Posts by BeetlebreederGermany

    Guten Morgen,

    heute möchte ich einen weiteren Neuzugang vorstellen: Glomeris pustulata!

    Ich habe 24 Wildfänge vom Monte Brione, Trentino, in Italien erhalten.

    Ich freue mich endlich diese Art in den Händen zu halten, weil sie der einfachste Saftkugler ist.

    Meine Exemplare tragen hauptsächlich orangene Punkte, mindestens einer ist aber rot gepunktet.

    Hier die Zuchtbox:

    Viel Laub und Moos, auf das stehen sie besonders. Aber auch weißfaules Holz wird gefressen.

    Dies sind die Habitatbilder, die mir der Fänger zur Verfügung gestellt hat. Am Hang im ersten Foto waren die pustulata besonders zahlreich.

    Im letzten Bild ist ein alter Weltkriegsgraben zu sehen, auch dort waren sie häufig zu finden.


    Ich bin zuversichtlich was die Zucht angeht.



    Bei den Glomeris balcanica ist nun was los in der Box!

    Die Wildfänge waren über den Sommer hauptsächlich im Substrat versteckt, aber jetzt sind sie wieder auf der Oberfläche aktiv. (Selbiges gilt für die Onychoglomeris. Sie stehen kühler als die balcanica, aber die Art möchte allgemein lieber 5-15 Grad so wie es den Anschein hat.)

    Die Jungtiere waren stets aktiv und sind anscheinend deutlich Trockenheitstoleranter/-(liebender?). Wachstum über 3-4mm Körperlänge hinaus konnte ich keines mehr feststellen.

    Flechten und Moos stehen bei den Jungtieren ganz oben auf der Favoritenliste.


    Mal sehen wie sich die Sache jetzt entwickelt.


    Meine Rhopalomeris cf. carnifex hatten mir zu Anfang Sorgen gemacht, weil sie nur wenig Laub angerührt haben.

    Beim gestrigen Check konnte ich aber große Mengen Köttel feststellen, somit ist ihr Appetit wohl wieder gestiegen.


    Bei den Hyleoglomeris sp. Vietnam hab ich auch letztens eine Paarung beobachtet, also werden sie bald wieder Eier legen. Dabei ist die Box jetzt schon völlig überfüllt… ich werde die Truppe bald in eine neue Box umsetzen müssen. Da muss ich noch überlegen, wie ich das machen soll.

    Sie sind auch hauptsächlich nachtaktiv und viel im Substrat - mit einem frischen Stück WfH, das mit Algen, Moosen und Flechten bewachsen war, konnte ich aber 9 der WF an die Oberfläche locken.



    MfG

    Guten Morgen,

    Also ich finde deine Neuzugänge sehen den Spirostreptidae spec.9 sehr ähnlich...

    Spirostreptidae sp. 9 würde ich hier ausschließen, dafür sieht mir das Exemplar etwas zu anders aus. Die Bezeichnung wäre auch etwas seltsam.


    beate wer hat die Tiere verkauft?

    Woher stammen sie (Herkunft)?


    MfG


    Nachtrag:

    Johnny, du könntest recht haben!

    Hallo,

    Ne sorry, das wird ja dann die Einkaufliste für den nächsten Exporteur. Die häufigen Farbmorphen im Handel kenne ich, die Weißen welche hier gezeigt werden gehören dazu.


    Es gibt auch Hyleoglomeris aus Thailand im Handel, die scheinen jedoch noch hinfälliger zu sein als die Rhopalomeris. Weitverbreitete Arten wie R. carnifex kommen häufig mit nicht optimalen Parametern besser zurecht als andere Arten.

    ich würde sie dann natürlich nicht weiterverbreiten, aber in Ordnung, das ist deine Entscheidung.


    Das mit den thailändischen Hyleoglomeris kann ich so bestätigen. Meine Hyleoglomeris aus Vietnam sind da etwas untypisch, anscheinend habe ich ihre Anforderungen genau getroffen.

    Die zweite Spezies, mit der dunklen Grundfarbe, die im selben „Import“ hierher kam, ist aber deutlich empfindlicher gewesen. Ich glaube nicht, dass von denen überhaupt noch welche bis heute überlebt haben.


    MfG

    Hallo Thomas,

    Ich habe verschiedenste Farbmorphen von R. carnifex zumindest zwischen Krabi und Phuket untersucht. Die kommen wirklich an jeder Straßenecke vor, oftmals wenn die Böschungsvegetation den Asphalt überwuchert. Bislang war es immer R. carnifex.


    Viele Grüße

    -Thomas

    danke für den Hinweis.

    Hast du vielleicht einen Link o.ä. wo ich die Tiere in Farbe zusammen mit den Fundorten einsehen könnte? Oder falls du mir privat Aufnahmen schicken würdest, wäre das auch super.

