Posts by Biene

    Hey Joschka!


    Ich würd dir wirklich gerne weiterhelfen, aber in Sachen Bestimmung bin ich selbst noch recht hilflos und froh, wenn ich meine Jungtiere auseinander halten kann...


    Wart einfach weiter ab und mach alle paar Wochen mal Fotos. Irgendwann kann man das dann schon gut erkennen.


    Gruß,


    Sabine

    Nicht aufregen Klaus, manche Fragen sind aus Unwissenheit geboren und sollten gestellt werden dürfen, ohne dass sich der Fragende bloßgestellt fühlt.


    Zu deiner Frage Phyllium:


    Alle Bestandteile des Tausi-Substrats, also sowohl alles Laub in seinen Verrottungsstadien als auch das Holz, der Kalk etc. dienen den Füßern als Futter. Das bedeutet, dass diese (zusammen mit allen anderen Bodenorganismen) maßgeblich mit daran "Schuld" sind, dass das Substrat zu schwarzer Erde umgewandelt wird. Diesen Prozess kann und sollte man gar nicht verlangsamen. Mindestens einmal im Jahr sollte das Substrat deshalb komplett ausgewechselt werden. Wie klaus aber schon angedeutet hat, hängt die Geschwindigkeit des Verwertungsprozesses aber auch von der größe des Beckens (Substratmenge) und der Besatzstärke des Terrariums ab. Ggf. muss man also schon eher wechseln.


    Ich hoffe, diese Antwort hilft dir weiter,


    Sabine

    Hallo Patrick,


    soweit ich weiß, gibt es keine oder nur wenig Literatur zum Thema. Zumindest auf Deutsch. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Biologen hier aus dem Forum aber doch den einen oder anderen englisch-sprachigen Geheimtipp geben können :D

    Bei guter Planung und mit der nötigen Erfahrung besteht natürlich die Möglichkeit, einzelne ausgewählte Arten mit z.B. Tausis zu vergesellschaften. Schlüssel sind eben nun mal gute Vorbereitung und Erfahrung mit beiden Tierarten, um jederzeit einschätzen zu können, ob beide mit den neuen Bedingungen klar kommen. Man sollte sich aber immer selbst fragen, warum man dieses Experiment wagen möchte. Ich habe selbst einige Zeit über eine Vergesellschaftung meiner Geckos mit einer kleinen Tausi-Art nachgedacht (klimatisch würde das passen), aber ich habe dann davon abgesehen.

    Hallo zusammen!


    Ich habe inzwischen eine Antwort von JBL erhalten, die ich euch nicht vorenthalten möchte:


    "Sehr geehrte Frau Dingeldein,

    vielen Dank für die genaueren Auskünfte. Bei Diplopoden und anderen Wirbellosen Terrarientieren wäre ich mit dem Einsatz des BioClean T recht vorsichtig, vor allem unter Berücksichtigung Ihrer Angabe, daß der Bodengrund nur selten getauscht wird.

    Ich würdfe daher vorsichtshalber vom Einsatz abraten. Die Alternativmethoden mit Essig- oder Zitronensäure sind in diesem Falle sinnvoller.

    Mit freundlichen Grüßen aus Neuhofen

    Dr. Ralf Rombach"

    Na dann drücke ich dir die Daumen, dass du jetzt mehr Erfolg mit den süßen Krabblern hast. Sowas kann leider immer mal passieren. Ich hab auch schon Tiere auf einer Börse gekauft, die dort topfit waren und dann kurz darauf verstorben sind. Das ist nicht schön und natürlich aus ärgerlich, aber es kommt leider ab und zu vor.

    Hallo Annika,


    ich hab selbst lange Walderde benutzt und trotz kleiner Pilze nie Probleme gehabt. Denke eher nicht, dass die daran Schuld sind, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen.


    In diesem Jahr habe ich meine Terrarien zum ersten Mal ohne Walderde eingerichtet. Terrarienhumus soll nicht gut geeignet sein und ist außerdem vergleichsweise teuer, weswegen ich dir davon abrate. Ich habe ungedüngte Anzuchterde gekauft (Die geht preislich noch, bekommt man aber nicht überall. Ich hatte Glück bei der Raiffeisen.) und dann mit den üblichen Zutaten, also Vogelsand, zerbröseltes Laub und weissfaulem Holz, vermischt. Bisher klappt das ausgezeichnet und ich habe zur Bestückung aller meiner Terrarien nur rund 15 Euro ausgegeben.


    Viele Grüße,


    Sabine

    Hey,


    ich verwende dieses Produkt bisher nicht, habe aber aus Interesse mal eine Anfrage an JBL geschickt und um eine Liste der Inhaltsstoffe gebeten. Sollte ich eine Antwort erhalten, poste ich diese dann an dieser Stelle.


    Ist es denn empfehlenswert? Ich bekomme manche Kalkflecken bei meinen Geckos nur mit Essigessenz nie ganz weg.


    Viele Grüße,


    Sabine

    Dennoch sollte man auch anspruchslosen Arten das mögliche Maximum zum Wohlfühlen zur Verfügung stellen. Meiner Meinung nach ist das Minimum: ausreichend Rückzugs- und Klettermöglichkeiten sowie ein Platz zum Aufwärmen. Je mehr man diesen Bedürfnissen nachkommt, desto lebendiger, neugieriger und aufgeweckter sind diese Tiere.

