Tiermessi erwischt

  • 400 Meerschweinchen, Mäuse, Hamster, Kaninchen und


    Vögel aus Anwesen in Effeltrich gerettet!


    Die Nordbayerischen Nachrichten berichten Für Ihre großartige Hilfe bei


    der Bergung und die Übernahme einiger unserer Schützlinge bedanken wir


    uns beim Tierheim Erlangen.


    Vielen Dank auch an die Hamsterhilfe


    die Mäusehilfe das Tierheim Feucht das Tierheim Bamberg das Tierheim Roth dasTierheim Würzburg


    die spontan einige Kleintiere aufgenommen haben.


    Von weiteren Tierschutzorganisationen stehen noch Übernahmeangebote aus.


    In der nächsten Woche hoffen wir deshalb weitere Meerschweinchen,


    Mäuse oder besonders Hamster abgeben zu können.


    Dennoch benötigen wir weiter Kleintierzubehör. Spenden für Futter,
    Medikamente usw. unter Sparkasse Forchheim BLZ 763 510 40 Kto.Nr. 5397




    Interessenten bitte während der Öffnungszeiten im Tierheim


    09191-66368 oder unter 09191-32445 melden.


    WIr bitten um Verständnis, dass unsere Kaninchen wegen


    einer für andere Kaninchen ansteckenden Erkrankung


    das Tierheim nicht verlassen dürfen.




    Auch die Vögel können momentan nicht vermittelt werden.


    Sie fallen zum Teil unter den Artenschutz.

  • Der nette Herr hat inzwischen angeben das er Händler sei und er hat auch Tiere an Baumärkte und Zoohandlungen verkauft. Auserdem war er auch immer auf dem Forchheimer Taubenmarkt wo man viele Tiere kaufen kann. Und das schönste ist ja vor ein paar Jahren haben sie im schonmal die Bude ausgeräumt damals hatte er aber nur Vögel.
    Ich frag mich wie solche Menschen nur immer wieder an die armen Tiere kommen. Ca 40 Tiere wurden inzwischen eingeschläfert weil sie zu krank waren.

  • Naja, an die Tiere ran kommen ist ja nun wirklich nicht schwer. Und aus zwei Mäusen oder Kaninchen 400 zu machen auch nicht (wenn's jetzt nicht unbedingt rein schwarze Mäuse sein sollen).
    Was mich viel mehr verwundert, dafür, daß er "Händler" sein soll ist der Bestand zu klein, bei 50cent pro Maus und 5€ pro Kaninchen im Einkauf (ok, seltene Vögel bringen mehr, aber die sind auch schwerer zu bekommen) macht der doch selbst mit hundsmiserablen Haltungsbedingungen kein Geld.
    Sowas wird sich leider nie völlig kontrollieren und vermeiden lassen. Bei Hunden wird vielleicht mal die Gemeinde stutzig, wenn es ständig bellt aber keine Hundesteuer gezahlt wird, aber bei Kleintieren? Da ist doch höchstens die CITES geschützte Schmuggelware ohne richtige Papiere wirklich von Interesse für die Behörden auch wenn es letztlich eigentlich mehrere hundert Verstöße gegen das Tierschutzgesetz wären.
    Viel Glück, die Berge von Tieren unter zu bringen, arme Viecher.

  • Nein Froop,


    dafür passiert dir nicht viel, die Tiere werden nur beschlagnahmt. Wenn man für fahrlässigen Todschlag am Menschen oft nur Bewährung bekommt, wird für so was gar nichts passieren. Höchstens ein Tierhaltungsverbot kann ausgesprochen werden, aber da das beim Kauf keiner überprüft, kann der ruckzuck wieder hunderte Tiere haben.


    Ich verstehe auch nicht warum so jemand, der eindeutig geistig nicht ganz normal sein kann, nicht wenigstens in psychologische Behandlung muss.
    So Leute denken doch, sie würden den Tieren was gutes tun, dabei pflastern oft Kranke und Leichen die Käfige. Ein gesunder Mensch muss das sehen...
    Wenn du mich fragst würd ich so jemanden auch gern so verrotten lassen wie die Tiere, sinnvoll wär aber wohl eine Zwangseinweisung in die Geschlossene :cursing:


    Neulich kam dazu ein Beitrag im TV, eine alte Frau mit Katzen (kniehoch die Scheiße in der Wohnung), die tat mir irgendwie fast auch schon leid (eindeutig geistig verwirrt und von den Behörden und Pflegern wurde der Zustand bewusst toleriert) und ein Kerl mit 1000 (!!!) Sittichen, die suchen übrigens auch noch neue Zuhause über das Wellieforum. Paar Wochen später war das Kamerateam wieder da, vier neue Wellis waren da schon wieder da. Neustart...


