Haltungsfragen Centrobolus splendidus

  • Guten Abend liebe Community,


    ich bin heute bei der Suche nach einem neuen exotischen Haustier auf die Gattung Diplopoda und schließlich auch auf euer Forum gestoßen.
    Ich habe heute viele Arten recherchiert und folgende Art hat mir zugesagt: Centrobolus splendidus
    Ich habe noch ein paar Fragen an euch und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen:


    1. Ist ein Terrarium mit der Größe 40x30x30 (lxbxh) angemessen und wie viele Tiere könnte ich darin halten?
    2. Kann man auch ein Terrarium mit Schiebetüren verwenden?
    3. Bei welchen Temperaturen haltet ihr eure?
    4. Im Winter wird es recht kalt in meinem Zimmer. Kann ich dann auch eine Wärematte für die Nacht verwenden und wenn ja seitlich oder unten angebracht?
    5. Ich habe gelesen, dass in das Substrat Kalk beigemischt werden soll. Kann ich auch Gartenkalk aus dem Baumarkt verwenden oder wie macht ihr das?
    6. Wie aktiv ist diese Art? Sieht man sie auch am Tag?
    7. Welche Luftfeutigkeit benötigen sie in etwa?


    So das wars erstmal mit meinen Fragen.


    Liebe Grüße
    Maximilian

  • Wilkommen im Forum:-)
    Die Art ist mit neun Zentimetern ziemlich klein, sodass das Terrarium aufjeden Fall ausreicht. Wieviele Tiere du halten könntest kann ich dir nur schwer sagen, da ich mich damit nicht so gut auskenne. Da können dir aber sicherlich andere Nutzer hier weiterhelfen.Ein Terrarium mit Schiebetüre geht natürlich. Sie sollte nur nicht zu leicht aufgehen. Optimal wären zwischen22-27/28 Grad. Bezüglich der Luftfeuchte kann ich dir nicht viel sagen, aber ich schätze, dass sie sich bei einer Lf von 70-80 wohl fühlen. Kalk kaufe ich immer aus dem Dehner. Das ist Kalk für allerlei Tiere und preismäßig geht das auch. Allerdings kannst du auch Sepiaschale oder (gekörnten) Gartenkalk (preisgünstiger) verwenden. Extra Kalk wird nur zur Sicherheit beigemischt. Normalerweise ist im Substrat bereits genügend enthalten. Bezüglich der Temperatur im Winter: Es kommt natürlich darauf an wie stark sie bei dir absinkt. Zur Not geht eine Heizmatte, allerdings würde ich sie nur seitlich anbringen. Außerdem trocknet eine Heizmatte das Substrat schnell aus. Ich selbst habe an kalten Tagen lediglich die Heizung an. Zusätzlich manchmal eine Wärmflasche:-) Ich würde dir Shuras Buch ans Herz legen. Da steht alles drin, was du wissen musst.
    Liebe Grüße
    Flitzi-Mama :-)

  • Guten Abend Maximus,


    Zu deinen Fragen, werde versuchen diese so gut wie möglich zu beantworten.


    Wichtig ist auf jeden Fall das richtige Substrat, aber ich denke, dass du dich da schon rein gelesen hast.


    Zu Frage 1: ich halte diese Art in einer Plastik Box, höher als es lang ist, darin habe ich gut 10cm Substrat und darauf einige Äste die schon morsch sind. Die Art ist klein und daher sollte das Terrarium nicht zu groß ausfallen.


    Zu Frage 2: Würde nicht ein Terrarium mit Schiebetüren nehmen, da die am Anfang relativ klein sind und bei manchen Türen doch ein relativ großer Spalt ist.


    Zu Frage 3 + 4: Bei Zimmertemperatur, mindestens 17°C. Wenn bei dir es noch kälter wäre, dann würde ich eine Lampe nehmen und bei einem kleinen Behälter erwärmt sich dieser schneller.


    Zu Frage 5: Siehe oben.


    Zu Frage 6: Ich sehe die immer, nicht alle, aber mindestens einen, aber meist immer mehr.
    Oft reicht da ein Blick auf ein Ast oder auf Gurke oder Pilz.


    Zu Frage 7: LF sollte um 80% liegen, kann auch schwanken.


