Posts by solaris195

    Ich nehme an, das sind Waldregenwürmer. Ich versuche, sie möglichst fern zu halten, da sie ja Futterkonkurrenten sind und außerdem das Substrat verklumpen.
    Wenn man Substratwechsel macht findet man sie in den verdichteten Ecken in Knäueln.
    Gefährlich für unsere Tiere sind sie nicht, auch nicht für den Nachwuchs, ich habe sie auch immer in allen Terrarien.

    Nein, bei geringen Flüssigkeitsmengen werden die Kalium- und Natriumionen im Enddarm wieder resorbiert so wie das Wasser selbst auch. Sie nehmen ja mit der Nahrung ausreichend Flüssigkeit auf und wie oben beschrieben wird die Wassermenge im Körper konstant gehalten.
    Ich sprühe überhaupt nicht. Nur wenn die Substratoberfläche trocken ist, wird sie leicht beregnet. Ich halte das Substrat feucht, die rLF messe ich nicht und sie interessiert mich auch nicht. :)

    In Zusammenhang mit der Anwendung von Wasserschalen muss man darauf hinweisen, dass das Wasserhaushaltssystem bei Arthropoden so organisiert ist, dass unter normalen Umständen kein Wasser
    aufgenommen werden muss.
    Der ph-Wert im Darm ist leicht sauer u.a. durch K+ und Na+ Ionen, die aus den Darmwänden durch Osmose austreten, und in diesem sauren Milieu leben die Verdauungsorganismen.
    Das im Darm vorhandene Wasser wird im Enddarm wieder aufgenommen und die Kalium- und Natriumionen ebenfalls.
    Wenn jetzt Wasser zusätzlich zugeführt wird, wird das saure Milieu neutralisiert, so dass mehr Kalium und Natrium aus den Darmwänden nachgeliefert werden muss um den ph-Wert zu erreichen, den die Verdauungsorganismen zum Leben brauchen.
    Da dieses überschüssige Wasser zum großen Teil wieder rektal abgegeben wird, werden auch damit Kalium- und Natriumionen mit ausgespült.


    Diese vereinfacht dargestellten Abläufe im Darm können also zu einer Verarmung an Kalium führen, was natürlich für alle (Nerven)-Zellen letztendlich gravierende Folgen hat.


    Aus diesem Grund ist meiner Ansicht nach, die tägliche Verwendung einer Wasserschale nicht ungefährlich für die Diplopoden. Die Schädigungen werden sich erst im Laufe der Zeit bemerkbar machen oder bei Haltern, die nicht auf einzelne Tiere achten, eben auch unbemerkt stattfinden, sie führen dann einfach früher zum Tod.


    Da das Trinken aus Flüssigkeitsansammlungen in der Natur eher selten oder nie zu beobachten ist, hat der erfahrene Halter auf diese unphysiologische Wassergabe in einem zusätzlichen Trinkgefäß auch schon immer verzichtet.

    Dieser Thread ist knapp ein Jahr alt und es wurde schon damals alles gesagt. Da ist es völlig überflüssig noch mal darauf zu antworten, zumal der Threadstarter sich seither nicht mehr im Forum gemeldet hat.

    Metalgaze wird oft verwendet, kann aber zu verletzungen der Läufer führen, da es zu statisch ist. So zumindest meine Meinung.


    Richtigstellung: Es gibt im Forum keine Beiträge aus denen man schließen könnte dass es bei Metallgaze zu Verletzungen kommt. Wohl aber, dass Stoffgaze schon durchgebissen wurde.
    Ich verwende seit 12 Jahren für die Abdeckungen ausschließlich Metallgaze! :)

    Wie setzt sich euer Substrat zusammen? Erde, Humus, WF, Sand und / oder evtl. FlakeSoil?


    Simon hat zu Flakesoil einen umfangreichen Versuch gemacht und am Ende habe ich die Ergebnisse zusammengefasst.
    Da erhöhte sich die Todesrate bei Anwesenheit von Flakesoil unter den Nachwuchstieren von Narceus americanus von 2,5% auf 15%.
    Für mich ganz klar ein dramatisches Argument gegen die Verwendung von Flakesoil.

    Generell ist es eine gute Sache, die Berichte über die Haltung bei verschiedenen Arten zu sammeln. Was allerdings voraussetzt, dass es sich wirklich um die besprochene Art handelt.
    Da hier längst nicht jeder weiß, was er denn tatsächlich in seinen Becken hält, sind Bilder ein Muss um die Beiträge sinnvoll zu machen.

    Es ist so wie Phili schon schreibt, "Peter" hat in der ganzen Literatur kein beschriebenes Exemplar gefunden und ist somit davon ausgegangen, dass diese Art noch nie beschrieben wurde.
    Da unser Sp.1 schon viele Handelsnamen hatte, bin ich recht sicher, dass es für diese Art keine Bestimmung, also auch keinen Namen gibt.

    Also ich würde mir über die heimischen Zollbeamten weniger Gedanken machen, da keine Diplopoden bei uns geschützt sind, eher über die, aus deren Land man die Tiere entnimmt.
    Da kann es absolute Verbote von Ausfuhren geben, da eventuell alles geschützt ist. Darum muss man sich kümmern.