    Stef: Klar kann das ein dubioser Händler sein, wirf einen schwangeren Hamster (alternativ Maus) in einen leeren Eimer und leg ein Brett drauf, täglich für wenige Cent Presspelletts als Futter dazu und nach vier Wochen kannst du ca. 6-10 Kleine abgeben. Rechne das auf nur 20 Muttertiere und du hast 120-200 Jungtiere im Monat. Wenn er im Zoohandel nur einen Euro bekommt pro Tier, hat er mindestens 100-180 Gewinn... Kranke und Alte tritt er in die Tonne. Kaum Kosten...
    Auf den Eimer komm ich, weil so ein Händler schon mal aufgeflogen ist, das gibt`s also wirklich.


    Zum K*****


    Gruß Jenny

  • Da tun mir nicht nur die Tiere Leid, sondern auch die Nachbarn. Ich hatte die spezielle Freude neben einer Müll-Messie zu leben, immerhin, die Scharen von Kakerlaken, die immer wieder aus der Wohnung quollen waren wenigstens top artgerecht gehalten... örx ;( Bei tausend Sittichen hätt ich den Nachbarn vermutlich um die Ecke gebracht, nur daß endlich mal Ruhe ist. Menschen können schon schwer seltsam sein.

  • Ich glaube ihr verkennt die Lage !


    Diese Menschen haben eine Psychische Krankheit und können nicht anders als spezielle Dinge zu horten in manchen fällen eben Tiere. Eine Gefängnissstrafe wäre da mitunter das schlimmste was man diesen Personen antun könnte, bei soetwas ist eine lange Therapie und kontrolle durch Ausenstehende wichtig. Ich glaube auch nicht, dass wir hier über solche Menschen urteilen sollten ! Das ollte man den behandelnden Ärzten überlassen und nur ihnen. Die Medien machen das ganze schon schlimm genug !


    Achja, bitte versteht mich nicht falsch, was den Tieren da angetan wird ist natürlich schlimm...

  • Du hast vielleicht Recht beni... aber es ist eindeutig Tiermisshandlung. Jemand, der Menschen misshandelt, hat sicherlich auch eine psychische Störung, wird aber trotzdem bestraft (und therapiert, ja!). Habe leider bis jetzt keine Infos zur Strafhöhe gefunden, aber es gibt in Deutschland seit 1998, verändert 2001 und 2002 im GG verankert, recht ausführliche Tierschutzgesetze.

  • Ich glaube ihr verkennt die Lage !

    Hallo Beni,


    ich glaube nicht das ich die Lage verkenne, hast du meinen Beitrag denn gelesen? Zitat: "Ich verstehe auch nicht warum so jemand, der eindeutig geistig nicht ganz normal sein kann, nicht wenigstens in psychologische Behandlung muss. So Leute denken doch, sie würden den Tieren was gutes tun, dabei pflastern oft Kranke und Leichen die Käfige. Ein gesunder Mensch muss das sehen... Wenn du mich fragst würd ich so jemanden auch gern so verrotten lassen wie die Tiere, sinnvoll wär aber wohl eine Zwangseinweisung in die Geschlossene :cursing:"


    Ich weiß also durchaus das solche Menschen krank sind, sie brauchen ebenso Hilfe wie die Tiere. Das alle verstehe ich, unsagbar wütend macht es mich aber trotzdem. Wenn man die Bilder sieht... ich kann so was kaum aushalten ohne loszuheulen. Und was ich überhaupt nicht verstehe ist der Umgang unseres Systems damit. Man nimmt die Tiere weg, der Mensch muss nicht in Therapie und schwupps ist die Bude wieder rappelvoll.


