Posts by Waldfee

    Hallo Johnny


    Geplant haben wir es noch nicht, aber vielen Dank für die Anregung.

    Wir wollten hier, sobald wir fertig sind (sind wir fast), zu Fragen und Diskussionen anregen und falls noch weitere Punkte gewünscht sind.


    Ob das in einen Anfänger-Leitfaden reinpasst, wissen wir noch nicht.

    Eigentlich führt das schon weiter.

    Aber an eine andere Stelle passt das bestimmt.

    Nachzucht


    Es ist immer wieder zu hören, dass vor allem Anfänger gleichgeschlechtliche Tiere halten möchten, weil sie befürchten, dem Nachwuchssegen nicht gewachsen zu sein.

    Zu diesem Thema möchte ich zu Bedenken geben, dass unsere Nachzuchterfolge mithelfen können, dass weniger Wildfänge aus ihren Herkunftländern importiert werden und wir dadurch Tierleid verhindern können.

    Wenn viele Diplopodenhalter die Nachzucht vermeiden, ist es sogar möglich, dass auch Allerweltsarten, die längst etabliert sind, wieder importiert werden müssen.

    Nachzuchten können hier über den Marktplatz verkauft oder getauscht werden.


    Es ist auch schön, seinen Tieren die Möglichkeit zu geben, so natürlich wie möglich zu leben. Außerdem ist es eine wertvolle und schöne Erfahrung, seine Tiere bei der Paarung zu beobachten und den Jungtieren beim Wachsen zuzusehen.

    Zusatzfutter


    Die Nahrung unserer Tausendfüßer ist das Substrat, in dem sie leben. Auch Flechten und Moos wird gerne genascht.


    Viele Arten gehen auch an Zusatzfutter, was uns die Möglichkeit bietet, sie beim Fressen zu beobachten.


    Man kann relativ viele Obst- und Gemüsesorten geben, sollte aber aus ökologischen Gründen auf Südfrüchte verzichten. Ob die Fruchtsäuren wirklich schädlich für unsere Tiere sind, ist noch nicht abschliessend geklärt.

    Alles sollte entweder ungespritzt sein oder sehr gut gewaschen bzw. geschält werden um Pestizidreste zu entfernen. Salat sollte man nur aus dem eigenen Garten geben, weil bei gekauftem Salat die Spritzmittel-Belastung und oft auch der Nitratgehalt zu hoch sind. Bioware eignet sich immer.

    Bei Obst muss man etwas vorsichtig sein, weil sich darauf Fruchtfliegen sehr schnell vermehren können. Im Sommer also eher auf Gemüse zurückgreifen.


    Besonders beliebt sind Gurke und Kürbis und im Sommer mit entsprechender Vorsicht Melone.

    Karotte kann man mit dem Sparschäler in Streifen schneiden und kurz in der Mikrowelle weich machen oder dünsten.

    Ebenso sind Kartoffeln gekocht beliebter, wie auch Erbsen oder Blumenkohl. Bitte alles ungesalzen.

    Man kann Apfel geben, Birne, Tomate, Champignons, Erdbeeren oder sogar Sprossen keimen lassen.

    Banane geht auch, macht aber Sauerei und das bereits erwähnte Fruchtfliegen-Problem.

    Wenn man Lust hat, kann man auch Babybrei anbieten.

    Alles Zusatzfutter wird meistens erst richtig gerne gefressen, wenn es schon etwas angegammelt ist.


    Diplopoden brauchen auch ab und zu Proteine.

    Da kann man auf eingeweichtes Katzen- oder Hundefutter zurückgreifen oder Fischfutter-Flocken geben. Direkt aufs Substrat gestreut wird es gerne angenommen, man kann es natürlich auch in einer Schale anbieten.

    In den Wintermonaten wird weniger Proteinfutter aufgenommen, im Sommer mehr.

    Es ist etwas schwierig, genaue Mengen zu nennen oder wie oft man Proteinfutter anbieten sollte.

    Es kommt auch darauf an, wieviel Bodenleben man hat (Springschwänze z. B. sind nach ihrem Ableben auch gutes Proteinfutter) und ob man verstorbene Tausendfüßer im Terrarium belässt


    Es ist nicht nötig, Wasser anzubieten. Unsere Tiere nehmen über die Nahrung und das Substrat das Wasser auf, das sie benötigen.

