milbenproblem bei Tonkinbolus dollfusi

  • hallo, ich brauche dringend hilfe.


    meine tausendfüsser haben schlimme (!!!) milben.


    ich habe vor einer woche bemerkt, dass die kleinen Tonkinbolus dollfusi


    nicht mehr so aktiv sien wie sonst und dachte, die erste häutung steht an. nun habe


    ich mir nach dem tot von zwei tieren die anderen unter der lupe betrachtet und sie sind übersäät mit


    winzigkleinen (viel kleiner als die "normalen" milben bei gigas) hellen milben. im kopfbereich am schlimmsten.


    es sind soo viele (und auch so klein), dass ein abstreifen und umsetzen in einen neuen behälter nichts gebracht hat.


    gibt es ein medikament, mit dem ich die tiere (und auch den bodengrund) behandeln kann, dass die


    milben sterben lässst, aber den tausendfüssern nicht schadet???


    oder gibt es kleine "raub"-milben, die ich dazusetzen kann, die die kleineren fressen.....


    ich befürchte, dass sonst die anderen auch noch sterben. es sind inzwischen auch jungtiere


    geschlüpft, die auch schon schlimm befallen sind.


    bitte rettet meine kleinen krabbler


    gruss


    mirko

  • Hi Mirko,


    :welcome: im Forum ;)


    mit den Tonkinbolus dollfusi hast du dir ne schwere art für den anfang rausgesucht...


    Also wichtig ist zuallererst: Das Substrat- ich weiss nicht was du drin hast aber lese dir unbedingt das durch: Substrat


    Dann das mit den Milben: setze deine Tiere jede Woche in frisches Substrat, d.H. altes raus, neues rein, das sollte die Milben schnell reduzieren, wenn es zu akut ist hilft nur der Pinsel.


    Generell sind die Milben ein schlechtes Zeichen, da diese nur so verstärkt auf schwache Tiere gehen.


    Drücke dir die Daumen, dass das mit dem Substrat noch was wird.


    Gruß Joschka

  • danke für den tipp, aber ich habe sie ja schon vor zwei tagen umgesetzt, was ein echtes problem war, weil ich 106 (!)


    jungtiere aus dem substrat sammeln musste......da waren dann erstmal keine milben mehr zu sehen


    und gestern abend waren es wieder sooooo viele. ich habe einen tipp bekommen,


    dass ich raubmilben reinsetzen sollte, um die anderen milben zu bekämpfen....


    ...da habe ich aber sorge, dass die raubmilben auch an die kleinen tausendfüsser gehen.


    ich habe die grossen tiere (halbwüchsig gekauft) jetzt seit über einem jahr auf folgendem substrat:


    mischung aus waldboden, humusziegel, diverse holzschnippsel und lindenlaub (das wird gierig gefressen).


    und natürlich wird regelmässig von oben gesprüht.

  • Hi,


    Hast du dir die Substratanleitung durchgelesen ? Der Humus muss sofort raus. Der kann den Tieren schaden ! Raubmilben würde ich auch vergessen, am besten du versuchst die Milben mit warmen Wasser und einem weichen Haarpinsel loszuwerden.


    Übrigens Glückwunsch zur Nachzucht, die Art ist nicht leicht zu züchten, da man mit hohen ausfallstaten in den jungen Stadien rechnen muss, aber bei so vielen sollten es doch einige schaffen groß und stark zu werden. ;)

  • ...versuchst die Milben mit warmen Wasser und einem weichen Haarpinsel loszuwerden.


    Bei 106 Tieren, die Aktion mehrfach die Woche, viel Spaß... 8| Denkt ihr eigentlich an die selben Milben wie ich? Ich hab da gar nicht mal die 0815 Futter- oder Gigasmilben im Kopf, sondern diese seltsamen kleinen weißen Punkte über die es mal einen Beitrag gab, in dem ein Gigas (?) schwerstens befallen war. So klingt die Beschreibung jedenfalls, weiß jemand welchen Thread ich meine und wo der rumfliegt?


