Bitte nach Artbestimmung. Tausendfüßer, in im Wald gesammeltem Moos gefunden.

      Bitte nach Artbestimmung. Tausendfüßer, in im Wald gesammeltem Moos gefunden.

      Hi, habe für meine Schnecken Moos und Laub gesammelt, suche eigentlich immer gründlich ab, aber in der Box hat sich dann doch ein kleiner schwarzer Kerl mit weißen Füßchen einge"krabbelt". Ich habe Fotos gemacht. ich schaue mal ob ich die hochladen kann, da meine Kamera für Foren meist ne zu hohe Auflösung hat.

      Er ist etwas kleiner gewesen als ein Anadenobolus monilicornis bzw. schlanker und geschätzt ca. 4-4,5 cm lang, (eher 4 cm) habe ihn nach den Fotos wieder ausgesetzt.

      Ja wie gedacht, sind die Bilder mit besserer Auflösung (auch von unten) zu groß. Da muss ich nachher wenn ich Zeit hab, mal die Bilder verkleinern, hier sind aber schon mal 2 (aber denke nicht, dass die ausreichen für eine Bestimmung). Kann aber sagen, dass er ganz weiße Füßchen hat, sah anders aus als die Füßer die ich im Garten meiner Mutter öfters finde.
      Bilder
      • HeimischerFüßer (2).JPG

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      • HeimischerFüßer (6).JPG

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tritium_biloba“ ()

      Toll, hab auf abbrechen geklickt...

      Ich habe ne Sony Alpha 68 mit Makro-Objektiv verwendet, die ist schon ziemlich gut und das Makro-Objektiv lässt detailreiche Bilder zu, man kann sogar bei Bildern von meinen Mantiden die Facetten der Augen erkennen, aber die halten eben still, der krabbelte halt hektisch umher. Habe aber dennoch, voralllem von unten durchs Glas ein paar schärfere Bilder hinbekommen als die zwei oben. Aber ich bin technisch nicht so versiert, ich weiß aber wie man in Paint die Bildgröße ändert, indem man die Pixel reduziert, denke aber, dass das die Bilder auch unschärfer macht (logischerweise). Werde es aber mal versuchen, nur nicht jetzt, muss um 20 Uhr ins Kino :)

      PS: Gefunden in Nord-Ost-Westfalen (also noch in NRW), aber nähe zur hessischen Grenze. Teutoburger Wald, vielleicht hilft das etwas, weiß nicht wie regional die heimischen Füßer verbreitet sind. Bei Wildbienen, wo es ca. 500 Arten in Deutschland gibt, kommen viele auch nur regional vor.

      Auffällig waren halt der schwarze Körper und die schneeweißen Füßchen.

      LG

      solaris195 schrieb:

      Ich würde von der Größe her auf Tachypodoiulus niger tippen.


      Danke für deine Einschätzung!

      So mal den Wikipedia-Artikel dazu durchgelesen und Google Bilder benutzt. Ja so sah der aus.

      Laut Wikipedia der schnellste einheimische Füßer mit 24 mm/s (das kann ich nur bestätigen, so schnell auf der Hand, musste ihn in ein Glas tun. Richtiger Renn-Füßer).

      Auch das Habitat passt, er dringt bis auf Bäume hinauf, lebt aber vorwiegend in Wäldern und vor allem im Moos. Ich habe das Stück Moos von einem großen Baum (der sehr bemoost war), vorsichtig als kleinen "Teppich" abgelöst in ca. 1 m Höhe. Der Füßer war dann später zu Hause dadrin am rumkrabbeln. Da die Bilder auf Google besser sind, würde ich jetzt auch darauf tippen. Auf keinen Fall auf einen Sandschnurfüßer, dafür war er zu dunkel.

      Einen Hunderfüßer, mit ziemlicher Sicherheit ein Gemeiner Steinläufer (Lithobius forficatus), ca. 3 cm lang, hatte ich im Moos auf dem Boden auch gefunden aber nicht angefasst hihi, und nach kurzer Begutachtung wieder frei gelassen. 2 "Pill Millipedes" mir unbekannter Art und ne Menge Mauerasseln (Oniscus asellus). Und das bei dem Wetter.... Hatte mir erhofft bei dem kalten Wetter keine Ameisen einzuschleppen. :D

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      Huhu, danke nochmal für die Bestätigung. 2 Meinungen sind besser als eine, bzw. 3 Meinungen, da ich ihn selber nun auch identifizieren kann, wo ich den Namen weiß und Google Bilder genutzt habe. ^^

      Habe letztens nochmal einen gefunden, als ich Mauerasseln (Oniscus asellus) gesammelt habe. Ihn aber wieder zugedeckt. Ein Gemeiner Steinläufer ist mir letztens unter nem Stück morscher Rinde auch entgegen gekommen, den hab ich mich aber nicht getraut anzufassen :D

      Ich kann natürlich nur berichten, was auf Wikipedia steht (muss ja nicht zwangsläufig richtig sein, ich weiß), wobei ich Wikipedia (inzwischen) für eine recht seriöse Quelle halte.