    Erst wenn ein geistig verwirrter Mensch anderen Menschen gefährlich zu werden droht (oder sich selbst), erst dann kann eine Therapie angeordnet werden und nicht vorher. Es sei denn der Kranke möchte geholfen bekommen und weist sich selber ein, was normalerweise nicht passiert, denn er sieht sich nicht als krank an. Leider habe ich gerade im Bekanntenkreis damit zu tun, bin also hautnah am Thema Psychosen dran und es ist nahezu unmöglich einen geistig Verwirrten gegen seinen Willen einweisen zu lassen, selbst wenn er am Rande des Wahnsinn steht und jeglichen Bezug zur Realität verloren hat. Ich will das jetzt nicht näher ausführen, aber es muss wirklich erst was richtig schlimmes passieren, vorher tut sich gar nichts :thumbdown:


    Gruß Jenny

  • Selbst wenn man die Leute einweisen könnte, das bringt leider gar nichts. Es ist ja nicht damit getan, ihnen die Zähne auseinander zu zwingen und ein paar Pillen einzuwerfen, Therapie funktioniert NUR wenn der Mensch mitarbeiten will. Ist halt nicht wie in der Chirurgie, wo man unerwünschte Gewächse einfach so raus schneiden kann, mit der Seele geht das (zum Glück) noch nicht.


    Selbst mit dem was geht sind nicht nur die Behörden sondern auch die, die das Ganze drum rum mit bekommen zu lasch. Was hab ich nem Typen im Dorf immer wieder den Tierschutzverein und die Amtstierärzte auf den Hals gejagt... Pferde mit der Mistgabel in den Bauch gestochen, Kaninchen, die in ihrem Mist ersticken, ein Schwein im ehemaligen Plumpsklo mit den Hühnern auf dem Rücken ohne Licht, Wasser oder Streu. Der hat im Suff sicher auch der Familie das Leben zur Hölle gemacht, da hat kein Nachbar gezuckt. Ich muß sagen, es war erstaunlich befriedigend zu sehen, daß ihn sein Verhalten letztlich völlig in den Ruin getrieben hat, Frau mit Kindern weg, Zwangsversteigerung, ab auf die Straße.... ist das jetzt schlecht, daß mir da jegliches Mitleid abgeht?

  • Hi Stef,


    klar hast du Recht, mit ein paar Pillen einwerfen allein ist es nicht getan, aber das ist der erste Schritt. Ich kann mich nur wiederholen, es muss beinahe nahezu zwangsläufig erst mal eine Geschlossene sein bei solchen Härtefällen mit Realitätsverlust. Einfach um die Medikamente einzustellen, einen Therapieplan zu erstellen usw. Ich erleb es ja gerade hautnah mit wie jemand aus meinem Freundeskreis langsam aus einer Psychose wieder auftaucht und das wäre schlicht unmöglich ohne Medikamente. Das Gehirn muss erst mal wieder zur Ruhe kommen, damit überhaupt an Therapiegespräche zu denken ist. Daher bringt die Einweisung sehr wohl etwas! Tiermessis brauchen Hilfe und die bekommen sie einfach nicht, was wieder zwangsläufig zu Tierleid führt, ein Teufelskreis.

    ist das jetzt schlecht, daß mir da jegliches Mitleid abgeht?

    Neee, da würde mir auch keins abgehen :(


    Es ist auch verkehrt nun zu sagen -ich weiß das hast du nicht getan- jeder Tierquäler sei psychisch krank und könne daher nichts dafür. Da macht man es sich arg einfach. Genau wie es zu einfach wäre zu behaupten jeder Gewalttäter und Perverse sei geistig krank. Es gibt natürlich geistig völlig gesunde Menschen die Tiere und andere Menschen leiden lassen. Bei diesen Tiermessis steckt aber sehr oft wirklich der Glaube dahinter, dass es ihren Tieren gut gehe bei ihnen. Das ist das Verrückte daran und deswegen verstehen sie es auch überhaupt nicht, warum man ihnen die Tiere wegnimmt ;( Da wäre eine Therapie einfach das Mittel zur Wahl, gepaart mit einem Haltungsverbot das überwacht wird.