    Gruß Jenny

  • Hi Jenny,


    an die habe ich auch gedacht.... Den Pinsel würde ich sowieso nur dann verwenden wenn der Füßer wirklich voll (in großen Balgen) sitzt, anders bringt das sowieso nix, die können sich mit ihren Haftscheiben zu gut festsaugen.


    Gruß Joschka

  • Hallo,
    meinst du den hier?

    Nein, den nicht. Ich hab da das Bild von einem Gigags im Kopf der wie mit tausend Punkten bezogen war und später beim Versuch diese abzustreifen stellte sich heraus, dass die Punkte sich bewegten. Ich kann mich nicht genau erinnern wie es ausging und wo ich es gefunden hatte.


    Gruß Jenny

  • hallo,



    es sind die gleichen winzigen milben, die in massen an den tausis haften, wie


    im link-beitrag nummer zwei auf dem gigas haften.


    die kleinen milben bedecken den kopf und hängen an den beinen. sie werden den tausis sicher


    schaden, denn vorher waren sie viel unterwegs und man konnt immer sehen, dass etwas


    weggefressen war. später lagen sie nur noch eingeringelt auf dem laub und später eben tot.


    habe mir die jungtiere unter dem mikroskop betrachtet und auch daran haften eine ganze


    menge der milben.


    wie schon geschrieben, werde ich kommende woche raubmilben aussetzen, da ein abpinseln unmöglich ist.


    es sind einfach zu viele und wie soll ich 4 bis 6 mm lange tausi-babys abpinseln??


    der bodengrund bleibt drin, denn ausser dem blöden milbenbefall gig es den tieren über ein jahr lang


    prächtig und vermehrt haben sie sich auch - das scheint aber nicht schwer zu sein, denn sie legen doch immer


    wie von selber kotballen mit verpackten eiern ab.


    aber vielleicht findet ja doch mal jemand raus, was das für milben sind.


    .......


    nun aber noch eine ganz andere frage: gibt es denn noch eine grosse (mindestrens 12 cm lang) tausendfüsserart,


    die schön bunt ist??

  • Hi


    Also,


    Wenn du das nicht abpinseln kannst,
    musst du was mit dem Substrat drehen,-> oft wechseln.


    Es ist ja schön dass es deinen Tieren in dem Substrat gut geht, aber es ist trotzdem mit Milben kontarminiert.
    Deshalb wäre da das einzigste Mittel zu Wahl,
    das wöchentliche oder 2-Wöchentliche wechseln, des Substrates und dem ausdampfen des Terrariums, wenn du den Nachwuchs retten willst.
    Wenn du das nicht machst, verlierst du die [lexicon]NZ[/lexicon] garantiert.


    Es gibt ja auch schon deutliche Schwäche-anzeichen in dem Bestand, deshalb sollte da gehandelt werden.


    von den Raubmilben würde ich mich distanzieren, falls weitere [lexicon]NZ[/lexicon] nachkommen sollten, werden die von den Raubmilben gefressen.


    Da hats einige tropischen Arten, such dir erst eine raus und melde dich dann zurück was dir gefällt, ansonsten könnte ich dir zig-Arten vorschlagen:
    Hier.


    Aber ich würde mich zuerst um die Kranke Tiere kümmern, bevor du dir überlegst neue anzuschaffen, nicht dass du da irgendwie auch die Milben reinbekommst, denn dann würdest du beide Systeme verlieren.


    Gruß Joschka

  • hallo,


    den bodengrund habe ich am samstag schon komplett gewechselt und auch die kleinen kerlchen soweit möglich


    saubergepinselt. aber die gesamte prozedur hat bei inzwischen 121 jungtieren und einem erwachsenen tier


    gut und gerne fast 4 stunden gedauert, weil ich ja jeden krümel seperat betrachten muss, ob da nicht


    eier oder jungtiere drin sind.....


    ....es kommen daher auf jeden fall raubmilben rein, denn ich bin berufstätig und habe eine familie,


    daher nicht jede woche 4 stunden zeit zum krabbler sortieren - sorry, aber es geht nicht anders.


    ich habe jetzt mal die humusziegel-einstreu entfernt, weiss aber nicht, warum die schädlich sein soll.


    bitte um genaue erklärung, da es eine schöne einstreu war.

