Posts by Petronius

    überrede deine freundin nur, mitzukommen und sich mal ein paar tiere anzuschauen


    spätestens die braunweißen ringelsöckchen der telodeinopus aoutii oder die kniestrümpfe in pink der spirostreptus hamatus werden sie sich in die tierchen verlieben lassen


    bei meiner wars jedenfalls so...

    mal so schätzungsweise (man kann ja nie wirklich nachzählen, weil immer ein paar auf tauchstation sind) 21 tropische und 2 einheimische (die sind sowieso kaum mal zu sehen) im großen terra und (obwohl ich schon massenweise welche verschenkt habe) noch so ungefähr ein dutzend babies in der krabbelstube


    da ich sowieso bald wieder mal nachschub an weißfaulem brauche (hätte nie gedacht, daß das der renner auf der speisekarte wird), hoffe ich, bei der suche danach auch wieder was einheimisches zu finden

    hi tanja


    eine frage ist noch offen geblieben - womit sprühen?


    weil unser leitungswasser sehr kalkhaltig ist und ich ein fauler sack bin, der keine lust auf fensterputzen hat, nehme ich zum sprühen brita-gefiltertes wasser (ist nicht so teuer wie destilliertes, aber ausreichend kalkfrei). da brauch ich dann die terra-scheiben nur alle monate mal abzuwischen (ohne kalkentferner und/oder scharfes fensterputzmittel)


    als futterkalk mörsere ich eierschalen (ght besser, wenn man das innere häuchen abzieht) und streue die brösel auf das futter (stück gurke oder apfel, gern angegammelt, mit 2-3 brekkies reingedrückt, sodaß sie sich mit saft vollsaugen und aufweichen. z.t. sind die krabbler so wild auf die brekkies, daß sie sie aus der gurke oder dem apfel klauen und, die beute mit den vorderen beinen an die brust drückend, damit ihn ihrem versteck verschwinden (so nach dem motto: meins ist meins, und das nimmt mir auch keiner mehr weg)


    meine würmlein sind auch eher selten wirklich draußen, aber man kennt ja ihre verstecke (ich hab so einige rindenstücke, die natürlich nicht so schwer sind wie ein stein - da muß man keine angst haben, den tausie damit zuzudecken, ohne ihn zu zerquetschen). ab und zu nehme ich einen hoch und auf die flache hand. nach kurzer zeit rollt er sich wieder auf (manche sind schon so "handzahm", daß sie sich gar nicht mehr einrollen) und krabbelt dann auf meier hand rum oder den arm hoch. macht spaß, und man kann auch mit einer ganz normalen digicam im makromodus tolle prträtbilder schießen (geht im terra nicht so gut)


    meine gigas waren allerdings echte "schisser". kaum auf die hand genommen, gingen die analklappen auf und brrratz! (naja, kann man abwaschen). weil die gigas so plump und schwer sind, können sie einem relativ leicht von der hand fallen (ein aoutii krallt sich so fest an, daß man ihn problemlos kopfüber hängen lassen kann). das kann bei entsprechender fallhöhe und hartem boden schief gehen und der panzer brechen - also bitte aufpassen


    ach ja: weißfaules holz scheint der totale leckerbissen zu sein. das ist totholz, das schon so weich geworden ist, daß du es mit dem finger eindrücken oder zerzupfen kannst. findest du in jedem nicht aufgeräumten wald (und nicht selten sind ein paar einehimische tausies drauf)


    lg


    petronius

    ich sprüh mit brita-gefiltertem wasser (einfacher und billiger als destilliertes, ersoart das dauernde "fensterputzen"


    meine aoutii-babies (30 mm lang) sind durchaus aus dem spinnenterrarium (spalt zwischen schiebetüt und terra: vielleicht max. 2 mm) abgehauen und waren dann von der wohnzimmertapete zu pflücken

    ja, auf ungefähr das gleiche läuft meine konstruktion auch hinaus (muß doch noch mal versuchen, ein bild hier reinzustellen. irgendwie hatte ich da immer probleme mit der dateigröße)


    plexi war mein erster versuch, hat nur leider beim bohren und sägen zu leicht gesplittert (besser gesagt: für dieses material bin ich wohl zu grobmotorisch ;) ) und ist nicht kratzfest. deshalb bin ich auf glas gegangen. und mit holz arbeit ich halt gern


    zum glück führen immer mehrere wege nach rom. was es aber anscheinend nicht gibt, sind anständige abdeckungen von der stange