    Hallo Anna,


    bei mir ist es nicht anders als bei dir und allen anderen. Ich kann der Liste noch rote Ameisen beifügen, die ich mir in meinem "ersten Tausi-Jahr" unfreiwillig ins Boot bzw. ins Terra geholt hatte. Sie entwickelten sich äußerst gut bei mir und wurden schnell zum Ärgernis. Ein kompletter Substratwechsel konnte dann zum Glück Abhilfe schaffen, aber sowas brauch ich nie mehr.


    Trauermücken sind auch bei mir immer mal wieder Thema, vor allem nach einem Substratwechsel. Bleibt es bei ein oder zwei ist das kein Problem, schlüpfen aber mehr, können sie schnell zur Plage werden, der man dann nur noch mit rabiaten Mitteln beikommt. Die frühe Verwendung von Gelbstickern ist sehr wirksam. Hat man die Viecher erstmal außerhalb des Terrariums im Blumentopf nisten, hilft eigentlich nur noch das Umtopfen aller (befallenen) Blumen, sowie eine Kombination von Gelbstickern und im schlimmsten (Be-) Fall Chemie. Bei mir war es im letzten Jahr leider soweit, dass ohne die chemische Keule nichts mehr zu machen war. Wochenlang hatte ich auf verträglichem Weg gekämpft, aber am Schluss waren aufgestellte Gelbstickern innerhalb weniger Stunden komplett voll und ständig schlüpften neue Mücken. In einer tagfüllenden Aktion wurden alle Blumen umgetopft (nicht in Erde sondern Seramis, denn damit können die Mücken nichts anfangen), chemisch behandelt (über's Gießwasser) und wieder mit Gelbstickern versehen. Seitdem habe ich stets einige Gelbsticker im Einsatz, um einen Befall früh erkennen und dann gegenlenken zu können.


    Ich hatte auch schonmal Gelbsticker im [lexicon]MPA[/lexicon] - Terrarium untergebracht. Das geht aber nur dann, wenn die Tausis nicht an die Klebeflächen kommen können. Ich habe dazu einen Käfig aus Drahtgaze gebaut und kleine Zugänge offen gelassen. Da die [lexicon]MPA[/lexicon] vergleichsweise riesig sind, ging das ausgezeichnet. Das ganze Konstrukt wurde dann am Lüftungsgitter befestigt und blieb ca 8 Wochen, bis ich sicher war, dass kein Mücken-Nachwuchs zu erwarten war.


    In diesem Jahr habe ich nun ungedüngte Blumenerde verwendet und diese mit den bekannten Mitteln (Laub, Holz, Sand, Eierschalen) aufgewertet. Auf Walderde, die bei mir in der Gegen eh sehr lehmig ist, habe ich gänzlich verzichtet. Ich hoffe, dass dieses Substrat lockerer bleibt und ich mir auf diese Weise möglichst gar keine Trauermücken ins Haus hole.

    Hallo Flo, für den Gigas mag das ja okay sein, aber für den Gecko bin ich mir da jetzt nicht so sicher. Halte selbst Geckos und zumindest auf den Bildern sehe ich reichlich wenig Kletter- und Versteckmöglichkeiten für das Tier, also weder senkrecht, waagrecht oder schräg stehende Äste noch hohe Pflanzen, auf denen er herumtollen kann und die ihm Deckung bieten würden. Wenn die Bilder jetzt täuschen, will ich nichts gesagt haben, aber ohne Rückzugsmöglichkeiten lebt das Tier im Dauerstress. Es gibt ja noch nicht mal eine Rückwand, sondern er ist von allen Seiten beobachtbar.


    Zur Temperatur: Ich kenne zwar die Vorzugstemperatur von deinem Gecko nicht, denn ich halte eine andere Art. Einen Wärmeplatz solltest du ihm aber dennoch anbieten und somit solltest du die Wärmelampe einschalten. Wenn es dann zu warm für den Gigas wird, bleibt nur eine getrennte Haltung.

    Ja, manche Tausis knabbern sich auch durch Kunststoff-Gaze. Ich würde dir dazu raten, deine Gaze einfach durch Drahtgaze zu ersetzen. In einigen Baumärkten bekommt man die als Meterware angeboten und kostet dann nicht die Welt. Einfach mit Aquarien-Silikon befestigen und schon ist dein Terra ausbruchssicher.

    Ich kann das nur bestätigen: ich hatte die letzten zwei Jahre auch immer den einen oder anderen Regenwurm im Becken und habe nichts negatives bemerkt. Die Asseln können irgendwann störend werden, weil die sich im geschützen Terrarium echt gut vermehren, aber im Normalfall lassen die sich ja gut absammeln. Man muss sich halt ab und an die Arbeit machen und den Bestand dezimieren.

    Hallo Michele,


    wie Ewald schon sagte, kommen da einige Arten in Betracht. Die Artenprofile können da schon weiterhelfen. Da du aber aus Trebur kommst, kannst du mich auch gerne mal in Nauheim besuchen kommen und ich erzähl dir ein bisschen was zu den Arten, die ich seit meinem Einstieg vor rund zwei Jahren so halte.


    Liebe Grüße,


    Sabine