    Gruß Jenny

  • Sorry Jenny, falls ich dir zu nahe getreten bin, aber ich wollte nur feststellen, dass Wut in diesemFall nichts bringt. Es bringt nichts auf solche Leute wütend zu sein, da sie ihre Tiere trotz noch so schlechter haltungsbedingingen lieben. Vielleicht haben sie sich sogar anfangs noch korrekt um die Tiere gekümmert, aber da sie sich immer mehr und mehr holen, läuft das ganze früher oder später aus dem Ruder und das ganze fliegt auf.


    Aber wie will man soetwas verhindern ? Willst du alle Tierhalter kontrollierenob sie ihren Tieren auch ein gutes Zuhause bíeten ? - das ist schlichtweg nicht möglich ... Ich glaube in solchen Fällen müsste das Umfeld reagieren. Wenn genug Menschen bezeugen können bei dem dort oder bei dem läuft was schief, könnte man vielleicht das schlimmste, bei beiden Seiten, Mensch und Tier, verhindern. Die Tiere könnten dann in gute Hände witergegebne werden und die Person, sofern sie es selbst einsieht, in ärztliche Behandlung, oder zumindest in Aufsicht....

  • Abend,


    nicht zu Nahe getreten, ich wollte nur sichergehen das du mich richtig verstanden hast.


    Wut mag nichts bringen in dem Fall, aber doch ist sie da. Da kann ich ja schlecht was für, so etwas macht mich nunmal verflixt wütend und natürlich zutiefst traurig.


    Verhindern des ersten Sammelns geht vielleicht nicht, auf der anderen Seite kann man sehr wohl das erneute Horten verhindern, wenn die Behörden es denn anders handhaben würden als derzeit. Und auch beim ersten Horten müssen doch verflixt viele Menschen sehr gut wegsehen, um so etwas angeblich jahrelang nicht zu bemerken. Wie kann denn jemand 1000 Vögel in der Wohnung haben -Mitwohnung in der Stadt- und kein Nachbar will jemals etwas bemerkt haben? Schwachsinn sag ich da, meine 8 Siitiche kreichen schon wie verrückt, der Lärm von Tausend muss definitiv im Treppenhaus zu hören gewesen sein.


    Daher hast du natürlich Recht, das Umfeld müsste den Hintern hochbekommen und weniger gleichgültig für alles sein, was außerhalb des eigenen Tellerrandes liegt. Ich frag mich immer wie man so kalt sein kann wie es heutzutage viele Leute sind. Und wenn man selbst Emphathie zeigt, muss man sich vielleicht noch von manch einem anhören, dass man sich nicht alles so zu Herzen nehmen soll. Es ist schon traurig, da werden jahrelang Tiere geqäult, Kinder misshandelt, Alte weggesperrt, Frauen verprügelt und niemand sieht hin. Ich weiß schon warum ich die Tiere den (meisten) Menschen vorziehe, auch Tiere können grausam sein, aber so falsch, unehrlich und gleichgültig wie wir als Krone der Schöpfung sind sie nicht.


    Und weil du es schon ansprichst, ich hätte wirklich überhaupt kein Problem damit, wenn man einen Sachkundenachweis machen und herzeigen müsste, um ein Tier erwerben zu können. Das ist natürlich absolut utopisch und wird nie passieren, würde aber tausende und abertausende Spontankäufe und Tierquälereien aus Unwissenheit verhindern. Ich hab z.B. einen Sachkundenachweise für meine Hunde und für die Aquaristik gemacht, freiwillig versteht sich. Ich find es eine sehr gute Sache.


    Nachdenkliche Grüße Jenny

  • Psychose ist so ziemlich die einzige psychische Erkrankung, die so extrem gut auf Medis reagiert (oder eher, "reagieren kann", leider nicht bei allen Patienten, ist noch nicht klar, ob die fehldiagnostiziert sind oder ob es eben mehrere Typen gibt, die unterschiedlich behandelt werden müssen). Depressionsn können, müssen aber nicht durch Medikation besser werden, da ist es immer noch wichtiger, eine gute Therapie in Gang zu bekommen, als ein passendes Medikament zu finden (auch wenn die Therapie durch ein passendes Antidepressivum sehr viel leichter und nachhaltiger Veränderungen bringen kann, nur ist es schwierig, aus 50 verschiedenen Substanzen das Richtige in der richtigen Dosierung zu finden).
    Einen hohen Blutdruck gut medikamentös einzustellen dauert ein halbes Jahr. Psychopharmaka finden und einstellen ist nicht schneller.