    Das würde mich sehr interessieren, dann habe ich einen besseren Überblick über die Thematik.



    MfG

    Hallo Pape,

    du solltest Bestimmungsapps und co nicht zur Bestimmung von Wirbellosen vertrauen. GoogleLens insbesondere schneidet da schlecht ab, dein Fund ist zwar ein Rüsselkäfer, aber kein Kornkäfer.


    MfG

    Guten Tag,

    danke für deinen Input Thomas!

    Bei den ganzen thailändischen Rhopalomeris gehe ich aktuell von verschiedenen Arten aus, ich denke eine umfassende Revision der verschiedenen „Typen“ würde da uns sehr helfen.


    Viele Grüße

    Guten Tag,

    heute ist eine neue Art bei mir eingezogen.

    Ihr werdet sie sicherlich schon kennen, sie wurden bereits in großen Mengen importiert und angeboten.

    Eine Rhopalomeris Spezies aus dem Süden Thailands. Meine Exemplare, Acht Stück an der Zahl, stammen aus Nakhon Si Thammarat.


    Entgegen der Benennung vieler Händler (ein Thema für sich🙃) handelt es sich nicht um Rhopalomeris carnifex. Sie dürfte für die Wissenschaft noch neu sein.


    Das größte Exemplar ist eingekugelt(!) rund 14mm breit, die Gesamtlänge beträgt ausgestreckt über 25mm. Es sind sehr massige und starke Tiere.

    Hier ein Foto, wie man es vielleicht auch in der Natur sehen könnte.

    Aber nur vielleicht. 😄


    Sie dürfen gleich in eine 22ltr Ikea Box einziehen und sich fleißig vermehren. Dies sollte recht leicht gelingen.


    MfG

    Guten Tag,

    bei dem Ei handelt es sich eher um eine Regenwurm-Eikapsel. Kein Tausendfüßerei.

    Erkennbar an der Spitze und harten Schale.

    Die sie umgebenden feinen Kotpartikel entsprechen Wurmkot aus meinen Behältern 1:1.


    MfG

    Guten Tag,

    Porcellio laevis sind definitiv die aggressivste Assel, die ich kenne. Extrem Proteinhungrig, extrem vermehrungsfreudig und mir sind bestimmt ein dutzend Fälle bekannt, wo sie Tausendfüßer gefressen haben. Adultis, keine Eier oder Jungtiere. Eigene Artgenossen oder lebendige Mehlwürmer werden auch verzehrt.


    MfG

    Guten Morgen,

    Edit: Also Terrarium ist ja 80x50x50cm, Bodenhöhe von 8cm auf 20-25cm steigend....

    Finde leider online nichts richtiges, aber wie viele Springschwänze (500ml Dose) und Asseln soll man da als Bodenpolizei einsetzen?

    Ich kann dir nur abraten, Asseln einzusetzen.

    Selbst weiße Asseln, Trichorhina tomentosa, sind bekannt Tausendfüßer zu fressen und sind mehr Nahrungskonkurrenten als Hilfe.

    Springschwänze genügen vollkommen.

    Ich würde zwei bis drei Ansätze einsetzen, sie werden sich auf die nötige Populationsgröße vermehren.

    Deine Artauswahl Archispirostreptus gigas ist nicht optimal für den Anfang, aber dazu steht genug im Forum.

    Mehr Gedanken zu deinem Projekt hab ich aktuell keine.


    Viel Glück!

    Dieses Projekt spannend zu beobachten und wird mir sicherlich bei einem ähnlichen Unterfangen als Referenz dienen.


    MfG

    Guten Tag,

    5. Moos - Heute einfaches getrocknetes Terrarien-Sphagnum-Moos gekauft. Ebenso eine Tüte unsterilisiertes "Wald-Moos".

    Wenn es markentechnisch kein Problem ist, stelle ich euch Fotos von den Packungen rein.

    Auf dem Weg zum Einzelhändler gehe ich ein Stück durch unseren Grünstreifen. Könnt gerne online schauen, Flutmulde Landshut. Und damit kommen wir zu...

    dieses Moos kannst du dir getrost sparen.

    Tausendfüßer benötigen lebendiges Moos von draußen, getrocknetes Spaghnummoos wird nicht gefressen.


    MfG

    Hallo,

    danke euch!

    Ich finde es klasse, dass du immer wieder versuchst, deine Haltung anzupassen.

    Ich hoffe mit dir, dass es jetzt besser passt und bei den beiden Arten wieder Eier gelegt werden und aus diesen auch Jungtiere schlüpfen.

    Und wenn du sie gross bekommst, müssen wir hier ein kleines Fest feiern.

