Großteil der Babys spurlos verschwunden...

      Großteil der Babys spurlos verschwunden...

      Hallo zusammen :)

      Habe mich vor ein paar Wochen ja schonmal an euch gewandt, da ich Nachwuchs hatte und nicht wusste, welcher Art er angehört. Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um Centrobolus splendidus handelt (Streifen auf dem Rücken). Anfangs habe ich richtig viele Jungtiere auf der Oberfläche gesehen, aber irgendwie wurden es jeden Tag weniger. Da ich aktuell dabei bin die Tiere in reine Artenbecken aufzuteilen und die Terrarien neu zu gestalten, musste ich eh an das Terrarium, um die Anadenobolus monilicornis herauszunehmen.

      Beim Substrat nach den Tieren durchsuchen habe ich einige Kellerasseln gefunden und diese aussortiert. Man hat ja schon öfter gelesen, dass die den Kleinen schaden könnten... Ich habe das Substrat ganz vorsichtig durchgesucht und gerade einmal noch ca. 10 Centro Babys gefunden, ist das normal? Luftfeuchtigkeit und Temperatur sind i.O. Substrat ist feucht, aber bildet keine Staunässe und Futter in Form von Flechten, weißfaulem Holz, Laub und Zusatzfutter ist immer vorhanden.

      Habt ihr irgendwelche Tipps, wie ich zumindest die restlichen durchbekommen kann, oder meint ihr es werden evtl. sogar noch mehr? Ich gehe nicht davon aus, dass ich beim Durchsuchen alle Babys gefunden habe, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es so viele sind, die ich übersehen habe...

      Liebe Grüße, Tobi
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      • Centrobolus splendidus 03 - bearbeitet für Forum.gif

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      Hey,

      Helfen kann ich nicht,
      aber ich habe scheinbar das selbe Problem.

      Anfangs waren es noch richtig viele Jungtiere,
      mittlerweile sehe ich nur noch alle paar Tage einen.

      Da sie gut wachsen bin ich von Häutungen ausgegangen...

      Würde auch gerne wissen ob das noch "normal" ist

      LG
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      My little Creatures
      Hallo Tobi

      Ich finde auch ab und zu einen verstorbenen kleinen C. splendidus, aber ich glaube nicht, dass das allzuviele sind, die es nicht schaffen.
      Es sind doch schon recht viele groß geworden. Wie es tatsächlich aussieht, werde ich sehen, wenn ich irgendwann im Winter den Substratwechsel mache.

      Was ich dazu sagen kann ist, dass ich alle meine Füßer nicht so warm halte.
      Bei mir haben sie, abgesehen von den Sommermonaten, nur etwa 20-21 Grad mit Nachtabsenkung.
      In der Übergangszeit, wenn noch nicht bzw. nicht mehr geheizt wird, ist es manchmal sogar noch etwas kühler.

      Vielleicht ist das ja der Knackpunkt.

      Liebe Grüße
      Sabine
      Bei meinen ersten Centrobolus Nachzuchten hatte ich auch viel Schwund. Bei den Epis habe ich mal ein "Experiment" gemacht. Als ich die verpackten Eier ganz gut erkennen konnte, habe ich 38 in eine Extra-Box getan. 6 sind geschlüpft, wobei einer dann noch starb.
      Also auch keine dolle Ausbeute.
      Jetzt habe ich wieder Centrobolus Nachwuchs, aber da zähle ich nicht mehr. Ich habe das gesamte Substrat ausgewechselt und die Minis im alten Substrat gelassen und das ist jetzt in einer Extra-Box. Futter rein und in Ruhe lassen. Hin und wieder nachgucken und sich freuen , wenn es wuselt.
      Im übrigen habe ich auch das Gefühl, dass es für die Tausis nicht zu warm sein sollte. Wenn bei mir mehrere auf einmal gestorben sind, dann war das im Sommer bei höheren Temperaturen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Temperatur in der Erde, wo sich die Tausis zurückziehen können, anders ist, als an der Luft, wo wir sie messen.