    Nach dem Sprühen werden auch gerne die Wassertropfen von den Scheiben aufgenommen.

    Eine Wasserschale ist auch gefährlich, wenn sich Nachwuchs im Becken befindet, da die kleinen Tiere darin ertrinken können.

    Hier hat Solaris etwas zur Wasseraufnahme geschrieben Klick

    Erwünschte und unerwünschte Mitbewohner


    Ein gesundes Bodenleben bewahrt uns vor übermäßigem Schimmelbefall und kann auch helfen, den ein oder anderen unerwünschten Mitbewohner in Schach zu halten.


    Überaus nützlich sind Springschwänze, die wir meistens mit dem gesammelten Substrat oder Moos einbringen.

    Sie bewegen sich auf der Bodenoberfläche und wenige Zentimeter im Boden, essen am Zusatzfutter, beseitigen dadurch Reste und helfen gegen Schimmelbefall.


    Tropische Weiße Asseln machen dasselbe, bewegen sich allerdings auch in den tieferen Substratschichten.

    Es gibt Meinungen, dass bei einer Überpopulation von Weißen Asseln diese sich auch an den Diplopodeneiern oder deren Larven vergreifen könnten.

    Solange sie nicht überhand nehmen, ist der Nutzen der Weißen Asseln auf jeden Fall größer als der Schaden, den sie möglicherweise verursachen.

    Wenn man sie nicht von einem befreundeten Diplopodenhalter bekommen kann, gibt es Tropische Weiße Asseln und auch Springschwänze im Zoofachhandel.


    Futtermilben und Raubmilben sind auch gern gesehene Gäste, da vor allem Raubmilben Trauermückenlarven fressen.


    Hier hat Solaris ein paar Bilder eingestellt Klick


    Zu den unerwünschten Bewohnern gehören vor allem Hundertfüßer, da sie sich am Nachwuchs unserer Diplopoden vergreifen.

    Es ist wichtig, alle Hundertfüßer abzusammeln. Manche haben mit ausgehöhlten rohen Kartoffeln, unter denen sie sich gesammelt haben, gute Erfolge erzielt.

    Manchmal ist es aber der einfachste Weg, das Substrat komplett neu zu machen.


    Möglicherweise schaden auch Regenwürmer unseren Tausendfüßern, wenn sie in großer Zahl auftreten und die Gelegenheit haben, groß zu wachsen. Das sollte man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, wenn sich trotz beobachteter Paarungen kein oder nur wenig Nachwuchs einstellt.


    Auch Käfer, Ameisen und Schnecken sollte man raussammeln, während Spinnen in der Regel keinen Schaden anrichten.


    Überaus lästig können Fruchtfliegen (Drosophila) werden. Im Sommer hat man sie meistens irgendwann in der Wohnung und von dort finden sie auch den Weg ins Terrarium.

    Deshalb ist es vor allem in der warmen Jahreszeit von Vorteil, wenn man sich auf Gemüse als Zusatzfutter beschränkt und kein Obst gibt.

    Auch das tägliche Absammeln von Resten kann helfen, wobei unsere Füßer ihr Zusatzfutter gerne etwas angegammelt geniessen.


    Ebenso lästig sind Trauermücken (Sciaridae), deren Larven man sich gerne mit dem Substrat oder auch mit Blumenerde bzw. Topfpflanzen einschleppt.

    Schnell kann es zu einem großen Befall kommen, dem man aber auch wieder Herr werden kann.

    Vorbeugend kann man Gelbtafeln in Terrariennähe und am Fenster anbringen, so dass man frühzeitig bemerkt, wenn es mehr werden.

    Meistens reicht es schon, wenn man bei Befall ein paar Gelbtafeln mehr aufhängt.


    Ist es doch zu einem massiven Befall gekommen, kann man an jedem Fenster Gelbtafeln anbringen, so dass die adulten Tiere abgefangen werden. Natürlich sollte man die Gelbtafeln regelmäßig erneuern.

    Zusätzlich kann man bei seinen Zimmerpflanzen eine Schicht Sand auf die Blumenerde geben und grundsätzlich nur von unten gießen, damit die Erdoberfläche etwas abtrocknet und gleichzeitig die Pflanzen allgemein eine Zeitlang trockener halten.

