Posts by Mardonius

    Hallo Basti,


    macht richtig Spaß, Deine laufend aktuellen Fotos zu betrachten... ist wirklich wie in einem Film ;).


    Bald geht Ähnliches bei mir los, denn meine Spirostreptus spec 1 paaren sich zurzeit fleißig. Insgesamt habe ich in einem Terrarium von 100 mal 50 mal 50 cm Kantenlänge sechzehn spec 1 (davon mehr als die Hälfte noch subadult), fünf Spiropoeus fischeri (wohl alles Weibchen, auch drei davon subadult).


    Jetzt verrate mir mal: Du hast zwei Terrarien für Diplos, wenn ich es richtig mitverfolgt habe. Auch verschiedene Arten und verschiedene Individuenzahlen davon . Auch Asseln etc. und jede Menge Nachwuchs:). Wie machst Du es, dass es nicht eines Tages zu viel und eine Quälerei wird (ich bin sicher, das wird es bei Dir nicht, so meine ich es ja nicht)? Und wie viele Eier legt jedes dieser Jungtiere wieder? Bei Gelegenheit würde ich mich gerne mal über das Thema Nachwuchs-Kapazitäten unterhalten. Aber nicht hier auf diesem Thread, führt sonst vom Thema weg, gerne auf meiner privaten Emailadresse (ich habe ja im anderen terrarium, 60 mal 40 mal 50 cm) zwölf Centrobolus splendidus, davon ja die Hälfte von Dir;).


    In einer Wohnung von rund 50 Quadratmetern ist halt nicht unbegrenzt Platz, und auch in einer Villa würden mir auf Dauer zwei Terrarien reichen (gelegentliches Fahren eines Babybeckens kein Thema).


    Freu mich hier natürlich schon auf weitere Bilder!


    Viele Grüße und Deinen Scharen gutes Gedeihen


    Anton

    Hi,


    unterm Futter habe ich auch schon mal einen liegen sehen. Die können sich offenbar auch zu Doppelspiralen zusammenrollen, wie Spirostreptus spec 1:).

    Jedenfalls scheint es Deinen Kleinen gut zu gehen.

    Neulich nachts habe ich bei meinen Spiros spec 1 sogar eine Paarung beobachtet... mal sehen, was draus wird.


    LG,

    Anton

    Liebe Freunde,


    seit April dieses Jahres habe ich neben Spirostreptus spec 1 und Spiropoeus fischeri auch Centrobolus splendidus, die in einem eigenen Terrarium leben. Die kleinen roten Prunkwürmer machen mir viel Freude:), zumal man sie schon als Jungtiere - manchmal sogar als noch nicht ausgefärbte - auf den Zweigen rumturnen sieht.


    Dort halten sie sich aber die meiste Zeit auf und fressen genüsslich Flechten, während Frischfutter, das auf dem Substrat liegt, offenbar nicht so oft angerührt wird. Dazu müssten sie ja erst runter steigen. Manchmal habe ich schon Gurkenstückchen etc. auf den Moosbelag einer Astgabel platziert, aber am nächsten Morgen lag es oft am Boden, und ich will vermeiden, dass die Kleinen mit abstürzen (Verletzungsgefahr). An ein hartgekochtes Ei gehen sie auf diese Weise aber auch nicht.


    Brauchen Centros nicht so viel tierisches Protein? Wie sind Eure Erfahrungen?


    Viel Spaß mit Euren Diplos, Asseln etc.


    Anton

    Hallo Sabine,


    danke für Deine Antwort. Aber was sind gute Bedingungen? Wenn sie sich z.B. nicht in Gefahr wähnt? Ansonsten alles weiter handhaben und feuchtsprühen wie bisher?


    Hieße die Eiablage, dass das Weibchen bald darauf stirbt:|? Oder können Spiros sich mehrmals fortpflanzen? Ansonsten wäre es natürlich der Lauf der Welt.


    Und ich denke, ein paar Monate lang kann ich sicher auch die Jungen im Becken lassen, bevor ich mal systematisch auf Suche gehe, um sie in ein Aufzuchtsterrarium zu setzen. Ich glaube, auch Shura schreibt in ihrem Buch, dass die Larven den Kot der Alttiere fressen sollten, um Enzyme für die Verdauung aufzunehmen.


    Liebe Grüße

    Anton

    Liebe Freunde,


    neulich nachts hatte ich zwei meiner adulten Spirostreptus spec 1 bei der Paarung beobachtet. Deutlich war zwischen den verschlungenen Körpern die Koxalblase zu erkennen.


    Muss ich nun besondere Dinge beachten, um das Weibchen zur Eiablage zu animieren? Stellen des Bodengrundes von Blättern, Rindestücken, Moos etc. frei halten? Diese Freiflächen weniger besprühen?