      Vielleicht ist eine höhere Ausfallrate ja auch "üblich", wenn viele Eier gelegt werden oder eher umgedreht: Es werden viele Eier gelegt, weil die Ausfallrate hoch ist.
      LG Karola
      Guten Morgen zusammen,
      Das mit der Wärme irritiert mich ein wenig. Ich habe schon öfter Paarungen bei den Centros und auch bei anderen Arten beobachten können, Nachwuchs wuselte aber erst im Terrarium heraum, als ich den kompletten Raum in dem die Becken stehen ordentlich hochgeheizt habe (ja ich heize den ganzen Raum, weil es günstiger ist, als jedes Becken einzeln zu heizen). War das nur ein doofer Zufall und die Tiere brauchen es eigentlich garnicht soooo warm? Dann muss ich die Temperatur wieder reduzieren :)

      Liebe Grüße, Tobi
      Hallo Tobi

      Ich weiß nur, dass Solaris schon irgendwo geschrieben hat, dass wir unsere Tiere eventuell zu warm halten. Leider finde ich das nicht mehr.
      Möglicherweise schädigt zu große Wärme die Mikroorganismen im Darm, so dass diese ihre Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen können, nämlich die Nahrung für den Füßer verfügbar zu machen.
      So kann es vorkommen, dass ein Tier verhungert, obwohl es ausreichend frißt.
      Falls ich das nicht richtig wiedergegeben habe, bitte berichtigen.

      Die Frage ist nur, wieviel Wärme ist zuviel.

      Ich habe aktuell auch eine Beobachtung machen können, die eventuell damit zu tun haben könnte.
      Noch vor etwa zwei bis drei Wochen waren vor allem abends ziemlich viele junge C. splendidus im Gemeinschaftsbecken unterwegs. Auch die ganz kleinen farblosen.
      Die Zimmertemperatur war bei mir eher kühl unter 20 Grad, weil ich da noch nicht geheizt hatte.

      Seit ein paar Tagen haben wir eine Schönwetterperiode, so dass es in meinem Wohnzimmer tagsüber 21-22 Grad hat. Anfangs, bevor ich gemerkt habe, wie warm es tatsächlich ist, durfte auch die Sonne zeitweise ins Terrarium scheinen. Das mache ich in der Regel in der Übergangszeit so, solange die Heizung noch aus ist.
      Damit das keiner falsch versteht: Das Terrarium steht nicht in der prallen Sonne, sondern bekommt nur indirekt Morgen- und Abendsonne ab. Es wird nicht zu warm, das habe ich mehrfach kontrolliert.
      Auf jeden Fall sind trotz höherer Temperaturen deutlich weniger junge C. splendidus zu sehen.

      Vielleicht häuten die sich ja alle oder sie sind tatsächlich im Würmchenhimmel. Das werde ich erst beim Substratwechsel erfahren.

      Liebe Grüße
      Sabine

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Waldfee“ ()

      Hallo,
      also ich glaube schon dass die meisten Tausis es kühler mögen. Der Boden puffert, die fressen energiearme Nahrung und ihr Energieverbrauch ist bei 1-2 Grad mehr gleich viel höher.
      Jedoch bei den Centrobolus wäre ich vorsichtig. Zumindest die C. sp. Mosambik benötigen wohl Temperaturen um die 25 Grad für die Eientwicklung. Den erfolgreichsten Züchter der Art den ich kenne benutzt jetzt sogar eine Heizmatte und hat seitdem das ganze Jahr über Nachwuchs, davor nur im Sommer.

      Viele Grüße
      -Thomas
      Hallo,

      Zu dem Thema kann ich auch einiges sagen.

      Hatte schon mehrfach und zu unterschiedlichsten zeiten Nachwuchs von C. Splendidus.

      Das erste mal war das im Sommer 2015, ich hatte die Tiere in den Keller/Souterrain getan, die Temperaturen waren bei 21 bis 23 °C,
      die Tiere waren in einer Plastikbox, mit Luftlöcher, die Feuchtigkeit war gut.
      Das Substrat hatte ich vorher tiefgefroren.
      Die Anzahl der Jungtiere war bei über 150 und ja es sind welche gestorben, aber die ca 150 Tiere habe ich groß bekommen.

      Ich hatte noch später Jungtiere, aber die habe ich einfach in eine große Plastikbox getan, bzw die Jungtiere stammte aus einem Substratwechsel, ohne dass ich vorher Jungtiere gefunden habe, da hatte ich auch einige Tiere ca 50.
      Mit der Box habe ich nichts besonderes gemacht, einfach stehen gelassen, im halbdunklen, nicht gesprüht etc.