    Gute Nacht :)

  • Guten Morgen,
    erstmal vielen Dank euch beiden für eure hilfreichen Antworten.
    Würde ein 30x30x30 Terrarium bei einer 5er Gruppe vielleicht mehr Sinn machen, da es sonst zu großräumig ist?Ich würde gerne eine kleine Beleuchtung anbringen. Ich dachte an eine 5W Halogenlampe. Die würde genug Licht machen, aber vielleicht auch ein,zwei Grad wärmer machen.Wie kalt darf es Nachts werden?Ich halte auch noch Skorpione und in deren Feuchtterrarien befinden sich weiße Asseln und Springschwänze . Kann ich solche auch bei den Tausendfüßern reinmachen?Und eine vielleicht etwas blöde Frage,aber ich frage trotzdem mal: Kann kan so einen Tausendfüßer auch mal auf die Hand nehmen?


    So das wars erstmal wieder mit meinen Fragen. Falls mir noch mehr einfallen, melde ich mich :)

  • Weiße Asseln und Springschwänze kannst du gerne mit ins Terrarium setzen. Meine Asseln essen kleine Futterreste und sorgen dafür, dass ich keinen Schimmel habe :-) Tausis kann man durchaus mal auf die Hand nehmen,allerdings nicht zu oft, sodass sie nicht gestresst werden. Eventuell saften sie dich etwas an :) Bei dem 30er Würfel hättest du zumindest mehr zu sehen

  • Guten Tag, und Hallo an alle! :)


    Ich kann mich nur meinen "Vorschreibern" anschließen, was mit den Asseln und Springschwänze angeht und mit der Größe des Behälters.


    Ich weiß nicht wie hell eine 5 Watt Halogenleuchte ist, es könnte ggf zu grell sein, würde eher etwas kühleres nehmen, wie eine LED Leuchte.
    Und für die kalte Jahreszeit kannst du dann mit der 5 Watt Leuchte das Terrarium wärmen, muss ja nicht für Stunden sein. Da ist der Vorteil von kleineren Behältern, dass die schneller warm, bzw auch kalt werden.


    Ich frage mich gerade welche Temperatur erreicht werden im Winter bzw auch in der Nacht?


    Bitte mich nicht festlegen, dass ist jetzt nur eine grobe relative Angabe: Wenn das Substrat relativ etwas trockner ist, dann können auch etwas niedrigere Temperaturen kurz überstanden werden, wenn es zu feucht ist, dann kann eher weniger niedrigere Temperaturen überstanden werden, weil Wasser ein besserer Wärmeleiter ist, als Luft.
    Das soll jetzt nicht bedeuten, dass man das Substrat trocken legen soll, wie in der Wüste.


    Was auch wichtig für dich wäre, wenn du niedrigere Temperaturen haben solltest, nehme eine Styroporplatte als Untersetzer deines Behälters, dann findet nur erschwert ein Wärmeaustausch mit dem Substrat und dem Boden, wo es steht statt.


    Hoffe du verstehst meine Formulierung, wenn nicht bitte einfach nachfragen.


    Guten Gruß SAMHAIN

  • Guten Morgen Samhain,
    ich denke auch, dass eine LED Leuchte gerade jetzt an den heißen Tagen besser wäre.
    Nochmal eine Frage zur Temperatur: Welche max. Temperatur verträgt diese Art?
    Im Zimmer sind es die Tage gut und gerne mal 28Grad gewesen. Gibt es eine Möglichkeit das Terrarium im Extremfall zu kühlen?
    Gibt es Krankheiten bei Tausendfüßern und sonst irgendwas zu beachten?

  • Hallo Maximus,


    auch Dir einen schönen Tag.


    LED´s haben schon ihre Vorteile, auch im Verbrauch und im Winter kannst du eine andere Lampe nehmen.


    Ja es gibt Krankheiten, aber alle kann ich nicht nennen, dafür empfiehlt es sich hier im Forum zu suchen, aber auch das Buch von Shurá Sigling, was dir wohl alle hier zum Herzen legen würden. Hier ein Link http://www.millipeden.org


    Wie man kühlt, es gibt mehrere Möglichkeiten, je nach deinen Möglichkeiten.


    Wenn es zu warm wird, dann kannst du die in den Keller stellen.


    Oder Kühlakkus und um das Terrarium platzieren, am besten wenn du noch eine große Styroprbox hast, in die man den Behälter bin den Tieren setzen kann.


