Posts by Lokinette

    Hallo,


    die Spirostreptus spec. 1 (die meinst Du mit Spirostreptus "Tansania"), Spirostreptus gregorius und Telodeinopus aoutii sind ja alle recht anspruchslose (und vermehrungsfreudige) Arten, ich halte die aktuell auch in größerer Anzahl zusammen und habe da keine Probleme feststellen können. Auch die Terragröße halte ich für vier Tiere für vollkommen in Ordnung und gerade die T. aoutii klettern bei mir gern und viel. Bei 30 cm Höhe (minus ordentlich Substrat) bleibt ja nicht mehr so viel Luft nach oben ;)


    LG
    STefft

    Hallo,


    wie Du merkst wirst Du um einen Waldspaziergang nicht ganz drumherum kommen, da nützt auch keine Diskussion ;)


    Ich bin ja allein schon wegen unseren Hunden viel und oft draußen, hab aber trotz mehrerer Terrarien auch nicht bei jedem Wetter jedes Mal die Lust auf dem Boden rumzukrabbeln. Deshalb betreibe ich Vorratshaltung und sammel, wenn ich schon mal dabei bin, gleich mehrere Portionen Laub, weißfaules Holz oder Äste. Für ein Terrarium mit ein paar kleinen Tieren musst Du also nicht jedes WE in den Wald fahren, da kommst Du mit einer großen Tüte voll Zeug erstmal lang genug hin, um dann den weiteren Verbrauch absehen zu können.


    LG
    Steffi

    Ah, hab grad Deinen Edit gesehen.
    Zum Vergleich: Ich hab z.B. in 80x40x60 cm aktuell 5 große Tiere (vergleichbar mit den A. gigas) drin und da kommen noch einige Tiere einer mittelgroßen Art mit rein. Substrathöhe ist vorne bei etwa 10-15 cm, dahinter liegen zwei dicke Äste als Stufe, um dahinter dann auf 20-25 cm zu kommen (so gelöst, damit halt nicht die ganze Erde durch die Frontlüftung rauskrümelt).


    LG
    Steffi

    Hey,


    an permanenten Aufgaben habe ich das Sprühen für die Luftfeuchte, dann wässer ich hin und wieder nach Gefühl den Boden (bei großen Becken sprühst Du Dich mit nem kleinen Handsprüher kaputt und dann ist nur die Oberfläche nass und der Boden darunter trocknet über die Zeit trotzdem aus). Ab und an kann man ein bißchen Substrat nachfüllen bzw. einen Teilwechsel machen. Oder man tauscht in größeren Abständen das komplette Substrat aus. Und dann noch füttern und evtl. gammelige Reste entfernen. Alles in allem ist das aber wenig Aufwand und auch wenn man mal länger nicht da ist, kommen die Tiere ne Weile ohne einen aus. Mit genügend Pflanzenoberfläche und z.B. einem Moospolster am Boden hält sich Feuchtigkeit recht lange.


    Nicht alle Tiere ernähren sich ausschließlich vom zersetztem Pflanzenmaterial im Boden. Viele Arten sind auch auf der Oberfläche auf Nahrungssuche (auch die A. gigas) und nehmen dann auch Gemüse, Obst, tierische Proteinquellen gerne an. In oben genanntem Link findest Du unter Haltung auch einen Text zu geeigneten Futtersorten.


    Die Mücken, die aus dem Substrat schlüpfen, sind keine Drosophila, sondern Trauermücken. Die sind lästig und v.a. für die Wurzeln vorhandener Pflanzen schädlich. Ich selbst hab jetzt keine Ahnung wie andere das lösen (evtl. mal die Suchfunktion bemühen), aber es gibt Möglichkeiten dem Herr zu werden. Einerseits kann man das Substrat vorher durchtrocknen/durcherhitzen, damit murkst man allerdings nicht nur die Mückenlarven und so ein paar Springschwänze und Asseln, die sich um Schimmelbefall kümmern, sind eigentlich ne gute Sache. Andererseits kann man Gelbtafeln etc. aufhängen (natürlich außerhalb vom Terrarium!). Ich hab das Problem nur noch bei neu eingerichteten Terrarien und versuche dann bei jedem Sprühen möglichst viele Mücken zu vernichten und hab zudem noch ein paar fleischfressende Pflanzen in Terrariennähe stehen, die fangen tatsächlich auch gut was weg ;)