    Auch das Terrarium kann eine Weile trockener gehalten werden, sofern die Bewohner es tolerieren. Andernfalls hilft es zu giessen anstatt zu sprühen, weil dann die Oberfläche etwas trockener ist, was die Eiablage erschwert.

    Man kann auch mit dem Saugrohr des laufenden Staubsaugers vorsichtig versuchen, die fliegenden Trauermücken einzusaugen, das hilft schon viel. Natürlich darf kein Füßer in der Nähe sein.

    Als letzte Möglichkeit kann man auch Nematoden bestellen und das Substrat damit giessen. Hier kann man etwas zum Thema nachlesen Klick

    Pflanzen im Terrarium


    Moos


    Moos sollte in keinem Tausenfüßerheim fehlen. Da die Moospolster in der Regel nicht anwachsen, sollte man sie regelmäßig erneuern.

    Auch mit Moos bewachsene Äste halten sich dort nicht auf Dauer, vor allem, weil unsere Tausendfüßer sie sehr gerne abknabbern.


    Davon abgesehen, dass die grüne Farbe einfach hübsch aussieht, ist Moos auch überaus nützlich bei der Stabilisierung der Feuchtigkeit und die Füßer haben es teilweise auch zum Fressen gern. Es bietet unseren Tieren Versteckmöglichkeiten und es kann helfen, die ein oder andere Stelle abzupolstern, denn auch ein guter Kletterer kann einmal fallen.


    Moos kann man problemlos beim Waldspaziergang sammeln, sollte allerdings darauf achten, keine geschützten Arten mitzunehmen.

    Es versteht sich von selbst, dass man nicht eine Fundstelle komplett abgrast, sondern nur hier und da ein Polster mitnimmt. Das Moos soll schließlich wieder nachwachsen können.


    Um Mitbewohner zu minimieren, kann man das Moospolster gut ausschütteln und gründlich absuchen. Auch Wässern ist möglich.

    Oder man läßt das Moospolster einige Zeit im Keller oder einem anderen geschützten Ort liegen und läßt es dort trocknen.

    Es darf komplett trocken und braun werden, das passiert in der Natur auch.

    So kann man sich z. B. für den Winter, wenn Schnee liegt, einen Vorrat anlegen.

    Vor Verwendung wird das trockene Moospolster kurze Zeit in einer Schale gewässert, vorsichtig ausgedrückt und wieder hübsch gemacht und ins Terrarium gelegt.

    Es wird schnell wieder grün und die Tausendfüßer fressen es gerne.


    Grünlilie (Chlorophytum comosum)


    Die Grünlilie ist eine Pflanze, die fast alles verzeiht.

    Egal ob viel oder wenig Licht, Wasser oder Wärme, sie kommt mit fast allen Bedingungen zurecht. Das macht sie zu einer geeigneten Terrarienpflanze.


    Wenn man sie in Fensternähe stehen hat, produziert sie bereitwillig unzählige Ableger, so dass für Nachschub gesorgt ist.

    Sie ist auch nicht giftig für unsere Tiere, so dass diese gerne knabbern dürfen.


    Wenn man allerdings sein Terrarium hell stehen hat bzw. beleuchtet und die Pflanze zusätzlich noch Wärme geniessen darf, kann die Grünlilie schnell zu groß für unsere Zwecke werden. Sie verbreitet dann ihre fleischigen Wurzeln im gesamten Substrat. Die fleischigen Wurzeln können aber auch von Vorteil sein. Sie nehmen überschüssiges Wasser aus dem Substrat auf und geben es an die Luft ab. Das kann helfen, wenn man doch einmal zu viel Wasser ins Terra gegeben hat.

    Die Grünlilie ist auch im Terrarium eine sehr langlebige Pflanze.


    Es eignen sich je nach Licht- und Wärmeverhältnissen auch andere Pflanzen, wie z. B. Efeutute, Farn oder verschiedene Dickblattgewächse.

    Dazu steht einiges im Praxisratgeber Tausendfüßer und im Forum findet sich auch der ein oder andere Bericht, wenn man sich dafür interessiert.

    Wichtig ist, dass man Pflanzen bekommt, die nicht überdüngt und gespritzt sind. Trotzdem sollte man sie vor dem Einsetzen mehrmals gut abbrausen und das Wurzelwerk von Erde befreien und gründlich abspülen.