    Es sind auch nicht alle Tiermessis gleich, eine alte Dame ist vielleicht wegen der fortschreitenden Demenz nicht mehr in der Lage, sich um ihre Katzen zu kümmern und ein vorher perfekter Haushalt wird zum Alptraum. Oder jemand mit Depression schafft es einfach nicht mehr, den Hintern hoch zu bekommen und was zu tun, auch wenn er vielleicht noch erkennt, daß alles aus dem Gleis gerät. Beide würden vielleicht eher aus Angst vor dem, was mit ihnen passiert, oder aus Scham nicht nach Hilfe rufen.
    Die Leute, die aus Geldgier und ohne jedes Mitgefühl für Tiere handeln werden auch mit Therapie nicht anders, für die bleibt ein Tier eine "Sache", über die sie bestimmen und kein gleichberechtigtes Mitgeschöpf.
    Und dann gibt es noch die Gruppe der wirklichen Sadisten, die aus dem Leid anderer emotional Gewinn ziehen, die sind wiederum therapierbar, wenn man raus bekommt, warum sie so geworden sind. Bei etwa 10% jeder Bevölkerung gibt es allerding genetische Abweichungen, die z.B. die Tötungshemmung zur eigenen Art herabsetzen, das wird schwierig ohne Compliance.

  • Hi Stef,


    du hast natürlich auch recht. Puh, jetzt gehen wir so langsam aber wirklich in die Materie ;) Aber ich finde das gut, in vielen anderen Foren würde so ein Reißer nur mit Kommentaren wie "Schlagt ihm den Kopf ab" zugemüllt, was letztlich weder der Tieren was nutzt noch zu Verständnis führt wie so was passieren kann. Ich find es gerade ganz angenehm mich mit euch auszutauschen, auch wenn das Thema denkbar unangenehm ist.


    Die alte Frau übrigens mit den Katzen war wohl wirklich dement bzw. schlicht gebrechlich und auch überfordert und was ich so schlimm daran fand, sie wurde von einem Pflegedienst versorgt der ihr Essen und Tierfutter brachte. Die Frau hatte wirklich bis zum Knie die Katzenkacke hängen und die türmte sich auch knöcheltief in jedem Raum. Der Geruch, unvorstelltbar, wer Katzenkot kennt, weiß wie es dort gerochen haben könnte. Wie können Menschen nur so sein? Wie kann jemand da täglich an der Türe stehen und ihr Zeugs bringen und vor diesem Elend die Augen verschließen? Ich finden DIESEN Leuten gehört eine saftige Strafe aufgebrummt wegen Unterstützung der Tierquälerei und vor allem unterlassener Hilfeleistung der Frau gegenüber. Gott sei Dank wurde sie nach dem Beitrag erst ins KH gebracht und dann in ein betreutes Wohnen gesteckt.


    Der Sittichmann hatte allerdings sicherlich psychotische Züge, er war mittleren Alters und der festen Meinung er sei ein Welliwohltäter, während neben ihm im Eimer ein Vogel jämmerlich ertrank ;( Die Wohnung lag in Scheiße begraben und er konnte nicht verstehen warum der Vermieter ihn abgemahnt hatte, man ihm die Tiere wegnahm usw. Eine ganz eigene heile Welt hatte er sich gebaut...


    Zwei Fälle, zwei ganz verschiedene Ursachen...


    Ja, wirklich schlimm finde ich auch die Vermehrer, bei denen die Tiere aus Profitgier gestappelt werden und leiden - und die dann Tiere an Großhändler verramschen. Und wir bzw. einige unterstützen das Ganze dann, indem sie Tiere aus dem Zooladen holen...


    Nichtsdestrotz würd ich gern wissen welche Tiere aus dem aktuellen Fall wo untergebracht sind, auf der betreffenden Seite ist leider so überhaupt nichts dazu zu lesen.