    Viele Grüße

    Anton

    Lieber Frostbrot,


    solche Sorgen hatte ich mir am Anfang auch gemacht. Nach eigener Erfahrung ist es völlig normal, wenn man seine Tiere über Tage, Wochen oder gar Monate nicht sieht. Gerade subadulte Spirostreptus spec1 verbringen sehr viel Zeit unter der Oberfläche oder unter Korkrindestücken, wo sie sich oft an der Innenwölbung zusammenrollen - sie suchen Schutz und Feuchtigkeit. Letztes Jahr hatte ich meine neu eingesetzten Jung-Spiros nach den ersten drei Monaten mehr oder weniger (un-)regelmäßiger Oberflächenaktivität ein gutes halbes Jahr nicht mehr gesehen, bis sie eine Weile prächtig gewachsen wieder zum Vorschein kamen, bis in die höchsten Zweige herumturnten und dann wieder verschwanden. Und eben habe ich zwei der inzwischen ausgewachsenen Tiere bei nicht jugendfreien Aktivitäten ertappt - meine erste beobachtete Paarung^^.


    Es sind auch sehr selten alle Tiere gleichzeitig draußen. Manchmal ist es, als hätte man ein leeres oder nur mit Pflanzen bewachsenes Terrarium. Wenn Du das Substrat regelmäßig feucht hältst oder vielleicht besser noch für ein gewisses Feuchtigkeitsgefälle sorgst und auf die richtige Zusammensetzung achtest, kannst Du aber bestimmt davon ausgehen, dass es Deinen Tieren gut geht. Ich wünsche Dir jedenfalls, dass sie Dir bald mal noch mehr beruhigende Lebenszeichen geben:).


    Viele Grüße

    Anton

    Liebe Freunde,


    danke für Eure ermutigenden Antworten. Es stimmt schon, ich war in letzter Zeit wirklich etwas abgespannt.


    Aber am Wochenende habe ich, meine Terras in guter Obhut zurücklassend, weit von meinem Wohnort und Alltagsstress entfernt etwas völlig anderes gemacht (in der Natur, mit den Händen), wobei ich auf andere Gedanken kam und mich gut erholen konnte.


    Inzwischen, siehe da, habe ich den Eindruck, dass der Pilz wieder zurückgeht.


    Shura: Natur ist ja in einem Terrarium nicht so gegeben wie im Freien, es ist eine künstliche Umgebung, für deren Gedeihen ich doch mehr Verantwortung habe als in einem Wald, wo alles von alleine läuft, mit aneinander angepassten autochtonen Arten. Und die Seuche kennen wir aus dem Witz über den kranken Planeten, der geweissagt bekommt, dass seine Krankheit vorüber geht. Fragt sich nur, mit welchen Kollateralschäden, da es ja nicht nur den Menschen allein trifft...

    Danke, dass Du so viel Geduld mit mir hattest :).


    LG

    Anton

    Hallo Karola,


    bei mir tritt es nur in solcher Menge auf. Wenn es den Tieren nichts tut und wieder weggeht, soll es mir recht sein.


    Pilze mag ich ab jetzt nur noch auf der Pizza. Diese Pest hat der Planet auch noch gebraucht. Hätte nie gedacht, dass mir noch BAYER und Monsanto sympathisch werden... :wacko:.


    LG

    Anton

    Ich glaube, es sind Faltenschirmlinge. Die sollen sehr schwer wieder loszukriegen sein, zwei Substratwechsel waren schon vorangegangen, die Sporen verbreiten sich über die Raumluft und es sind beste Aussichten, dass die auch mein anderes Terrarium befallen. Mich trifft auch alles Pech, das einer nur haben kann! Ich könnte meine Terrarien mit allem, was drin ist, einfach in den nächsten Wald auskippen!:cursing:

    Hier unten seht Ihr eine Großaufnahme des Mycels oder Wuchskörpers oder wie man diesen Bestandteil des Pilzes nennt. Ich fürchte, bald wird er einen Großteil des Substrats eingenommen haben. Kann das den Tausendfüßlern wirklich nicht schaden? Giftige Dämpfe ablassen? Ihre Nahrung zerstören oder ihr Nervensystem angreifen?

    Kennt jemand diese Art Pilz?


    Ich hoffe mal, dass die Centros einen Großteil ihres Lebens in die Zweige und dort aufgebundenen Moose verlagern, wo es schön feucht bleibt.


