zu Irritationen der Darmflora und einer daraus resultierenden starken Belastung des Tierorganismus,
    was die Nachzuchttiere stabiler macht.

    lg
    daniel

  • Bei Tieren aus dem Zoohandel wundert mich diese Ausfallrate gar nicht. Die Tiere werden dort meist in viel zu trockenen Terrarien gehalten, die dann zu allem Überfluss auch noch mit Kokoshumus eingerichtet sind, was ja bei unseren Füßerchens bekanntlich zu Verstopfung führt und somit den Tod herbeiführt.

    Lg
    Daniel