  • Hi,


    Das hört sich ja schonmal besser an^^,
    Bei den Raubmilben musst du halt dann damit rechnen, dass frisch gerschlüpfte Jungtiere in den Immobilen Stadien evtl. auch gefressen werden.


    Das mit den Humusziegeln:
    Wenn Tausendfüßer das im Substrat haben (zu Große Anteile) oder gar nur das als Substrat, wird es gefressen, und bei Aufnahme Größerer Mengen, kommt es zu inem Darmverschluss, woran der Füßer folglich stirbt.
    Das passiert auch dann, wenn man Laub und co. untermischt, deswegen wirklich nur minimale anteile 2-4% ins Substrat geben, um dieses Lockerer zu bekommen, falls es mal doch recht kompakt werden sollte.


    Gruß Joschka

  • So tödlich können die doch garnet sein, wenn er seine Tausis ein Jahr lang problemlos auf dem substrat hatte... ich kann mir auch net vorstellen, dass die tausis das fressen, bzw daran sterben, solange genug andere Substratbestandteile da sind.
    Klar, dass sie sich selbst damit ausstopfen, wenn es keine Alternativnahrung gibt und das Substrat zu 100% daraus besteht... aber sonst...? kann mir das net so ganz vorstellen, ich mein, im Waldboden sind ja auch manchmal unverdauliche Bestandteile, da stirbt auch kein Tausi dran.


    Ansonsten solltest du die Tiere vielleicht nach befallsstärke/ größe der Tiere separieren, sonst ist das ganze abpinseln glaub ich ne relative sisyphos-arbeit, da die tiere sich sofort wieder gegenseitig infizieren.


    Darüber hinaus halte ich es für wenig angebracht, nach anderen Arten zu suchen, bevor du nicht dieses Problem im Griff hast.. da jetzt neue Tiere reinzusetzen wäre wahnsinn, und ein zweites Becken macht ja nur noch mehr arbeit...

  • ich denke auch nicht, das sie das in mengen fressen,aber jetzt ist es ertmal raus.


    ist doch klar, dass ich ert neue tierchen kaufe, wenn ich den befall in griff habe...


    ich würde aber eine zweite art auf jeden fall in einem zweiten behäter halten wollen.


    ich werde berichten, was aus den raubmilben geworden ist, denn es sind ja eine ganze menge


    jungtiere da....und besser es werden ein paar wenige frisch geschlüpfte gefressen als dass


    alle an den milben sterben.....die raubmilben werden wohl zuerst die masse (!!) an milben fressen.

  • hallo an alle,


    als ich gestern abend gesprüht habe, war der gesamte neue (!) boden mit diesen hellen milben übersäät.


    es sieht drmatisch aus. keine ahnung woher die alle gekommen sind. den alten bodengrund habe


    ich im ofen verbrannt....


    man kann die raubmilben wirklich bestellen - sind für die bekämpfung von blutmilben oder eben


    blattläusen bestimmt.....ich hoffe so sehr, dass sie die invasion der kleinen weissen milben vernichten können.

  • HI,


    bist du dir da ganz sicher, dass die Milben von den Füßern abgewandert sind?, oder dass du nicht sogar ausversehen, Lauberde mit Milben erwischt hast- hört sich de gerade schon extrem an....?


    Also falls die abgewandert sein sollten... das hört sich gut an, gleich nochmal sorteiren^^...


    Falls das Substrat schon Milben hatte...: Frier das nächste ein, für 1 Woche, damit darin alles Milbige Tot ist, diese Frostperiode überleben nur Wurmeier und sowas wie Holzwürmer, wennn du eine TK hast, die bis auf -21°C kühlen kann.


    Und hattest du das Terrarium Ausgedampft?, da kann es passiert sein, dass die ganzen Eier auf dem Glas und in den Silikonnähten geschlüpft sind.


    Gruß Joschka