    Ich lege Momentan einfach Kühlakkus oben auf den Deckel.


    Was kurzfristig für Kühlung sorgt ist mit einer Sprühflasche mit kaltem Wasser ein zweimal zu sprühen, kann man nicht so oft machen.


    Hoffe ich konnte dir weiter helfen.


    Guten Gruß Samhain

  • Ich habe mal ein wenig geschaut und würde mir dann einen viererpack LED Lampen mit je 0,7W kaufen. Das entspricht etwa einer 5-10W Glühlampe. Ich denke, dass das von der Helligkeit locker ausreicht.
    Nochmal ein paar Frage zum Terrarium:
    1.Wenn ich eins mit Schiebetüren nehme, können die Tausendfüßler dann nicht durch den Schlitz entkommen?
    2.Und können Tausendfüßler an Glas klettern?
    3.Kann ich eine Folienrückwand für außen verwenden oder muss drinnen eine zum Klettern rein?
    4.Wie schnell vermehrt sich diese Art?
    5. Was füttert ihr zusätzlich zum Substrat? Muss das alles Bio sein?

  • Hallo Maximilian,


    Wegen der Beleuchtung, ich weiß nicht genau, was die resultierende Helligkeit damit entsteht.
    Die sind schon Tag aktiv, wenn es hell ist, aber wenn man denen das zu hell macht, gefällt es denen nicht.
    Daher solltest du abwägen von Licht und Aktivität der Tiere, und im Winter Licht, Aktivität und Wärme.


    Zu 1. Je nach Größe der Tiere und der Spalte können die sehr wohl entkommen.


    Zu 2. An sauberen und senkrechten Glasflächen nicht, aber an der sehr verkalkten Scheiben und an allem was rau ist, wie Silikon.


    Zu 3. Warum eine Folienrückwand? Was ist das genau? Zum klettern sind am besten Äste geeignet.


    Zu 4. Über Nachwuchs würde ich mir keine Gedanken machen, jetzt noch nicht.


    Zu 5. Da empfehle ich das genannte Buch und auch die Suchfunktion hier im Forum, aber auch http://www.diplopoda.de/html/trtausend.php
    wichtig für dich.


    Es muss nicht Bio sein, es darf auch anderes sein, es sollte nicht gespritzt sein!
    Wenn es gespritzt ist, was die meisten Sachen sind, sollte es sich schälen lassen, wenn dass nicht geht, dann nehme es nicht, wie Salat.
    Merke waschen und schälen, dann füttern.


    Ausnahme bilden da die Pilze. Ok jetzt nicht die aus Tschernobil, wegen Atompilz ;)



    Maximilian, ich weiß, dass du neu im Forum bist und viele Fragen hast, aber nimm dir die Zeit und lese die Informationen durch, die du finden kannst.


    Aber meine Empfehlung ist, geh in den Wald und suche Weißfaules Holz (WFH), und die anderen Bestandteile des Substrats und mache dein erstes Substrat.


    Schaue nach Behältern, die für dich geeignet erscheinen, jeder Behälter und jedes Material hat Vor und Nachteile.


    Hoffe, dass ich Die weiter helfen konnte!


    Guten Gruß Samhain

  • Guten Abend,
    danke für deine hilfreiche Antwort :)
    Also eine Folienrückwand verwendet man z.B. oft bei Aquarien. Die werden von außen ans Aquarium/Terrarium mit Tesa drangeklebt. Ins Terrarium möchte ich auf jeden Fall Äste und sonstiges zum Klettern bereitstellen. Die Ruckwand hat nur optische Gründe.
    Nochmal zum Thema Kühlung: Also legst du dann einfach nur Kühlakkus ufs Terrarium an heißen Sommertagen? Reicht das und macht den Tieren eine Temperatur von 28-30Grad im Sommer viel aus?

  • Hallo,
    ich halte diese Art auch und habe die Erfahrung gemacht, daß wenn es kühler oder wärmer wird, sich die Tiere ins Substrat eingraben oder unter Rindenteilen einrollen. Wenn die äußeren Bedingungen gut sind, sind die adulten Tiere doch sehr viel an der Oberfläche und klettern und knabbern an Flechtenästen.
    Du wirst ja nicht durchgehend 30 Grad bei dir haben, also ist das sicher nicht als großes Problem einzustufen.
    lg Caroline