Spirous Tausend

  • Abend miteinander :-)


    Da sich doch auch ein paar Biologen auf diplopoda tummeln, stelle ich meine Frage hier, vielleicht weiß mir jemand eine Antwort.

    Handelt es sich bei den Tieren, die sich im Moment massenhaft im Substrat meiner Käferlarven vermehren, um Springschwänze oder ist das etwas anderes?

    Die kleinen Tiere treten in regelrechten Anhäufungen auf, befinden sich vornehmlich am Plastikrand der Boxen oder als Knäuel auf dem Substrat und bewegen sich sehr langsam (kaum sichtbar ohne Mikroskop). Ich tippe ihre Größe auf einen Drittelmillimeter. Sie sind grau- dunkelblau.

    Über einen Tipp freue ich mich!


  • Hey Sol,


    danke für den Tipp - für Bandfüßer haben sie aber arg wenige Beine und wirken auch sonst zu plump in Bewegung und Körperbau (da kenne ich mich aber nicht weiter aus). Und mit ~0,3mm sind sie ja auch wirklich winzig. Sie vermehren sich rasend und wandern von einem Behältnis zum nächsten, scheinen sich jedoch nur in Flakesoil wohlzufühlen. Ich weiß nicht ob man das verzogene GIF abspielen kann, einen Versuchs ist es wert.

  • Guten Abend miteinander,


    wie immer mit großen zeitlichen Abstand wieder ein kleines Update von mir.

    Heute gab's mal wieder frisches LWH für die Tausendfüßer, dabei konnte ich natürlich parallel gut checken, wie's mit dem Nachweis aussieht. Zu meiner sehr großen Freude hat sich zum unaufhörlich wachsenden Caudulanus-Bestand nun endlich mal ein bisschen Monilicornis-Nachwuchs gesellt! Ich habe schon gar nicht mehr damit gerechnet, weil nur noch zwei adulte Tiere im Terrarium unterwegs sind. Umso schöner also, dass es mit denen nun auch noch geklappt hat. Bei den Splendidus ist leider gar nichts los, da krabbeln noch 4 adulte rum, Nachwuchs kann ich nach wie vor keinen finden.

    Den Jungferngeckos gehts übrigens nach wie vor super, die vertragen sich auch ausgewachsen noch gut mit den Tausis (ab und zu werden sie interessiert beäugt, die Tausis).


  • Viel gibt es nicht zu updaten. Aber immerhin haben meine Jungferngeckos (Lepidodactylus lugubris) ihren ersten Nachwuchs bekommen - bei dieser Art funktioniert das, wie der Name schon vermuten lässt, ohne Befruchtung durch Kopulation zweier Tiere. Stattdessen kleben die Tiere ihre Eier ins Terrarium und in den Eiern wird hormonell eine Befruchtung simuliert. Aus einem Tier werden so im Laufe des Geckolebens viele Klone. Wer entdeckt den kleinen Matz auf dem Bild? ;-)

    Außerdem kann ich berichten, dass das Zusammenleben meiner Heteropoda-Spezies mit den Spirostreptus spec. 6 wunderbar funktioniert. Das Spinnchen schnappt sich ab und zu ein Heimchen, dass ich reinwerfe, oder eine der Bananschaben, die sich unaufhörlich im Terra vermehren.



  • Wer entdeckt den kleinen Matz auf dem Bild?

    Der ist aber gut getarnt. Ich tippe mal auf oben rechts.


    Die Sache mit der Spinne interessiert mich. Bei mir wohnen über dem Terra zwei ganz normale Wohnungsspinnen. Die fangen einen guten Teil dieser lästigen Mücken weg. Da müssten doch Spinnen im Terra super sein, oder?


    LG Beate

  • Genau, er sitzt auf einem dünnen Ast im Vordergrund rechts :-)

    Hmm bei den Spinnen würde ich unterscheiden: Webspinnen, wie z.B. die Fettspinne, sind außerhalb der Terrarien geschickt, weil sie Trauermücken futtern. Aber im terrarium würden sie mit ihren klebrigen Fäden auch kleine Tausendfüßer erbeuten. Die große Heteropoda auf dem Bild habe ich in ein Terra mit großen Tausendfüßern gesetzt, weil ich weiß, dass sie für die nicht gefährlich werden kann. Aber da kommts schon auf die Größe und Spinnenart an :-)

  • Hey Sabine,


    ja, die sind total knuffig, ganz besonders wenn sie ihren Fruchtbrei schlotzen :-)

    Die Jagdspinne ist eher träge, d.h. sie wartet, bis was in ihrer unmittelbaren Nähe ohne größeren Aufwand gefangen werden kann. Den Tausendfüßern wird sie aber nicht gefährlich, zum einen weil ihre Fangklauen zu klein sind und zum anderen weil sie die Größe einer potenziellen Beute abschätzt und bei einem solchen Tausendfüßer eher die Flucht ergreift.

  • Nach einer halben Ewigkeit melde ich mich hier auch mal wieder :-) Mittlerweile haben sich meine A. monilicornis ordentlich vermehrt, wenn es auch nicht viel bringt, weil man sie ja nie sieht :'-D Dafür stagniert die Vermehrung bei den caudulanus und bei den C. splendidus passiert seit ich sie habe nichts. Leider sind mir in der Zwischenzeit aus unerklärlichen Gründen alle Jungferngeckos bis auf eines gestorben. Dem Anschein nach aufgrund von Rachitis, ein Tier ist aber putzmunter und fit, obwohl alle Bedingungen gleich geblieben sind. Die SPirostreptus spec. 6 haben sich alle erfolgreich gehäutet, bei einem Tier tanzt leider nach wie vor ein Ringglied aus der Reihe, aber das scheint es nicht zu beeinträchtigen. Aktuell fressen sie wie wild von den Flechten, die sie gestern bekommen haben :-) Die Spriostreptus spec. 1 zeigen sich überhaupt nicht mehr und überraschenderweise lebt die koexistierende Heteropoda-Dame nach wie vor (rekordverdächtige 2,5 Jahre ist sie schon alt).



  • Heyho,


    Schön dass es deinen Spirostrep. Sp.6 so gut geht, sehen klasse aus👍☺️

    Für mich werden die glaub ich immer die schönste Art bleiben....😍

    Schade dass bei den Caudulanus und Splendidus keine Vermehrung mehr stattfindet...sind ja "eigentlich" recht vermehrungsfreudig die Kleinen.. :-(

    Naja, vielleicht stellt sich ja doch Mal wieder Nachwuchs ein, drück dir die Daumen.


    LG,

    Basti

  • Ja, die sehen echt toll aus, finde die Art ebenfalls spitze :-) Pelmatojulus ligulatus könnte aber definitiv konkurrieren ;-)

    Bei den splendidus finde ich es auch sehr schade, die haben sich noch gar nicht vermehrt, da würde ich mich mal über NZs freuen. Und die Caudulanus haben sich ja schon mal fleißig vermehrt, da ist es okay, wenn sie erstmal runterfahren :D


    Danke fürs Daumen-Drücken!