    Es versteht sich von selbst, dass die Pflanzen ungiftig für unsere Füßer sein sollen und kein scharfes Blattwerk haben oder womöglich Stacheln, an denen sich unsere Füßer verletzen können.


    Man kann aber auch komplett auf Pflanzen verzichten, außer auf Moospolster, und sein Terrarium mit künstlichen Pflanzen verschönern. Auch diese sollten keine scharfen Stellen haben, an denen sich Füßer verletzen könnten. Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.


    Wenn man Zusatzfutter gibt, wird man immer wieder Keimlinge finden, z. B. von Kürbis, Gurke oder Tomate, wenn man die Kerne nicht entfernt hat.

    Diese werden entweder aufgegessen oder plattgewalzt.

    Substrat


    Das Substrat ist die Lebens- und Nahrungsgrundlage unserer Tausendfüßer und dementsprechend sorgfältig sollten wir es vorbereiten.

    Die Substrathöhe sollte mindestens 15 cm betragen.

    Man kann das Substrat nach hinten ansteigen lassen, falls es z. B. bei einem Terrarium wegen der Türen nicht möglich ist, über den kompletten Raum das Substrat in der erforderlichen Höhe einzufüllen. Mit dicken Ästen oder Rinden kann man auch Stufen einbauen.

    Fertigmischungen aus der Terraristik sind in der Regel ungeeignet, da darin oft für unsere Füßer schädliche harzige Bestandteile von Nadelholz oder Kokosfasern enthalten sind und die Zusammensetzung nicht den Bedürfnissen von Diplopoden entspricht.

    Es gibt auch Onlineshops, die Fertigsubstratmischungen anbieten, diese sind allerdings teuer. Deshalb wird hier im Forum immer wieder der Rat gegeben selber im Wald zu sammeln.


    Das Substrat kann ganz einfach selbst gemischt werden. Alle Bestandteile kann man selbst im Wald sammeln bzw. Sand und Kalk günstig im Handel erworben werden.

    Man braucht

    - 3 Teile Walderde aus einem Laubwald

    - 2 Teile verrottetes Laub vom Vorjahr

    - 2 Teile weißfaules Holz von Laubbäumen, es sollte schon fluffig weich sein und sich leicht zerbröseln lassen.

    - 1 Teil Sand, z. B. Spielsand oder auch Vogelsand

    - 1/2 Teil Kalk, z. B. gekörnter Kalk aus dem Gartenfachhandel, zermahlene Sepiaschale,

    oder fein vermahlene Eierschalen


    Zur Substratbeschaffung hat Solaris hier Klick alles Wichtige zusammengefaßt.


    Natürlich sollte man nicht in unmittelbarer Nähe stark befahrener Straßen sammeln und es sollte auch nicht gegen den Eichenprozessionsspinner gespritzt worden sein. Am Wegrand muß man auch mit Hundepipi oder anderen tierischen Hinterlassenschaften rechnen.


    Wer nur Mischwald in der Nähe hat, kann auch dort sammeln, sollte aber darauf achten, nicht allzu viele Tannennadeln mit dabei zu haben.

    Wenn die Erde relativ sandhaltig ist, kann der Sandanteil reduziert oder ganz weggelassen werden.


    Wer Probleme hat, an Waldboden zu gelangen, kann auch auf Erde aus dem eigenen Garten zurückgreifen, sofern nicht gespritzt wurde und nur mit Kompost gedüngt. Komplett ungedüngte Erde scheint es im Handel nicht zu geben, auch Anzuchterde hat einen geringen Düngeranteil.

    Im Zweifelsfall kann man die Erde auch weglassen und den Sandanteil so reduzieren, dass das Material locker ist, die Grabegänge der Füßer aber nicht gleich komplett zusammenfallen.

    Beim ersten Substratwechsel ist der Erdanteil dann das verbrauchte Substrat, das eine Vielzahl an Mikroorganismen enthält einschliesslich unserer Bodenpolizei bestehend aus Springschwänzen, Asseln und wenn man Glück hat auch Raubmilben.


    Wenn man seine gesammelten Schätze zu Hause hat, ist es ratsam, unerwünschte Bewohner wie z. B. Hundertfüßer, Schnecken oder Käfer abzusammeln.

