Posts by Thomas

    @Sol, danke, dass Du mir den Vortritt läßt, aber ich bin in den nächsten Tagen nur selten zu Hauses und kann mich nicht um das Rätsel kümmern, bzw. auf Posts antworten.


    Gruß


    Thomas

    Hallo Leute!


    Ich danke Euch für eure Rückmeldungen und Bestimmungen der Tiere. Vielleicht kann ja noch jemand die anderen Diplopoden zumindestens bis auf Gattungsebene bestimmen. Die Gattungs-/Artzugehörigkeit des Geophiliden würde mich auch interessieren. Leider konnte ich im Netz nichts entsprechendes finden.


    Bis später



    Thomas

    Hi!


    Dieses Bild zeig einen Paarungsversuch. Das linke Tier ist das Mänchen, das rechte das Weibchen. Ich habe den Kerl mehrere Sunden bei der Dame gelassen. Leider konnte ich die Beiden nicht die ganze Zeit beobachten und kann daher nicht sagen, ob es zu einer Verpaarung gekommen ist. Wenigstens hat er die Aktion unbeschadet überlebt und ist nicht als Proteinhappen im Magen der Dame gelandet.



    Das nächste Bild zeigt ein unverpaartes Weibchen mit einem Scheinkokon



    Ich hoffe, die Bilder haben Euch gefallen!



    Thomas

    Nabend allerseits!


    Neben Diplopoden halte ich auch noch Spinnentiere, hier insbesondere Vogelspinnen, aber auch Labidognathe wie z.B. Taranteln.
    Dieses Bild zeigt eine Geißelspinne (Ordnung Amblypygi).
    Diese Euphrynichus-Art ist sozial lebend und kann daher in entsprechend großen Terrarien in Gruppen gehalten werden.



    Euch allen einen schönen Abend


    Thomas

    Scolopender waren allgegenwärtig. Ich fand sie an trockenen und feuchten Orten, auf Wiesengelände und karstigen Stellen ohne Erdüberdeckung, selbst in relativ dunklen Nadelwäldern unter Steinen.



    Scolopendra cingulata


    Dieser Geophilidae war wesentlich seltener anzutreffen. In gestrecktem Zustand war er bis zu 20 cm lang.



    Leider fand ich nur diese kleine Skorpion-Art (2,5 cm KL incl. Telson). Vermutlich handelt es sich um Euscorpius tergestinus. Je trockener die Umgebung, desto seltener war er zu finden. In einem dunklen Nadelwäldchen mit feuchtem Boden saßen in der Regel unter jedem Stein ein bis zwei Tiere.



    In Strandnähe, an einem besonnten Hang, fand ich noch diese Gottesanbeterin.



    Von den Diplopoden und den Skorpionen habe ich einige Exemplare zur Terrarienhaltung mitgenommen. Bei den Scolopendern streikte meine Lebensgefährtin dann leider. Dummerweise hatte ich ihr mal erzählt, dass diese Tiere nicht ganz ungiftig sind.
    Leider habe ich keine Taranteln gefunden und auch die dort angeblich so häufigen schwarzen Witwen waren nicht aufzufinden.


    Es wäre schön, wenn Ihr mir bei der Bestimmung der Tiere helfen könntet. Vielleicht hat Peter ja mal Zeit, einen Blick auf die Bilder zu werfen.


    Viele Grüße



    Thomas

    Hallo, liebe Füsser-Freunde!


    Nach dem ich lange Zeit nichts mehr von mir hören lassen habe, möchte ich meinen Osterurlaub in Kroatien zum Anlass nehmen, wieder etwas zu schreiben und Euch meine dort gefundenen Tiere vorzustellen.
    Den Urlaub haben wir in Norddalmatien verbracht und in der Nähe von der Stadt Nin (Sabunike) gewohnt. Nin liegt ca. 20 Km nördlich von Zadar.
    In diesem Gebiet ist der dinarische Karst vorherrschend. Er prägt das gesamte Landschaftsbild, von den vorgelagerten Inselketten angefangen, bis hin zum Velebitgebirge. Dieses Gebirge ist ein Küstengebirge, das nach wenigen hundert Metern steil ansteigt und Gipfel mit bis zu 1700 Metern Höhe hat. Die Gebirgswanderwege sind sehr gut ausgebaut und markiert. In tausend Metern Höhe hat das Gebirge schon einen ausgeprägten Hochgebirgscharakter. Von dort hat man zum Teil einen fantastischen Blick auf das Meer und die vorgelagerten Inseln.