    lg


    petronius

    hab mit einem aquarium 60*30*30 cm die besten erfahrungen gemacht. gabs billig im zoohandel


    ich hab mir im baumarkt ebenfalls billigst zwei bilderrahmen format a4 besorgt (weißt schon, glasplatte auf preßspanplatte mit clipsen befestigt) und alles bis auf die glasplatten weggeschmissen ;)


    aus (quadratischen) vierkantleisten (ebenfalls baumarkt, billig) habe ich einen deckelrahmen gebaut: 20mm-leisten zu einem rechteckrahmen verschrauben (kurze seite knapp länger - innenmaß! - als eine glasplatte hoch und das aqua breit ist, lange seite knapp länger - innenmaß - als das aqua lang ist), 5mm-leistchen innen rundherum anleimen. glasplatten links und rechts im rahmen auflegen, evtl. mit auf paß darüber geleimten leistchen fixieren (wer genau arbeitet, kann sich so schiebefenster bauen)


    dann bleibt in der mitte des deckels ein loch, ca. ein drittel der gesamten deckelfläche, welches man mit fliegengitter (am besten über auf die 5mm-leistchen und die ränder der glasplatten geklebte klettbänder) zu macht


    macht ein wenig bastelspaß und funktioniert. für kräftige tiere ist das allerdings nicht völlig ausbruchssicher (ein telodeinopus aoutii ist schon mal auf das glassims des aquariums geklettert und hat dort das fliegengitter vom klettband hochgewuchtet)


    meine babies halte ich in einem spinnenwürfel, allerdings dichtet die schiebetür in den führungsleisten nicht wirklich ab und der eine oder andere ausbrecher hat das schon rausgekriegt...

    hi biene


    ich hab meine acuticonus nachzuchten von avarij (schönen gruß nach imsweiler!) und kann nur sagen, sie sind vällig problemlos zu halten. ich geb mir keine besondere mühe, temperatur und luftfeuchte zu regeln, sprüh halt so unregelmäßig, wenn mir die substratoberfläche zu trocken vorkommt. den acuticonen scheint das zu genügen, sie haben auch schon mal ein etwas zu weit gehendes austrocknen (schäm...) überstanden


    so wie übrigens auch die aoutiis im selben terrarium. mittlerweile krabbeln auch noch vier andere spezies drin rum. alle kriegen von mir apfel, banane, gurke usw. mit brekkies und zerstoßenen eierschalen (gekochte linsen hat keiner angerührt, ein noch nicht gelegtes hühnerei frisch aus dem bauch des huhns wurde begeistert angenommen. an laub oder totholz hab ich sie noch nie gesehen


    die acuticonus haben sich als subadulte hauptsächlich eingegraben, jetzt als adulte (und wie fett sie geworden sind!) lümmeln sie sich meist unter rindenstücken herum und sind nicht mehr so grabefreudig. besondere kletterer sind sie auch nicht, und im gegensatz zu meinen aoutiis oder den gregorius-babies auch noch nie ausgebüchst


    sind zwar nicht die dekorativsten, meine pummelchen, aber haben gerade deshalb was irgendwie gemütliches


    lg


    petronius

    so, mal ein paar kommentare von einem anfänger in sachen tausies:


    zum thema "gigas sind ja nur schwarz" häng ich mal ein foto an ;)


    meine gigas waren übrigens die einzigen, die ich auf einer börse gekauft und nicht von züchtern hier aus dem forum bekommen habe. und sie haben mich auch als erste wieder verlassen... sodaß ich für mich das fazit gezogen habe: bei einem händler weißt du nie, was du kriegst, und legst dafür noch extra kohle hin. laß ich also künftig lieber bleiben


    ich hab mittlerweile 6 verschiedene spezies (gigas wären die 7., lebten sie denn noch), in verschiedenem "hübschheitsgrad" (und verschiedenen entwicklungsstadien). meiner freundin und mir gefallen eigentlich die telodeinopus aoutii und spirostreptus hamatus am besten, weil sie so süße ringel- bzw. rosa söckchen an haben


    wichtig für mich war, daß die tiere einfach zu halten sind und es nicht übelnehmen, wenn sie mal einen tag zu spät oder aber zu viel besprüht werden. das klappt auch ganz gut, bisher gabs nur todesfälle, die auf natürliches alter zurückzuführen sein können, oder aber bei babies. ab einer bestimmten größe sind eigentlich alle relativ häufig an der oberfläche (bzw. muß man nur die rindenstücke umdrehen, die ich im terra hab, und darunter finden sich immer welche), die meisten klettern gut bis sehr gut und buxen auch schon mal aus, wenn man für fünf minuten vergißt, den deckel drauf zu legen. wehrsekret gibt eigentlich keiner in nennenswertem ausmaß ab, die gigas haben sich (und die hand, auf der sie waren) nur immer vor lauter angst angesch...