    Das Substrat in der Mikrowelle oder dem Backofen zu sterilisieren oder einzufrieren macht wenig Sinn, da man damit nützliche Bodenorganismen zerstört, die einem bei der Schimmelbekämpfung helfen.

    Abgesehen von der Geruchsbelästigung und der Brandgefahr.

    Um unerwünschte Tierchen zu minimieren, kann man das Substrat an einem sonnigen Tag auf dem Boden ausbreiten und trocknen lassen. Die meisten unerwünschten Bewohner machen sich dabei aus dem Staub.

    Im Winter kann man es auch im Keller, sofern vorhanden, ausgebreitet liegen lassen, bis es nahezu trocken ist oder wenn es nicht zu nass ist, in z. B. einem alten Kopfkissenbezug lagern und regelmäßig durchmischen.

    Beim Anmischen des Substrates muss dann natürlich entsprechend Wasser dazu gegeben werden.

    Hallo miteinander


    Im Terrarium ist so langsam wieder mächtig was los.

    Vor ein paar Tagen hatte ich am frühen Nachmittag gesprüht bei srahlendem Sonnenschein und kurz darauf haben sich etliche Tiere blicken lassen.

    Auch die an sich eher lichtscheuen S. gregorius.


    Von oben durch die Glasscheibe S. gregorius auf der Kokosschale bei der Wasseraufnahme und einer am Flechtenast.

      


            


    Ich hätte nicht gedacht, dass man mit dem Handy abends durch die Glasscheibe durch einigermaßen gute Bilder hinbekommt.

    C. splendidus als Haufen und bei der Paarung und Jungtiere von D. macracanthus

            

    Standort des Terrariums


    Ein klein wenig sollte man sich Gedanken machen, wo man seine Tiere haben möchte. Es gibt durchaus Plätze in der Wohnung, die nicht so gut geeignet sind.


    Man sollte unbedingt auf die Sonneneinstrahlung achten. Der begrenzte Raum heizt sich in der Sonne sehr schnell auf und das Klima für unsere Tiere wird schnell ungemütlich bis unerträglich.

    Also entweder ein schattiger Platz oder konsequent schattieren.


    Ein Platz direkt an der Heizung kann möglicherweise zu schneller Austrocknung des Substrats führen. Das muss man ausprobieren und gut beobachten.

    Sollte das Terrarium direkt an einem Fenster stehen, über das regelmäßig gelüftet wird, sollte man an kalten Tagen eventuell einen Schutz anbringen, damit das Substrat nicht zu stark auskühlt.

    Als Schutz eignen sich beispielsweise eine dicke Decke, Pappe oder eine Styroporplatte.


    Möchte man beheizen oder beleuchten, sollte eine Steckdose in der Nähe sein.

    Terrarium


    Diplopoden lassen sich in einfachen Faunaboxen, Kunststoffboxen mit Luftlöchern, Terrarien mit Falltür, Flügel- oder Schiebetüren oder in Aquarien mit selbstgebautem Deckel halten.


    Die Größe des Terrariums richtet sich nach der zu erwartenden Körperlänge des adulten Tieres. Es sollte mindestens dreimal so lang sein wie die Körperlänge des Tieres und zweimal so tief.


    Die Höhe hängt davon ab, ob die darin zu haltenden Diplopoden Bodenbewohner sind oder eher kletterfreudige Arten. Es sollten mindestens 15 cm Substrat eingefüllt werden können und noch entsprechend Luftraum vorhanden sein. Bodenbewohner brauchen natürlich weniger Luftraum als Baumbewohner.


    Kletterfreudige Arten sind auch gut in einem Hochterrarium untergebracht, was aber nicht zwingend notwendig ist, wenn man das Terrarium sinnvoll mit Kletterästen ausstattet.


    Da Terrarien mit Flügeltüren aktuell in der Diplopodenhaltung noch eher selten genutzt werden, hier ein Link zu Erfahrungsberichten aus dem Forum


    Gedanken vor der Anschaffung von Diplopoden


    Die Diplopodenhaltung ist ein wunderschönes Hobby, das nicht besonders arbeits- und kostenintensiv ist, bis auf die eventuelle Anschaffung eines Terrariums oder wenn man sich entscheidet, es zu beleuchten oder zu beheizen.


    Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Man sollte regelmäßig sprühen oder gießen, ab und zu Zusatzfutter geben und Nahrungsreste entfernen.


    Man kann seine Tiere sogar mehrere Tage alleine lassen, wenn man gut vorgesorgt hat und nicht gerade eine Hitzewelle herrscht.

    Der größte Zeitfaktor ist der Substratwechsel, den man glücklicherweise nur alle paar Monate machen muss, je nach Terrariengröße und Anzahl der Füßer.


    Es fallen auch keine Tierarztkosten an und die Einrichtunggegenstände, die man kaufen möchte, kosten nicht besonders viel. Auch der Erwerb der Füßer ist erschwinglich, vor allem, wenn man hier im Forum nach Tieren Ausschau hält.


    Also alles in allem ein ideales Hobby.


    Trotzdem sollte man sich ein paar Gedanken machen, ob die Diplopodenhaltung wirklich geeignet für einen ist.


    Es wäre von Vorteil, wenn man die Möglichkeit hat, ohne größeren Aufwand regelmäßig in den Wald zu kommen um Substrat und Einrichtungsgegenstände zu besorgen. Man bekommt zwar auch Substratbestandteile oder bereits fertig gemischtes Substrat in Internetshops, allerdings fehlen uns noch die Erfahrungswerte, wie geeignet diese wirklich sind. Auch sollte man nicht besonders zimperlich veranlagt sein, wenn man etwas Natur im Haus hat. Man wird immer wieder irgendwo Moos, Flechtenäste, weißfaules Holz o. Ä. herumliegen haben. Ebenso muss man damit rechnen, dass ab und zu Trauermücken in der Wohnung herumfliegen, sich einmal ein Springschwanz verirrt oder man an der Wand, oder wo auch immer, einen entflohenen Tausendfüßer entdeckt.


    Auch im Substrat tummelt sich so einiges an Getier. Wenn man sich im Wald Blätter usw. besorgt, fasst man mitunter auch Dinge an, die man lieber nicht angefasst hätte. Der Substratwechsel kann einen ganzen Nachmittag kosten und macht durchaus Dreck und je nach Terrariengröße hat man keine andere Möglichkeit, als es in der Wohnung zu machen.


    Auch das Umfeld reagiert meistens mit einem Iiih, wenn man von seinem Hobby erzählt.

    Hi


    Also ich gehe da eher mit Johnny.

    Ich empfinde es als schlimm und es tut mir auch weh, wenn jemand Tiere ißt, die für mich Haustiere sind.

    Da ich neben den Tausendfüßern auch Farbratten halte, muss ich da doch einiges einstecken.

    Natürlich, andere Länder, andere Sitten... aber das Video mag ich mir trotzdem nicht mehr ansehen.


    Ich finde es auch furchtbar, wie wir unsere Nutztiere halten. Schon alleine das Wort Nutztiere.

    Trotzdem ernähre ich mich nicht vegan und bin auch bekennender Fleischesser.

    Ich schaue inzwischen recht genau, wo mein Fleisch und sonstige tierische Produkte herkommen und ich esse auch nicht Unmengen davon.


    Insekten habe ich auch schon probiert und sehr lecker gefunden.

    Das scheint durchaus eine gute Alternative zu sein, sofern man auch hier nicht die Achtung vor den Tieren und dem Leben an sich verliert.


    Liebe Grüße

    Sabine

    Oh, ich wurde schon einmal angesprochen von zwei älteren Herrschaften, die es ganz toll gefunden haben, als wir von den Tausis erzählt haben.

    Das hat mich richtig gefreut, dass die so aufgeschlossen waren. Alle anderen in meinem Umfeld finden die Tiere nur bäh.


    Ich habe auch einen alten Rucksack und Gott sei Dank sind überall um mich herum Wälder.


    Liebe Grüße

    Sabine

    Bitte macht doch potentielle Bezugsquellen per PN aus oder versucht zumindest keine Klar-oder Handelsnamen zu verwenden.

    Ok, das habe ich nicht bedacht. Tut mir leid.

    Dann hat sich dieser Punkt erledigt.


    Sollte es aber doch gute Bezugsquellen geben, dann bitte per PN an mich oder Basti. Wir würden das dann auch nur über PN weitergeben.


    Liebe Grüße

    Sabine