Spirostreptus spec 1 Nachwuchs in neuem Substrat

  • Liebe Diplopoden-Freunde,


    im zweiten Anlauf meines Kampfs gegen die vermehrungsfreudigen orangen Asseln habe ich am Samstag mein Terrarium ausgeräumt und ein Ersatzbecken neu eingerichtet, mit komplett neuem Substrat. Dabei habe ich jede Menge zum Teil winziger Larven rausgeholt - mein erster Diplo-Nachwuchs, erst bei Centrobolus splendidus und jetzt bei Sp. species 1, juhuuu!


    Einen Teil der Kleinen habe ich in ein Extra-Baby-Becken gegeben, weil ich sie im Frühjahr abgeben und meine Population auf einem überschaubaren Level halten möchte. Meine Tiere sollen ja alle genügend Platz haben und nicht in einer Massenfarm aufeinander hocken. Damit es mit den Asseln aber nicht wieder von vorne losgeht, habe ich auch die separierten Larven in ein komplett neues Substrat gesetzt, das ich mit Springschwänzchen geimpft habe. Ich habe auch ein paar Kotpellets von den Spiros und den Centros reingekrümelt. Aber sind die Kleinen jetzt in Gefahr zu sterben, weil sie im ersten halben Jahr unbedingt die Verdauungsbakterien der Adulten über das Substrat aufnehmen müssen? Soll ich sie wieder rausräumen und doch zu allen anderen setzen?


    Jede neue Erfahrung wirft neue Fragen auf.


    Danke und viele Grüße

    Anton

  • Hallo Anton


    Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs.

    Ich drücke Dir die Daunmen, dass Du die orangen Asseln jetzt los bist.

    Ich habe auch ein paar Kotpellets von den Spiros und den Centros reingekrümelt. Aber sind die Kleinen jetzt in Gefahr zu sterben, weil sie im ersten halben Jahr unbedingt die Verdauungsbakterien der Adulten über das Substrat aufnehmen müssen? Soll ich sie wieder rausräumen und doch zu allen anderen setzen?

    Da kann solaris195 sicher mehr dazu sagen.

    Sterben werden sie denke ich nicht deswegen, aber vielleicht sind sie aufgrund des weniger vielfältigen Mikrobioms weniger widerstandsfähig.


    Liebe Grüße

    Sabine

  • Liebe Sabine,


    vielen Dank für Deine Einschätzung. Das mit der Widerstandsfähigkeit würde mir auch einleuchten.


    Das Problem ist halt, dass sie sich alle so oder so auf ein anderes, noch etwas sterileres Mikrobiom einstellen müssen. Gut, ich habe auch etwas Waldhumus mit Wurzelpilzgeflecht beigemengt. Aber um die Asselplage loszuwerden, musste ich halt leider jedes Krümelchen erneuern.


    Ich bin nur froh, wenn der Spuk vorbei ist - sorry, Asseln, aber zu viel ist eben zu viel - und ich nach jedem Wechsel wieder wie gehabt einen Teil des alten Substrats mit beimengen kann:).


    Liebe Grüße

    Anton