    Doch nun zu den Tieren. Da ich mich nicht nur für Diplopoden interessiere, habe ich nach anderen Tieren geschaut. Gefunden habe ich u.a. auch Vipern, Mantiden, Scorpione, Scolopender und eine recht große Geophilidae-Art.


    Fangen wir mit den Diplopoden an.
    Ich habe sieben Arten gefunden, die ich optisch voneinander unterscheiden, aber nicht bestimmen konnte.
    Eine hübsche, rötlich geringelte Art war allgegenwärtig und konnte in den unterschiedlichsten Habitaten, von sehr feucht bis ziemlich trocken, gefunden werden. Nach einem kräftigen nächtlichen Regenschauer war eine Grasfläche in Meeresnähe bei dem Örtchen Vrsi-Mulo so dicht mit Tieren dieser Art bedeckt, dass man fast nicht mehr dort laufen konnte, ohne welche zu zertreten



    Länge bis 45 mm, 4 – 4,5mm Breite


    Die folgende graue Art kam ebenfalls an verschiedenen Stellen vor, war allerdings bei Weitem nicht so häufig.



    Länge 50 mm, 5 mm Breite


    Die nächste Art, vermutlich gehört sie der Gattung Pachyiulus an, habe ich nur an einer einzigen Stelle gefunden, nämlich auf dem karstigen Höhenrücken der Insel Vir. Dort war sie allerdings recht häufig, allerdings auch die einzige Art. Sie konnte entlang der dortigen Trockenmauern gefunden werden (siehe Bild)




    Länge bis 80 mm


    Beim Umdrehen der Steine fand ich auch noch diese Viper.



    Auf einer kleinen Alm ähnlichen Bewirtschaftung in 700 m Höhe im Velebitgebirge bei Starigrad fand ich im Totholz noch folgende Tiere:



    Länge 40 mm, Breite 4,5mm



    Zwei weitere Arten unterscheiden sich optisch nur durch die Färbung der Beine. Bei der einen Art, die ich im Gebirge in ca. 250m Höhe gefunden habe, sind die Beine eine Spur heller als bei der anderen, die aus Meereshöhe stammt. Ob dieses Kriterium einer Artbestimmnung dienen kann, weis ich leider nicht.




    50 mm Länge, 4 mm Breite (beide Arten)


    Der Rest in Kürze.


    Grüße



    Thomas

    Und sie beißen in alles, was sie erreichen können. Ich wollte mal eine vor meinen Katzen retten und habe sie mit der Hand eingefangen. So klein sie auch war, aber beißen konnte sie verdammt gut und das nicht nur einmal


    Gruß


    Thomas

    Guten Morgen allerseits!


    Auf der Terraristika in Hamm habe ich diese Tiere mit dem gleichen Farbschlag gekauft. Die Verkäuferin konnte mir ausser der afrikanischen Herkunft keine näheren Informationen liefern. Beim Durchsehen des Diplopoda-Artenteils bin ich ebenfalls auf Telodeinopus aouti gekommen. Meine Tiere scheinen allerdings noch nicht ausgewachsen zu sein.
    Der Segmentdurchmesser beträgt ca. 8 mm, die KL im Schnitt 120 mm.


    Gruß


    Thomas

    Moin moin allerseits!


    Also ich habe 4 Centrobolus splendidus. Die sehe ich eigentlich auch nie, außer wenn ich nachts mal aufstehe und mit der Taschenlampe ins Terrarium leuchte. Sobald das Licht angeht, sind sie innerhalb kürzester Zeit verschwunden
    Das Terrarium sieht immer völlig unbelebt aus.