    Wenn man im Wald Laub sammelt und das so ins Terrarium gibt, hat man natürlich allerhand Viehzeug dabei. Schnecken und größere Käfer sammel ich ab und bring sie wieder raus, Spinnen dürfen teilweise bleiben. So ne kleine Radnetzspinne fängt einem die Fliegenviecher ja auch gut raus. Alles, was Tausenfüßernachwuchs evtl. gefährlich werden kann (Hundertfüßer!) wird vor dem Einbringen des Substrats schon so gut es geht manuell entfernt ;)


    LG
    Steffi

    Hallo,


    ganz viele Infos zu Haltung etc. findest Du auf Diplopoda.de
    Zu Deinen Fragen:


    Die Tiere benötigen eine etwas höhere Luftfeuchte, daher ist keine allzu große Lüftungsfläche nötig. Es reicht, wenn Du ein Öffnung in den Deckel machst und diese mit Gaze abklebst. Es geht mehr darum, dass es nicht gar so muffig und heiß wird und sich evtl. lebende Pflanzen auch ein bißchen über Luftbewegung freuen.


    Bei vielen Arten ist Nachzucht nicht so leicht zu bewerkstelligen bzw. ist es schwer die Kleinen dann auch groß zu kriegen. Daher die große Freude über Nachwuchs. Die A. gigas sind zwar schon gut etabliert und es gibt recht viele Nachzuchten, aber dennoch findest Du z.B. oben im Kleinanzeigen-/Marktplatz-Bereich aktuelle Gesuche. Es stellt also in der Regel überhaupt kein Problem dar, Abnehmer zu finden. Und auch bei den vermehrungsfreudigen Arten geht es im Vergleich zu anderen Wirbellosen recht langsam zu bis man stabile Jungtiere hat.


    Du verpasst kein Spektakel, wenn Du auf Pärchenhaltung verzichtest, aber Du kannst halt auch kein Paarungsverhalten beobachten... ;)


    Die Geschlechtsbestimmung ist kein Problem und erfordert bei den großen Arten nur wenig Übung, dann hat man es raus. Auf was Du genau achten musst, erfährst Du auf oben verlinkter Seite.


    Kannst Du Dein Aquarium nochmal genau nachmessen? Nur 20 cm Tiefe auf 100 cm Länge kommt mir für ein normales Aquarium doch merkwürdig vor ;) In einem normalen Terrarium/Aquarium mit der Grundfläche 100 auf sagen wir 40 kannst Du schon einiges an Tieren halten. Die Anzahl hängt dann eher von Deiner Substrathöhe ab. Es sollten sich alle Tiere gleichzeitig im Substrat aufhalten können (z.B. zur Häutung) und dabei auch noch Platz um Nachbarn haben ;)


    Das Terrarium in zwei Ebenen gliedern? Da muss ich jetzt grad an so Nagerkäfige mit eingebauten Plattformen denken und verstehe das in Bezug auf Diplopoden nicht so recht. Da Du bei einem Aquarium ja nicht durch Türen/Frontlüftungen beachten musst, bist Du mit der Einfüllhöhe ja frei. Und darüber kannst Du gerne noch Platz lassen für Äste/Klettergelegenheiten, da einige Arten (auch A. gigas) auch gerne und viel klettern, wenn sie Gelegenheit dazu haben.


    Sofern die Haltungsbedingungen der Arten nicht allzu weit auseinandergehen, ist es überhaupt kein Problem verschiedene Tausendfüßerarten in einem Becken zu halten.


    Eigentlich riecht so ein Becken nicht bzw. riechen meine höchstens nach Erde. Durch die hohe Luftfeuchte und Wärme gammeln Futterreste und evtl. unbemerkt verendete Tiere natürlich recht schnell und das riecht man. Aber das ist ja keine dauerhafte Belästigung und lässt sich leicht regulieren ;) Manche Arten geben recht schnell bzw. viel Wehrsekret ab (die A. gigas zähle ich da überhaupt nicht zu) und das kann man dann natürlich einen Moment riechen, wenn ein Tier sich gerade genervt gefühlt hat oder irgendwo runtergefallen ist und vor Schreck mal kurz "gesaftet" hat. Aber auch das ist kein Dauerzustand, kann halt nur mal vorkommen ;)


    Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen!


    LG
    Steffi