    Gruß Jenny

  • Hallo die Damen,
    mit absoluter Sicherheit möchte ich keinen in Schutz nehmen und ganz bestimmt waren beide im Beitag vorgestellten Personen ein Fall für den Psychologen (wie schon gesagt aus unterschiedlichen Gründen....).
    Der "Sittichmann" hat den Vogel, der sich wohl in den Eimer verirrt hatte jedoch nicht jämmerlich ertrinken lassen, sondern ihn schon rausgeholt (was ja auch das mindeste ist) und den Eimer entfernt. Außerdem hat er schon zugegeben, dass ihm das Ganze "ein wenig" aus dem Ruder gelaufen ist, was sicherlich mehr als untertrieben war.
    Die Wohnung sah jetzt nicht mehr ganz so schick aus, dass stimmt schon, wobei das Ausmaß nicht mit der Wohnung der "Katzenoma" vergleichbar war.
    Davon abgesehen hatte ich ehrlich gesagt (jetzt erschlagt mich nicht) das Gefühl, dass es den Vögeln nicht soooooooo schlecht ging wie es hier vielleicht rüberkommt (und ob die wirklich von 1000 geredet haben weiß ich auch nicht).
    Mit Sicherheit war die Haltung nicht artgerecht aber immerhin hatten die Vögel die gesamte Wohnung zur Verfügung (der Typ schlief auf 7 vogelfreien qm) , konnten auch mal ein bisschen durch die Gegend flattern und wurden täglich mit frischem Futter versorgt Obst/Gemüse/gekochter Schinken/Körnerfutter (ob Schinken so gut ist weiß ich allerdings nicht).
    Wenn ich da in den Zooladen um die Ecke gehe habe ich ehrlich gesagt nen schlimmeren Eindruck. Auf einem Meter Länge und 50cm Höhe sitzen da auch 15 Wellensittiche, die garantiert nicht die Möglichkeit haben, ihre Flügel auch einmal zu deren eigentlichem Zweck zu verwenden - und futtertechnisch siehts da auch nicht besser aus....
    Und jetzt dürft ihr mich zerreißen (vll vorher noch mal den Beitrag ansehen)....
    LG JaN

    Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes...
    Salvador Dali

  • Hi Jan,


    niemand will dich zerreißen, aber bedenke das im Zooladen die Tiere nur bis zum Verkauf so eng sitzen. Ich glaub auch die Diskussion, ob Zooläden artgerecht sind, müssen wir hier nicht führen, da plädieren wir alle glaub ich auch definitiv für nein. Ist also als Vergleich denkbar ungeeignet finde ich.


    Ja, mit den über 1000 Vögeln bin ich ganz sicher, die werden nämlich über das Sittichforum in neue zu Hause vermittelt, du kanst dort schauen gehen wenn du willt. Zu dem Vogel im Eimer... Ja, er hat ihn tatsächlich rausgeholt, aber man hat genau gesehen das dieser Vogel sicherlich nicht mehr zu retten war, die Atmung war schon derart flach und der Typ hat ihn auch gleich komplett in ein Handtuch eingeschlagen (auch den Kopf), der ist mit Sicherheit die nächsten Minuten jämmerlich verreckt. Der Eimer hätte da gar nicht mit Wasser drin stehen dürfen, ist einfach so. Was ich mich auch die ganze Zeit frage: Wie hat der Mann eigentlich all die Jahre gelüftet oder überhaupt nicht. Wenn nicht, war die Wohnung sicher auch schimmelsporenverseucht, lecker lecker. Du hast bestimmt Recht, es mag Vögel geben denen es weitaus schlechter geht, allein im Einzelkäfig ohne Partner und Freiflug. Das find ich aber nicht weniger schlimm ;( Tja, das Elend vieler Heimtiere macht wirklich betroffen, so große Fälle ersehen eben Aufregung, jemand der einen Welli auf 30 x 40 cm hält, kommt weder ins TV noch wird sonstwie angeprangert.


    Alles nicht besonders schön...