    Liebe Grüße

    Anton

    Liebe Sabine, lieber Tobi,


    danke für Eure Einschätzung. Ich denke auch, dass es nicht wirklich schädlich ist, auch wenn es unschön und unheimlich aussieht. Und bei mir wuchert das Zeug zurzeit. Jeden Tag jäte ich die frisch ausgetriebenen Pilze. Ich hoffe, sie haben dann noch keine Sporen verstreut.


    Gibt es vielleicht ein Pilzmittel auf rein pflanzlicher Basis, das man dagegen einsetzen kann?


    LG

    Anton

    Hallo liebe Diplofreunde,



    mit Bildern einstellen habe ich momentan ein bisschen Probleme, deshalb versuche ich es mal mit einer Beschreibung: Bei mir im Terrarium wachsen weiße Ständerpilze, die aus knollenähnlichen Klumpen sprießen (sichtbar an den Glaswänden im Substratquerschnitt) und teilweise sogar etwas verzweigt erscheinen.


    Shura schreibt in ihrem Buch, man solle solche Pilze mit etwas Substrat entfernen, sie seien aber für die Füßler unbedenklich. Sind solche Pilze wirklich unschädlich oder können sie sogar etwas zum Funktionieren des Bodenlebens im Substrat beitragen? Würden unsere Diplos (in diesem Terrarium sind es Centrobolus splendidus, ein Teil der Jugendbande klettert munter an der Korkrückwand und auf den moosumwickelten Ästen umher) Pilze meiden, die für sie giftig sind? Oder sind die Pilze sogar eine Bereicherung auf ihrem Speiseplan?


    Danke und viele Grüße

    Anton

    Liebe Freunde,


    wo und wie kann ich denn ein Foto einstellen, wenn ich es als Grundlage für eine Fragestellung oder Diskussion verwenden will?


    Warum Webseiten immer wieder modernisiert werden müssen, sodass man sich mit einem Teil der Funktionen nicht mehr auskennt. Typische Fälle von Modernisierungswahn, Fachausdruck: innovation hoarding.


    Danke und beste Grüße

    Anton

    Hi Basti,


    gerade habe ich ein winziges, noch unausgefärbtes Jungtier an der Korkrückwand klettern sehen :thumbup:. Ist bei so kleinen Füßlern die natürliche Verlustrate nicht doch auch hoch und geht mit zunehmendem Entwicklungsalter zurück?


    Jedenfalls hoffe ich, der Kleine wächst und gedeiht.


    LG

    Anton

    Hallo Nachtion,


    das tut mir Leid mit Deinem Füßler. Aber dasselbe, tröste Dich, hatte ich gestern auch. Von den Centrobolus splendidus, die ich vor ca. zwei Monaten als Jungtiere bekommen hatte, hatte ich beim gestrigen Substratwechsel ebenfalls zwei vertrocknete Kadaver gefunden. Wobei ich dazu sagen muss, einer war schon vorher tot: Der Winzling konnte glatt durch den winzigen Spalt der Schiebetür entwischen und am nächsten Morgen, dem Tag nach seiner Ankunft, fand ich ihn tot auf dem Fußboden, vertrocknet :(. Da diese Tiere aber so klein sind, habe ich ihn ins Substrat eingebuddelt, als Proteinzulage für die weißen Asseln und seine Geschwisterchen.

    Dafür habe ich soeben, als ich mal kurz das Licht im Zimmer einschaltete, ein winziges, noch unausgefärbtes Jungtier an meiner Korkrückwand klettern sehen:). Daran sehe auch ich wieder, dass es ab und zu Verluste geben kann, und so sehr mich jedes Mal das schlechte Gefühl plagt, irgendeinen Fehler in meinen Haltungsparametern gemacht zu haben, kann ich immer noch hoffen, dass es den lebenden Tieren gut geht und ihre Entwicklung nicht durch meine Haltung beeinträchtigt wird. Das ist recht schwierig zu lernen, zumal auch ich erst seit eineinviertel Jahren Diplopoden halte. Auf einer amerikanischen Seite habe ich gelesen, wichtig ist dafür zu sorgen, dass das Substrat immer grundfeucht, aber nicht nass ist, das heißt an einigen Stellen auch mal ein paar Zentimeter tief austrocknen kann, dann wieder befeuchtet wird, und dass es regelmäßig erneuert wird. Ich denke, das war gestern nötig, da ich mir aus dem Wald wohl Regenwürmer und auch einige Pilze eingeholt hatte.

    Ich drücke Dir die Daumen für Deinen jetzt apathisch wirkenden Füßler. Ferndiagnostisch kann ich dazu jetzt wenig sagen. Aber auch ich beobachte, dass sich manche Diplos, wenn man sie in die Hand nimmt oder in eine Zwischenbox umsetzt, schnell verkrümeln wollen und andere langsamer reagieren. Wie die Reaktionen kurz vor einer Häutung aussehen, habe ich bisher noch nicht beobachten können. Auf jeden Fall alles Gute für die anderen - ich bin sicher, denen geht es auch wirklich gut.


