Posts by solaris195

    Spätestens seit man Kenntnis hat über die Eiablagetechnik einiger Spirobolida-Arten weiß man, dass Diplopoden in der Lage sind, mit ihrem ausgestülpten Enddarm Flüssigkeit aufzunehmen wie mit einem Schwamm.
    Das wurde auch ab und zu mal beobachtet bei den Tieren zur Aufnahme von Kondenswasser von den Terrarienwänden oder aus feuchtem Substrat.


    In letzter Zeit häufen sich die Beobachtungen hier im Forum, so dass fast täglich darüber berichtet wird.
    Laut meiner Statistik erfolgen diese Meldungen ausschließlich bei Haltern, die Trinkwasserschalen in ihren Terrarien benutzen. Da liegt der Schluss nahe, dass ein Zusammenhang besteht.
    Da Diplopoden keine speziellen Organe zur Ausscheidung von Wasser besitzen, kann man davon ausgehen, dass sie überschüssiges Wasser auf die umgekehrte Weise über den ausgestülpten Enddarm ausscheiden. Und deswegen häufen sich die Beobachtungen in letzter Zeit, seit die Verwendung von den überflüssigen Trinkschalen zugenommen hat.


    Wenn also ein „Trinkschalenanwender“ ein Tier mit ausgestülptem Darm sieht, so nimmt es keine Flüssigkeit auf, sondern es sondert Flüssigkeit ab.


    Anmerkung: Bei mir in den Terrarien konnte ich das Ausstülpen des Enddarmes nie beobachten. Weder bei den adulten Tieren noch bei den unzähligen Nachwuchstieren.


    Wenn mir das passieren würde, würde ich zunächst den pH-Wert im Substrat an mehreren Stellen messen. Dann kann man weiter sehen. Es gibt da Teststreifen, die einfach zu benutzen sind. Miss auch das Wasser in den Wasserschalen. Es kann ja auch sein, dass aus den Schalen etwas ins Wasser diffundiert.
    Vielleicht hast du auch einfach viele Torfanteile im gesammelten Boden, aber das siehst du dann, wenn du den pH-Wert misst.

    Da stimme ich dir zu, das sieht nicht wie ein normaler Tod aus. Habe so etwas auch noch nie gesehen.
    Das sieht aus, als hätte er (sie) mit der Seite in einem sauren oder basischen Bereich gelegen. :thumbdown:
    Etwas, das die Chitinoberfläche entfärbt, so dass man die Kalkschickt durchschimmern sieht.


    War dein Plasmodium auch in dem gleichen Becken?

    Hallo Sabine, bin "zufällig" auf dieses Zitat von Peter gestoßen, wonach deine Beobachtung bestätigt wird. :thumbup:
    Es scheint bei mehreren Arten bei den Spirobolida aufzutreten.


    Bei einigen Spirobolida können je nach Art/Geschlecht noch mehrere Häutungen nach der Geschlechtsreife erfolgen (ohne Segmentzuwachs). Leider liegen bisher kaum Daten für den Entwicklungszyklus von Arten dieser Ordnung vor, allgemein sind sie aber recht segmentarm und werden daher schätzungsweise 6 bis 9 Häutungen benötigen.

    Hallo San,
    du solltest nach einem Forum für "Phasmiden" suchen, so heißen die "Stabschrecken". Wenn du kein spezielles Forum dafür findest, so gibt es z.B. im Insektenforum unter der Rubrik "Insektenhaltung" jede Menge Beiträge und Hilfen.
    Es stimmt nicht, dass Phylliumarten (Wandelnde Blätter) leicht zu halten sind.
    Du musst die Futterpflanze suchen, die kann unterschiedlich sein, und danach deine Auswahl treffen.

    Ich denke schon, dass er sich von der Wurzel (Totholz) ernährt. Sie sind aber keine Pilze, haben also kein Mycel, sondern sind eine Anhäufung von Einzellern, die auch wandern können.
    Im Wald sieht man sie manchmal auf Baumstümpfen.
    Vielleicht weiß Shura dazu mehr, sie ist ja unsere Mykologin und interessiert sich auch für Schleimpilze.

    Du kannst ihn rausnehmen, dann bleibt das Pilzmycel, der eigentliche Pilz, trotzdem drin. Du kannst ihn auch lassen, dann wirst du sehen, ob deine Tiere den fressen. Sonst fressen sie das Pilzmycel, ohne dass du es siehst. :)
    Es ist auf keinen Fall für deine Tiere gefährlich.