    nachwuchs hab ich von t. aoutii, und zwar reichlich. den hab ich (länge der tierchen: 20-30 mm) einfach mit substrat in eine filmdose gepackt, in deren deckel ich mit der nadel luftlöcher gepiekst habe, und in einem gepolsterten umschlag als ganz normalen brief z.b. nach polen geschickt (kostete, glaub ich, so um die zweieinhalb euronen). war völlig problemlos und alle habens gut überstanden


    ich finde, wenn man sich nicht gerade die empfindlichsten arten aussucht, sind tausendfüßer gute terrarientiere für die weniger ehrgeizigen oder begabten, machen viel mit und nehmens nicht krumm. und sind eine eintrittskarte in eine super forengemeinschaft, die jedem weiter hilft, wo es geht


    also, jacy: laß dir von einem aus dem forum ein paar nette krabbler schicken (kostet nicht die welt, auch mit porto und verpackung kommst du nicht auf die summen, die ein händler verlangt) und hab viel spaß damit


    lg

    hi teffi


    bin ja auch ein neuling, kann also nicht wirklich viel sagen, aber:


    Quote

    Original von Teffi
    Mich würde mal interessieren, wie die Füßer in ihrer ursprünglichen Heimat überhaupt leben. Und wie läuft das mit den Wildfängen? Werden die Tiere dann gezielt gesucht oder finden sie sich in ganz bestimmten Bereichen? Kann mir gar nicht vorstellen, dass die sich so schnell aufspüren lassen, wenn ich da an meine Versteckkünstler hier denke ;) Und sind einige der Arten dort eigentlich geschützt und selten oder kommen sie sehr häufig vor, also so wie bei uns manch einheimische Krabbler? :confused:


    ich kann dir nur von meinem ersten kontakt mit tausendfüßern berichten: das war in costa rica, wo uns unser dschungelführer auf ein paar hübsche schwarz-weiß-geringelte kerle aufmerksam gemacht hat, die einfach so auf einem baumstamm hockten. er pflückte sie vom toten holz, zeigte uns, wie sie sofort schutzhaltung einnahmen, und entlockte ihnen mit sanftem klopfen etwas wehrsekret, um uns dann an seiner eingesafteten hand schnuppern zu lassen. wir nahmen dann z.t. auch selber tiere auf die hand


    diese tausies also waren recht einfach zu finden (nachdem uns die ersten gezeigt worden waren, fanden wir überall welche). ob sie geschützt waren? naja, wir waren ja sowieso in einem nationalpark, wo eigentlich alles unter schutz steht, und zumindest uns touristen eingeschärft wurde, nichts zu zerstören, oder mitzunehmen. ich hatte den eindruck, die tiere kamen recht häufig vor


    Quote

    Original von Teffi
    Das Für und Wider von Wildfängen hab ich ja schon ein wenig erlesen können. Aber woher bekommt ihr eure Tiere, wenn es eine bestimmte Art sein soll, die als Nachzuchten nicht zu bekommen ist?
    Und woher bezieht ihr Tiere aus relativ seriöser Hand, wenn hier unter Mitgleidern nichts an den gesuchten Arten im Umlauf ist? Habe schon so viel von Ärger mit irgend welchen "Händlern" gelesen.


    bei wildfängen hätte ich einfach immer angst, daß es deshalb keine nachzuchten gibt, weil die viecher schwer zu halten sind. und was hilft mir der schönste wildfang, wenn er nach ein paar wochen das zeitliche segnet? ich weiß schon, wie schwierig es ist, über eine börse zu laufen und dann nicht der versuchung nachzugeben, sich was schönes mitzunehmen. aber ich hab mir vorgenommen, lieber auf die nachzuchten anderer krabblerfreunde zurückzugreifen


    lg

    hi baox


    gedanken machen ist immer gut!