    Darin sehe ich die einzige Möglichkeit, überhaupt rauszufinden, wie ich die Haltung verbessern kann. Flexibilität und Orientierung an der Natur. Ich hätte die großen Mengen Kalkstein eher schon früher einbringen müssen, aber aus Fehlern lernt man. Und wenn ich den Fehler nicht gemacht hätte, dann wärs jemand anders so ergangen. Also kann ich damit Leben.

    Ich bin auch für ein Fest - die Erstnachzucht von Onychoglomeris wäre der perfekte Anlass.


    MfG

    Guten Tag,

    die Kuglerzucht ist nicht nur von Erfolgen geprägt. Noch tappen wir für viele Arten im Dunkeln:

    die Eier der Loboglomeris rugifera sind nie geschlüpft, sondern verrottet. Bei meinen Onychoglomeris herzegowinensis habe ich die erste (mir bekannte) Eiablage in Menschenhand dokumentiert, aber auch hier sind die Eier verrottet. Sie legen auf Kalksteinen ab, vielleicht weils im Habitat an verwendbarem Boden fehlt.

    Ich denke, das hing mit der in beiden Boxen vorhandenen, zu hohen Luftfeuchtigkeit zusammen. Außerdem haben sich Trauermückenmaden durch die Köttel gefressen.

    Der Verlust von Einzeltieren alle paar Wochen ist mir auch ein Hinweis auf unpassende Haltungsparameter.

    Aus diesen Gründen habe ich nun die Belüftung in den Boxen erhöht und lasse sie etwas abtrocknen. Für Onychoglomeris habe ich zudem das gesamte Substrat, welches nurnoch aus Wurm und Trauermückenkot bestand, entfernt und mehr Kalkstein hinzugeben.

    Die Box kommt dem Habitat Kalksteinhang nun deutlich näher, denke ich.


    MfG

    Hallo,

    von unseren direkten Nachbarländern aus geht der Versand mit DHL meist innerhalb einer Woche. Bei Italien und anderen ähnlich entfernten Ländern dauert es meist bis in die nächste Woche, nachdem versendet wurde, bis das Paket ankommt.

    Wenn die Tiere anständig verpackt werden, halten die das auch 2 Wochen in einem Paket aus.


    MfG

    Guten Tag,

    da ich nun Bio-Zucchini besitze, habe ich den Glomeris balcanica mal zwei Scheiben angeboten.

    Was davon übrig ist, sieht ihr hier. Auch Moos&Flechten - nach typischer Kugler-Manier - stehen hoch im Kurs.

    Die größten Jungtiere (3mm) entwickeln bereits Farbe, der rote Rand wird ausgebildet - dieser ist bei den Zwergen aber noch orange.

    Bei den Hyleoglomeris sp. Vietnam gibt es unzählbar viele Jungtiere. Die größten haben rund 5mm. Sie haben die Zucchini eher verschmäht. Außerdem hab ich einen genaueren Fundort für die Tiere erhalten - und siehe da - ich habe sie intuitiv ähnlich zum Klima vor Ort gehalten. Es wird bald ein Substratwechsel anstehen, dann bekommen sie eine größere Box.


    Wenn das Größenwachstum weiter schnell vorranstreitet und größere Ausfälle ausbleiben, werde ich im Frühling vielleicht schon die ersten Jungtiere abgeben können.


    MfG

    Hallo espen.laub,

    ich persönlich kann dir nur dazu raten allgemein, jede Art einzeln zu halten und zu züchten -ganz abgesehen von der Behältergröße deines Falles, die das mMn. schon verbietet.


    Waldfee’s Erklärung ist der Grund, weshalb man Bandfüßer nicht vergesellschaftet.

    Die können sogar sich selbst vergiften, die Toleranz anderer Arten zu dem ausgeschiedenem Cyanid dürfte nochmals geringer sein.


    Ich glaube Waldfee meint mich, was die Kugler angeht. :)

    Kugler jeglicher Art sollte man nicht vergesellschaften, weil sie empfindlich auf Störung reagieren und allgemein spezielle Pfleglinge sind. Sie eignen sich auch garnicht für Anfänger. Ihr Wehrsekret ist außerdem dazu gedacht, andere Wirbellose zu betäuben und immobilisieren. Ein großer Spirostreptus sp. 1 wird von dem wenigen Mengen Sekret eines Kuglers nichts merken, aber Nachwuchs unter 20mm Körperlange könnte Komplikationen erfahren, wenn ein Saftkugler defensiv reagiert.

    Da Saftkugler eigentlich sehr gelassen sind, bezweifle ich, dass dies passieren würde, aber dieses Restrisiko möchte zumindest ich nicht ausreizen.


    MfG