      Dort steht (habe es jetzt aus dem Kontext gerissen)

      "Als schnellster einheimischer Doppelfüßer erreicht er eine Geschwindigkeit von 24 mm/s"

      Ob einige der Chordeumatida schneller sind, kann natürlich sein, ich kenne mich mit denen nicht aus. :) Aber du meinst dann schon auch einheimische Arten der Chordeumatida?? Da der Tachypodoiulus niger ja nur der schnellste einheimische Füßer sein soll. Aber wie gesagt, ich lasse mich da gerne eines besseren belehren, wollte nur sicher gehen, ob du auch einheimische Chordeumatida-Arten im Vergleich meinst. :)

      Fun Fact: :P Das schnellste Insekt soll angeblich eine maximale Geschwindigkeit von 97 km/h erreichen, was???? Jawohl!!! 97 km/h schnell, bzw. soll dies die Rekordgeschwindigkeit sein, die bisher "gemessen" wurde. Allerdings ist diese Angabe nicht belegt und hat bisher keiner Überprüfung stand gehalten. Ist in etwa so wie mit dem "Anglerlatein". Oder wie mit den Anakondas von über 9 m Länge, Netzpythons mit über 10 m Länge..... Keine eindeutigen Beweise, "gestreckte" Häute gibt es, aber sonst nichts.... Es ist noch kein lebendes Exemplar von über 8 m Länge bei einer Schlange vermessen worden (Titanoboa mit über 13 m Länge und über 1,2 t Gewicht mal außen vor gelassen). Der Rekord für die längste offiziell vermessene Schlange hält momentan der weibliche Netzpython "Medusa" mit 7,67 m (Stand 2014). Womit Medusa nicht nur die längste bekannte Netzpython ist, sondern auch als Vertreter für ihre Art, den Netzpython somit zur offiziell längsten rezenten Schlangenart macht.

      Aber zurück zum schnellsten Insekt. Die Auflösung, es ist die Libelle "Austrophlebia costalis", neueren Untersuchungen zufolge kann man die 97 km/h wohl ins Land der Märchen (oder "Träume") schicken. Versteht mich nicht falsch, ich wäre die letzte die es nicht total geil finden würde, wenn es eine Libelle gibt die mit 97 km/h durch die Lüfte saust... , oder ein Netzpython der über 10 m lang ist..... Aber auch die Fakten sind schon beeindruckend.

      Maximal erreicht Austrophlebia costalis nämlich ca. 50 km/h. Und ist damit offiziell das schnellste fliegende Insekt. Zum Vergleich, eine Stubenfliege erreicht 8 km/h, eine Honigbiene bis zu 30 km/h und die Gemeine Wespe soll bis zu 33 km/h schnell werden, womit sie schon zu den schnelleren Flug-Insekten zählt.

      So, kam mir gerade so in den Sinn, weil mich das als Kind beeindruckt hat und ich Libellen toll finde.

      LG
      Tritium


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      97 km/h kann ich mir gut vorstellen, zumindest kurzfristig sollten die das schon können. Ich habe Fliegen gesehen, die wir aus dem fahrenden Auto bei 40 km/h aus dem Fenster gescheucht haben, welche kurz neben her geflogen waren und dann schwub wieder zurück ins Auto geschnippt sind. Da kann eine Libelle, welche ja auch im Flug Fliegen fangen kann, schon mal das Doppelte erreichen. Aber eben nur geschätzt.

      Aber so schnell sind die Diplopoden halt nicht ...

      VG, Hans

      Neu

      Ne, 97 km/h ist völlig übertrieben. Wie gesagt, Stubenfliegen erreichen 8 km/h, Honigbienen bis zu 30 km/h und Wespen bis zu 33 km/h. Mit 50 km/h ist Austrophlebia costalis schon enorm schnell. Schneller wurde noch nicht gemessen.

      Man muss bedenken, dass kleine Fluginsekten schneller wirken als sie sind, da sie eben klein sind.

      Schnellstes laufendes Insekt ist zum Beispiel eine Schabe (weiß die Art nicht) die maximal 5,5 km/h erreicht.