    Noch eine Anmerkung zum Versand: Ich würde bei diesem Wetter nicht versenden. Schon gar nicht mit Heatpack, wenn der Absender damit keine Erfahrung hat. Und bei DHL innerhalb Deutschland habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie am nächsten Tag da sind, da ist Express auch nicht schneller.

    So wird das Plasmodium auch oben beschrieben, das ist praktisch das Fortpflanzungsstadium und die Verbreitung läuft so ab, wie du es beschreibst.
    Der Schleimpilz selbst muss nicht unbedingt für dich sichtbar gewesen sein, kann auch mit dem Substrat eingeschleppt worden sein und hat in/an der Wurzel scheinbar optimale Bedingungen (Feuchte,Temperatur) gefunden um sich zu vermehren. :)
    Vielleicht entwickelt sich aus den Sporen wieder ein Schleimpilz, das wäre ja wirklich ein Ereignis, das man selten beobachten kann.
    :thumbup:

    Hallo Sabine,
    zusätzlich zum WFH kann man auch braunfaules Holz mischen, wenn man welches findet. Man muss nur immer im Kopf behalten, dass sich die Tiere nicht davon ernähren können. Es dient lediglich, so wie der Hanf, als zusätzliches Füllmaterial. Das war auch das Motiv zur Verwendung der Kokosfasern. Nur bei denen hat sich herausgestellt, dass die Tiere es in Notfällen auch fressen, mit oft verheerenden, tödlichen Folgen.
    Der Nachteil der Füllmaterialien: Es wird dem Halter eine größere Substratmenge vorgegaukelt, die scheinbar länger hält.

    Hallo Tobi,
    das WFH dient ja der Ernährung der Tiere, sowohl das durch den Pilz bereits umgesetzte Holz als auch das Mycel selbst. Das können die Verdauungsorganismen eben verarbeiten, Hanf aber nicht, genau so wenig wie Kokosfasern.
    Ich würde schon den weiteren Weg auf mich nehmen und dann eben einen größeren Vorrat sammeln. :)

    Ich nehme an, Shura meint das Plasmodium, das Schleimpilze ausbilden können. Hier ein Zitat aus "Henry Stempen, Steven L. Stevenson: Myxomycetes."


    "Als Plasmodium wird bei Schleimpilzen eine vielkernige, membranumschlossene Protoplasmamasse bezeichnet, die sich per Phagozytose ernährt. Bei den Myxomyceten geht aus der einkernigen amöboiden Zelle der ersten Phase durch mehrfache Kernteilungen ein vielkerniges Plasmodium hervor. Es stellt die wichtigste Phase des trophischen Stadiums im Lebenszyklus der (echten) Schleimpilze dar. Unter günstigen Umständen reift das Plasmodium, bildet Fruktifikationen aus und geht in einen sporenbildenden Fruchtkörper über. Die in diesem Fruchtkörper, dem Sporokarp, enthaltenen Sporen werden nach dessen Zerfall mit dem Wind verbreitet.
    Aus diesen können keimend wiederum einzellige amoeboide Lebewesen entstehen – eine Myxamöbe oder in nasser Umgebung begeißelt ein Myxoflagellat –, zunächst mit nur einem Zellkern."

    Nein, die Coxalblase hat in ihrer Außenwand verschiedene Dicken und somit auch optische Unterschiede. Hier kannst du das auch deutlich sehen. Sie dient nur als Hebewerkzeug für die Gonopoden.
    Der Samen wird nur vom Penis beim 3.Segment in die Gonopoden übernommen und wird erst in der Vulva der Weibchen abgesetzt, ist also nie zu sehen. :)

    Wenn es für deinen Kronengecko nicht schädlich ist, dann ist es für Diplopoden auch nicht schädlich. Die Umkehrung gilt übrigens nicht. :)
    Es kann einfach nur sein, dass sie das nicht fressen.
    Hier kannst du mal nachlesen, wie begeistert sie Babynahrung zu sich nehmen und da sind auch unsinnige Zusatzstoffe drin. :)

    Du darfst alles probieren, außer Futter, das mit Insektiziden behandelt wurde. Du wirst schnell merken, was sie mögen und was nicht. Alles was wir zufüttern dient nicht der Ernährung, sondern ist "Naschzeug" für die Diplopoden. :)
    Ernähren sollen sie sich vom Substrat !