Substratkonsistenz?

      Substratkonsistenz?

      Hey nochmal :)

      Ich habe noch eine kleine Frage, und zwar: Ich habe gestern im nahegelegenen Wald Walderde, weißfaules Holz und Laub geholt.
      Die Erde habe ich daraufhin zu Bekämpfung von den größeren Viechern mit kochendem Wasser übergossen. Nun habe ich sie trocknen lassen, allerdings bin ich mir nicht sicher was ich jetzt mit ihr anfangen soll: Sie ist sehr klumpig geworden und noch ziemlich feucht(was ja eigentlich kein Problem wäre oder?)

      Und da sie schon eine Weile in einem (warmen) Raum liegt weiß ich nicht ob sie überhaupt noch weitertrocknet.

      Kann ich die Erde in diesem Zustand fürs Substrat benutzen? Oder soll ich neue holen oder wie bekomme ich die Konsistenz verändert?

      Viele, viele Fragen, ich hoffe ihr könnt mir antworten :)


      LG
      Heyho,

      also ich hab zwar meine Erde noch nie mit kochendem Wasser übergossen aber die wird schon noch trocken werden...einfach Geduld haben ;)
      Solange sie klumpig ist würde ich sie nicht fürs Substrat nutzen
      -lieber gut austrocknen lassen,dann auflockern und anschließend in die Substratmischung geben.
      Beim durchmengen kannst du das Substrat ja dann wieder anfeuchten...

      Edit: wenn du deine Erde mit kochendem Wasser übergießt sterben dir halt auch die ganzen nützlichen Bakterien /Microorganismen ab die z.B Schimmelbildung verhindern...
      Dadurch wird die Erde halt steril - ich persönlich finde es besser wenn mein Boden "lebt",hatte bis jetzt auch noch nie Probleme mit Schimmel.
      Durch das Laub und weißfaule Holz holst du dir zwar auch wieder Microorganismen ins Substrat aber es besteht halt die Möglichkeit dass dein Boden dann trotzdem mehr tot als lebendig is ;)

      LG
      Basti

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Godin“ ()

      Hallo Frostbrot

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      Zum Substrat:
      Die Füßer ernähren sich auch vom Pilzmycel. Ich weiß jetzt nicht, wie widerstandsfähig dieser Pilz ist, aber durch kochendes Wasser könnte der schon kaputt gehen. Ich würde das gekochte Substrat nicht mehr verwenden, maximal vorübergehend, bis ich besseres habe.
      Perfekt ist es, im Sommer oder während trockenen Wetterperioden zu sammeln. Im trockenen Substrat wimmelt zumindest bei mir nicht so viel herum.
      Wenn möglich, kann man es dann ausgebreitet auf der Terrasse oder dem Rasen nachtrocknen lassen. Da krabbelt eigentlich alles weg. Wenn die Sonne scheint, geht das ziemlich zügig. Oder z. B. in einen alten Kissenbezug füllen und regengeschützt auf den Balkon oder so stellen und öfters durchmischen.
      Bei schlechtem Wetter fülle ich die Blätter (Erde gibt es auf der schwäbischen Alb kaum) in einen alten Kissenbezug und lege oder hänge den so im Keller auf, dass möglichst von überall Luft hinkommt. Dann jedesmal, wenn ich daran vorbei laufe kurz durchschütteln, dann wird es auch gut trocken.
      Vor Verwendung dann einfach wieder befeuchten.

      In Substrat, das ich so getrocknet und aufbewahrt habe, habe ich noch nichts Schlimmes gefunden.

      Letztes Jahr habe ich erst im Herbst gesammelt und alles war ordentlich feucht. Nach einer Weile habe ich leider vergessen, das Ganze immer wieder durchzumischen, so dass es beim letzten Substratwechsel noch immer feucht war. Da hatte ich dann das erste Mal zwei Hundertfüßer drin. Hoffentlich sind da nicht noch mehr.

      Moos trockne ich übrigens auch im Keller in diesen Plastik-Obstschalen und bewahre es auf, bis ich es brauche. Das wird dann braun. Wenn man es kurz durch Wasser zieht, wird es schnell wieder grün und schmeckt den Füßern auch.

      Liebe Grüße
      Sabine