    Gruß


    Thomas

    Also, ich fasse meine Tiere nur an, wenn es sein muß, es sind ja keine Streicheltiere. Die Gigas gehören zu denen, die noch nie ein Sekret abgegeben haben. In die Hand schei..... tun sie Dir schon mal :D .
    Ich habe mir gerade mal deine Web-Seite angesehen, schön gemacht. Vogelspinnen habe ich übrigens auch.


    Gruß Thomas

    Hallo Conny!


    Schöne Tiere, schöne Fotos. Meine Gigas haben übrigens auch Milben. Die haben allerdings so überhand genommen, dass sich die Tiere außerordentlich genervt fühlten und mit dem vorderen Teil des Körpers hin und her schlugen.
    Ich habe die Milben dann unter fließendem, warmen Wasser abgewaschen.
    Ich würde an deiner Stelle nicht so lange warten bis es so schlimm wird.
    Übrigens, schön das ich in unserer Ecke des Sauerlandes als Diplopodenhalter nicht allein bin.
    Von daher:


    Viele Grüße aus Iserlohn nach Iserlohn


    Thomas

    Hallo Sarah!


    Ich denke Spirostreptus gregorius kannst Du gut mit ihnen vergesellschaften. Sie werden ca. 10 cm lang, dabei aber nur 6 mm dick. Ich halte selbst welche und die sind sehr häufig an der Oberfläche unterwegs.
    Schau doch mal auf der Hauptseite im Artenteil nach, da sind sie auch aufgeführt.
    Shuras Seite, www.millipeden.org ist da auch sehr interessant. Die Haltungsbedingungen einzelner Arten sind schön beschrieben.


    Gruß


    Thomas

    Hallo liebe Diplopoden-Fan-Gemeinde!


    Jetzt sind etwas über 14 Tage rum, seit ich meinen ersten Nachwuchs gesichtet habe. Ich mache mittlerweile jeden zweiten Abend eine Bestandsaufnahme, und zähle in der Regel 50 - 60 Jungiere. Die Individuenanzahl scheint sich, zumindest im Moment, stabilisiert zu haben.
    Tiere, die sich noch im ersten Larvenstadium befinden, sehe ich keine mehr. Die meisten befinden sich offensichtlich im zweiten und eine geringe Anzahl bereits im dritten Stadium. Der Unterschied im Habitus zwischen diesen beiden Stadien ist enorm groß. Kann man die Ordnungszugehörigkeit beim zweiten Stadium nur unter dem Mikroskop deutlich erkennen, so ist sie bei dem dritten Stadium schon mit bloßem Auge zu sehen. Vom Habitus her gleichen sie nun den Adulti. Sie sind mittlerweile auch sehr flott auf den Beinen. Bedingt durch den Luftzug beim Öffnen der Frontscheibe, verschwinden sie sofort im Substrat. Mit Fotos kann ich daher im Moment nicht dienen.
    Durch meine Beobachtungen in den letzten 2 Wochen kann ich jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass sich die Tiere zumindest in den ersten beiden Larvenstadien vom Kot der Adulti ernähren. Was der Kot an Nährstoffangeboten bereit hält, weiß ich leider nicht, dazu fehlt mir die nötige Fachkenntnis. Evtl bietet der Kot ja tatsächlich Pilzhyphen/ Mycelien die richtige Basis zum Wachstum.


    Ich habe gerade mal zwei Fotos gemacht.


    Foto 1 zeigt den Kot der adulten Tier in seinen typischen "Kuhfladenform". Da er sich an einer sehr trockenen Stelle im Terrarium (vordere Lüftung) befand, wurde er nicht abgeweidet.


    Foto 2 zeigt den Kot der Adulti im abgeweideten Zustand mit Larven bei der Arbeit. Die "Kuhfladenform" ist fast nicht mehr zu erkennen.


    [Blocked Image: http://home.arcor.de/tho.pie/Diplopoden/Coromus-Kot.JPG]


    [Blocked Image: http://home.arcor.de/tho.pie/Diplopoden/Coromus-Larven%20auf%20Kot.JPG]



    Beide Ausschnitte haben in etwa den gleichen Vergrößerungsfaktor. Die eher mäßige Qualität bitte ich zu entschuldigen, besser kann ich leider im Moment nicht.