    Viele Grüße

    Anton

    Heute habe ich das Substrat gewechselt, sicher ist sicher.


    Dabei habe ich die Überreste eines toten Centrobolus gefunden :(. Aber wahrscheinlich war er schon kränklich, als er ankam. Jedenfalls habe ich das neue Substrat weniger hoch angehäuft und viel größere Freiflächen gelassen, damit die Korkstücke den Boden nicht so zusammendrücken. Vielleicht ist der junge Füßler ja an Sauerstoffmangel gestorben.


    Auffällig war auch, dass die gesamte Population von Waldregenwürmern erloschen ist, die sich in einer feucht verdichteten Ecke des Terras entwickelt hatte. An sich ja kein großer Verlust. Aber warum sterben auch die Regenwürmer ab? Haben die einfach ihre Nahrungsgrundlage aufgefuttert? Jedenfalls bin ich froh dass ich den Wechsel gemacht habe.


    Zwei kleine rote Würmchen klettern immerhin wieder an der Korkrückwand, wahrscheinlich halten die sich tagsüber in den Ritzen versteckt und haben dort auch den Substratwechsel überdauert. Ein winziges Jungtier (glaube jedenfalls, es war so eins) habe ich im Wurzelballen der Pepperomie gefunden, als ich sie wieder einsetzen wollte. Immerhin, ein paar Centroblus splendidus haben überlebt. Ich kann mich jetzt wegen der Verluste sorgen oder meine Zuversicht auf die Tierchen setzen, die ich habe und die vielleicht fitter und resistenter sind.


    Welche Tipps könnt Ihr mir für die Versorgung von Centrobolus splendidus noch geben?


    Basti, ich hoffe, Du hast jetzt keine Bedenken, mir evtl. noch ein paar Centros zu schicken... :/


    Danke und liebe Grüße

    Anton

    Hi Nachtion,


    Du machst es richtig, indem Du eine Faunabox zum Auslagern der Tierchen vorbereitest. Tu ein bisschen vom alten Substrat mit rein, dann fühlen die sich da sicherer als wenn sie auf dem nackten Plexiglasboden rumkrabbeln müssen.


    Das alte Substrat kannst Du noch eine Weile in den Eimern oder in ausreichend großen Faunaboxen aufbewahren. Feucht halten, Frischfutter auf die Oberfläche legen, so lassen sich die weißen Asseln nach und nach absammeln. Es wird ja ohnehin empfohlen, einen Teil des alten, immerhin mit Nährstoffen und Verdauungsenzymen (Kot) angereicherten Substrats unter das neue zu mischen. Auf Dauer solltest Du aber die weißen Asseln durchaus reduzieren und nur einen Teil zurück ins Terrarium setzen. Ich habe heute ebenfalls einen Substratwechsel gemacht und es waren eindeutig zu viele.


    Frag mal im Forum nach, ob jemand weiße Asseln brauchen kann. Auch in Terraristikfachgeschäften oder auf einer Reptilienauffangstation werden immer wieder diese Tierchen gebraucht, sowohl als Bodenpolizei wie auch als Futter.


    Einen sich häutenden Füßler habe ich beim Wechsel bisher noch nicht gefunden, wohl aber heute eine orangerote Assel, die einen Rest alter Haut am Hinterleib nachschleifte. Die habe ich einfach in die Faunabox gesetzt, mit einem Blatt zugedeckt (wo sie nicht sitzen blieb, Asseln laufen bei der Häutung weiter umher), und etwas feuchtgesprüht. Einen Füßler in Häutung würde ich am besten einzeln in eine kleine Heimchenbox oder etwas ähnliches setzen, mit Moos oder Laub zudecken, dann ganz vorsichtig wieder reinsetzen und unter ein Rindestück oder etwas ähnliches legen. Oder ein bisschen eingraben? Frage ins Forum. Wichtig ist in einem solchen Fall, die Umgebung insgesamt feuchter zu halten, dann kann er die alte Haut leichter abstreifen. Hoffe, meine Assel hat es jetzt auch geschafft.


    Jedenfalls wünsche ich Dir viel Erfolg und eine ruhige Hand beim Substratwechsel. Noch ein kleiner Tipp am Rande: Wenn das Terrarium nicht auf Augenhöhe steht, setz dich zum Rausschöpfen der Erde besser auf einen Stuhl, dann kannst Du Dein Rückgrat gerader halten:).


    Viele Grüße

    Anton