    ich hab mein katzenknabberzeug lose bekommen, weiß also nicht, was auf der packung steht von wegen zusatzstoffe. daß farbstoff drin ist, davon würd ich aber mal ausgehen (ich hab mir also weniger gedanken gemacht, hoffentlich nicht zu wenig ;-) )


    aber ich seh das hier relativ unkritisch. was den wirbellosen mit sicherheit zu schaffen macht, ist alles, was eben solche tierchen umbringen soll - "insektengift". da ist der salat aus dem supermarkt sicher gefährlicher für die krabbler als die brekkies, die brauchen so was ja nicht


    zucker und hefe können kaum schädlich sein. zumindest meinen kleinchen hats nichts getan, als die zuckermelone schon leicht in gärung (was eben hefe mit zucker macht) übergegangen war. naja, vielleicht hatten sie am nächsten tag einen dicken kopf ;-)


    antioxidantien sind meistens vitamine wie c und e, sollten also nicht gefährlich sein. konservierungsstoffe sind gern benzoe-, milch- oder propionsäure bzw. deren salze. auch unbedenklich, würde ich meinen (gibt aber natürlich auch andere, bloß ist die wahrscheinlichkeit, z.b. biphenyl im hundefutter zu finden, eher gering)


    fazit: ich an deiner stelle würds einfach mal versuchen


    viel erfolg


    petronius

    hi mone


    danke für die bucheninfo. da werd ich mal einen beutezug ins gebück unternehmen ;-)


    anstatt einfrieren müßte ja auch die mikrowelle gehen, um unerwünschten terrariengenossen den garaus zu machen. geht schneller, was meinst du?


    über auseinanderfallende brekkies hab ich mir, ehrlich gesagt, gar keine großen gedanken gemacht. ich hab auch keine brekkies, sondern von einer katzenbesitzerin so kleine kleine leckerlis bekommen (sind nur knapp größer als linsen) und ein paar minuten ins wasser gelegt, bis sie sich vollgesogen haben. die waren dann noch gut zu handhaben


    gestern abend hab ich dann aber zum gammelapfel in der futterschale (der sowieso schon etwas "saft zieht") trockene "katzenlinsen" gegeben - und drei minuten später war mein gigasmännchen am mampfen


    anscheinend hat mein sonny wieder kraft tanken müssen, nachdem er seine cher so ausgiebig verwöhnt hatte ;-)


    lg


    petronius

    hi mone


    du gibst dir ja anscheinend ganz schön mühe bei der fütterung deiner krabbler, respekt!


    meine aoutii und gigas haben bisher immer gammelobst gekriegt und daran auch ganz gern rumgeknabbert, aber jetzt hab ichs mal mit trockenfutter für die katze (schön eingeweicht) versucht - und zumindest die gigas sind nicht mehr zu halten. das zeug wird praktisch schneller verputzt, als ich mit einweichen und nachlegen nach komme ;-) hoffentlich haben meine großen zwischendurch wenigstens auch mal die kleinen an den futternapf gelassen


    ich werd mich mal von deinem rezept fürs kraftfutter inspirieren lasen, wenns recht ist. denke da an katzenkekse/haferflocken/eierschale


    was meinst du mit "buche"? welkes oder frisches laub, weißbuche (hainbuche, betulaceae ) oder die "echte" rotbuche (fagaceae)?


    lg


    petronius

    hi mone


    vielen dank für deinen fortsetzungsroman - find ich super. ich würde mich daraufhin glatt für tausies interessieren - wenn ich nicht sowieso grad damit angefangen hätte - hehehe ;-)


    du hast ja echt schon einen ganzen zoo beieinander *ein bißchen neid*, aber ich kann das sooo gut nachvollziehen. bei mir tummeln sich bisher nur das trio infernal (romy, andrea und michel vom stamme der aoutii) und - seit ma - die gigas sonny and cher (hoffentlich habe ich beim kauf die geschlechter richtig bestimmt und es sind nicht siegfried und roy, die zwei sind so gschamig und rollen sich jedes mal ein, wenn man ihnen auf die [lexicon]Gonopoden[/lexicon] schauen will)


    trotzdem plane ich schon wieder weiteren zuzug (die "gemeinschaft" diplopoda ist einfach klasse!)


    ich wünsch dir viel spaß mit den krablern und - halt uns weiter auf dem laufenden!


    lg


    petronius


    ps


    wird zeit, es mal mit gurken zu versuchen. meine aoutii haben bisher mit zuckermelone und apfel nicht so richtig freude gehabt, aber gammelbanane kam gut :-)