      Jetzt diesen Sommer hatte ich auch wieder Jungtiere, haben sich an der Oberfläche gezeigt, es waren viele, ich konnte die nicht zählen, aber bei mehrmaligen zählen bin ich auf über 80 Tiere gekommen und es waren welche noch da die ich nicht gesehen habe.
      Die Temperaturen war wie immer, es kann 18° oder 23°C, dass ist eigentlich relativ egal, auch die Feuchtigkeit war inordnung.
      Aber mit der Zeit fand ich tote C. Splendidus Jungtiere, nur die leeren Hüllen, dachte es sind Häutungsreste, aber es war schwer zu erkennen, um was sich genau handelt, deswegen habe ich die zwischen meinen Fingern zerbrösselt, Häutungsreste zerfallen förmlich zu Staub, aber Panzer nicht sofort.

      Aber ich habe auch Jungtiere gefunden, die an der Gurkenscheibe kleben geblieben sind, weil diese zu feucht war.

      Als ich dann wieder umgezogen bin und ich das Terrarium ausräumen musste, da habe ich zwei riesige Hundertfüßer gefunden.
      Ich hatte mal einen Hunderfüsser erwicht, wie der ein junges Epi. Baby in den Klauen hatte.

      Obwohl ich die Materialien vorher untersuchte, die ich ins Terrarium getan hatte, habe ich keine Hundertfüsser gesehen, die müssen wohl dann im Terrarium gewachsen sein.

      Am besten, immer einfrieren, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

      Wegen der Temperatur, am besten keine zu großen Schwankungen;
      wenn es zu kalt wird, dann kondensiert das Wasser und die Jungtiere können daran kleben bleiben, Oberflächenspannung des Wassers.

      Am besten nie der Sonne aussetzen, es kann ganz schnell dazu führen, dass die Temperaturen extrem hoch gehen, ca. 40 bis 50°C.
      Und in einem Terrarium kann die Wärme schlecht abgeführt werden und das Substrat ist dunkel, dadurch absorbiert es die Energie.
      Die Jungtiere können nicht so schnell weg.

      Noch eine andere Beobachtung, dass die Jungtiere nur feuchte Nahrung fressen und kein trockenes Weisfauleholz fressen.

      Die C. Splendidus Jungtiere mögen ein semihumides, halb dunkles und etwas luftig und lockeres Substrat.
      Am besten noch ganze WfH Stücke, dann am besten noch mit Rinde, dann sind die glücklich.

      Ach mir ist noch was eingefallen, es gibt Häutungsfehler, die dazu führen, dass die Tiere nicht lebensfähig sind,
      ich konnte an einigen Tieren beobachten, dass die gewachsen sind, aber nicht das hinter Segment, bzw die Analklappen.
      Irgendwo habe ich ein Bild, aber fragt mich nicht wo.

      Hoffe ich konnte einigen weiter helfen.
      Wenn Fragen bestehen, dann einfach fragen.

      Guten Gruß Samhain
      Danke für die vielen nützlichen Hinweise.
      Zusammengefasst heißt das also, um möglichst viel Nachwuchs und eine relativ geringe Ausfallrate zu bekommen, sollten die Temperaturen dauerhaft zwischen 21 und 23 °C ligen und das Substrat feucht, aber nicht zu feucht sein. Als Futter dann vielleicht nicht unbedingt Gurke, wohl aber feuchtes WFH und das Terrarium nicht der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen. Habe ich das so richtig verstanden?
      Dann werde ich mir demnächst mal ein gescheites Thermometer zulegen und versuchen die Temperaturen möglichst genau hinzubekommen :)

      Gruß, Tobi
      Hallo Tobi

      Vielleicht haben sich einfach die Kellerasseln an den ganz Kleinen vergriffen. Oder aber Du hast auch unbemerkt Hundertfüßer im Substrat.
      Das könnte doch auch eine Erklärung sein.

      Übrigens wollte ich heute das Stück WfH etwas im Substrat vergraben, damit es feucht bleibt. Beim Herausnehmen hat es nur so gerieselt, weil die Süßen sich da bereits gut durchgefressen haben.
      Also meine mögen es auch trocken :D

      Liebe Grüße
      Sabine
      ja das kann natürlich auch sein, ich habe vor ein paar Tagen vorsichtshalber das gesamte Substrat herausgenommen, durchgesiebt und, nachdem ich alle verbleibenden Jungtiere rausgesammelt habe, nochmal in die Microwelle getan. Ich hoffe, dass die übrigen 13 Stück jetzt wenigstens durchkommen, die sind auch schon ein kleines bisschen gewachsen, wenn ich mich nicht täusche :)

      Gruß, Tobi