    Viele Grüße


    Thomas

    Hi Drum me!


    Zur Haltung von Diplopoden ist beides ungeeignet. Diplopoden sind im wesentlichen Substratfresser und die beiden von Dir genannten Substrate enthalten nichts, was die Tiere verwerten können.
    Am Besten man nimmt ganz normale Laubwalderde aus Buchen-/Eichenmischwäldern, die man je nach Herkunft der Tiere noch mit Sand (keinen scharfkantigen), Lehm oder ganz normaler Erde aus Maulwurfshügeln strecken kann.
    Lies Dir doch zu diesem Thema am Besten auf der Diplopoda-Startseite unter der Rubrik "Haltung" alles Weitere durch.


    Viele Grüße


    Thomas

    Hallo liebes Forum!


    Frage an alle Ruhrgebietler und Sauerländer. Wer von Euch fährt nach Gießen und kann mich gegen Spritkostenbeteiligung mitnehmen, da mein Pkw momentan nicht langstreckentauglich ist. Treffpunkt könnte eine A45-Ausfahrt sein.
    Bitte meldet Euch.


    Viele Grüße aus Iserlohn



    Thomas

    Hallo allerseits, Shura und Peter!


    Ja, ich denke, ihre beide habt recht. Es sind definitiv keine Rhododesmus.
    Shura, wie war das mit dem Computer-Legastheniker :whistling: (autsch, jetzt hab ich mich geoutet) , ich hatte gerade erst gemerkt, dass man die Bilder in der Artenliste durch anklicken vergrößern kann. Jetzt konnte ich die Segmentringe mit den gezackten Flügelrändern erkennen.
    Die haben meine nicht.
    Nach Peters Bestimmung gehören sie ja der Gattung Coromus an. Den Bildern im Artenteil nach zu Urteilen habe ich den Eindruck, daß die diaphorus schmalere Prozonitringe haben und daher kompakter als meine sind.
    Gestern Abend habe ich noch einmal einen Appell durchgeführt und durchzählen lassen. Ich bin auf ca. 50 Jungtiere gekommen.
    Drückt doch mal bitte alle die Daumen, dass zumindest ein paar der Jungen überleben.


    Viele Grüße aus dunklen sauerländer Tann


    Thomas

    Hallo liebes Forum/Hallo Peter und Martin


    Millipeter


    Quote

    Ich konnte bei den meisten Nachzuchten von Oxydesmiden, besonders in den Stadien 1-2 feststellen, dass sie sich der Großteil nur unter ganz bestimmten Holzstücken oder in bestimmten Bereichen der Laubschicht aufhielten, also sehr selektiv waren und dort dann auch in größerer Stückzahl saßen.

    Besten Dank für Deine Antwort. Deine Beobachtung habe ich bei meinen Jungtieren ebenfalls gemacht. Die größte Individuendichte konnte ich auf den Exkrementen der Alttiere feststellen und in dem darunterliegenden weißfaulen Holz.
    Bei Dunkelheit kann man gut beobachten, wie die Larven aus den Spalten und Rissen im Holz heraus kommen.
    Ebenfalls werden bei mir offensichtlich ganz bestimmte Stellen im Substrat gemieden. Wenn überhaupt, dann sieht man nur ein einzelnes Jungtier dort.
    Die Tiere habe ich als Rhododesmus mastophorus gekauft, aber bei der Bestimmung verlasse ich mich ganz auf Dich.
    Schau Dir doch mal das angehängte Bild an. Vielleicht kannst Du ja was damit anfangen.


    martin
    Heute waren sie gar nicht mehr so schüchtern. Das Männchen bei einem Paarungsversuch. Das Weibchen war aber offensichtlich nicht in Stimmung und fraß weiter. Kurze Zeit später gab das Männchen auf und trollte sich.


    [Blocked Image: http://home.arcor.de/tho.pie/Diplopoden/Rhododesmus%20mastophorus%20mastophorus.jpg]


    Viele Grüße aus dem dunklen sauerländischen Tann


    Thomas