    Gruß Jenny

  • Hey Jenny,
    den Einwand, dass die Tiere beim Verkäufer nur kurzzeitig so eng sitzen kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Oftmals verbringen die Tiere doch ihr ganzes Leben in solchen Tiergeschäften, weil sie irgendwann schlichtweg so alt und abgestumpft aussehen, dass sie keiner mehr kaufen möchte. In meinem alten Heimatdorf gab es einen Zooladen, in dem 5 Kaninchen 5 Jahre lang zubrachten, bis der Laden dann irgendwann dicht machte...
    Außerdem gehen doch die Kunden davon aus, dass die Haltung in den Geschäften artgerecht ist und kaum ein Laden wird einem potentiellen Käufer sagen: "Aber so wir wir die Tiere hier halten, können Sie das zu Hause natürlich nicht machen, dass ist Tierquälerei..."
    Natürlich sind Zooläden kein passender Vergleich, wenn es um artgerechte Tierhaltung geht (wurde hier ja auch schon mehrfach besprochen), aber da schaltet sich eben nicht der Tierschutz ein und kontrolliert mal eben alle Läden einer Stadt und macht das Ganze dann auch publik.
    Der Eimer mit Wasser hat sicherlich nicht in dem Zimmer zu stehen, aber ich bin mir sicher, dass der Typ den da auch nicht mit Absicht hingestellt hat. Hier aus dem Forum haben bestimmt schon sehr viele einmal vergessen die Tür des Terras zu schließen und dann kann es schon einmal zu so einem "Mißgeschick" (Sorry kling hart) kommen.
    Ich wollte (wie gesagt) ja aber auch niemanden hier in Schutz nehmen sondern lediglich anmerken, dass ich schon das Gefühl hatte, dass der Typ es den Vögeln eben so angenehm gestaltet hat, wie man es bei 1000 Vögeln, in einer 65qm Wohnung, nur irgendwie anstellen kann.
    Da waren keine unterernährten oder toten Tiere zu sehen, wovon ich bei der Anzahl eigentlich ausgegangen wäre...
    Trotzdem natürlich nicht schön, da hast Du wohl Recht....
    Greets vom JaN

    Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes...
    Salvador Dali

  • JaN hat recht, die Vögel waren wirklich nicht in allzu schlechter Verfassung, aber das eigentlich schlimme an der ganzen Sache war (wie Jenny es schon angesprochen hat) die Schimmelbelastung, der ganze Kot, Milben und was weiß ich noch alles... Ich verstehe auch nicht wie das Umfeld da die Augen verschließen kann ! 1000 Vögel machen einen ohrenbetäubenden Krach es kann unmöglich sein, dass das Niemand gehört hat.



    Was die Zooläden angeht: nicht alle Lden sind da gleich. Mein Stammladen in dem ich einkaufe hat geschultes Personal, die die Tiere die sie im Laden betreuen auch sogut wie immer zuhause haben. Ein gutes Indiz für gute Angestellte ist, wenn sie die Lateinischen und deutschen Trivialnamen ihrer Pfleglinge ist. Wenn ich z.b. in einen Laden komme und nach Drosopila frage und der Verkäufer schaut mich an als ob ich nach ner Geschlechtskrankheit gefragt hätte, weiß ich schon wo ich in Zukunft nicht mehr einkaufe...

  • "Hey Jenny,


    den Einwand, dass die Tiere beim Verkäufer nur kurzzeitig so eng sitzen kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Oftmals verbringen die Tiere
    doch ihr ganzes Leben in solchen Tiergeschäften, weil sie irgendwann schlichtweg so alt und abgestumpft aussehen, dass sie keiner mehr
    kaufen möchte."


    Wie gesagt, ich bin auch kein großer Freund vom Tierverkauf in Zooläden. Das Argument ist mir aber gerade völlig fremd. Ich gehe in vielen kleinen Zooläden und großen Zoofachketten ein und aus wegen des Zubehörs, Tiere kaufe ich dort in der Regel nur in der Aquarienabteilung, pilgere aus Neugier aber auch immer durch alle Anlagen. Mir ist bisher bewusst noch kein Tier ins Auge gestochen, dass dort jahrelang saß, nicht mal wochenlang. Normalerweise kommen neue Tiere bei großen Ketten im Wochentakt neu herein, bei kleinen Läden vielleicht alle vier Wochen. Bis auf ganz wenige Ausnahme wie Papageien sind ausnahmslos alle Tiere Jungtiere, daher kann ich auch sicher sein, dass es nicht immer die gleichen sind. Der Laden wo du diese Beobachtung gemacht hast mit den fünf Karnickeln, war dann wohl wirklich ein seltsames kleines Geschäft. Da lag wohl noch mehr im argen, so dass die Leute dort einfach nicht gekauft haben, erklärt dann auch die Pleite.


    Beni du hast natürlich recht, man kann nicht alle Zooläden und -ketten über einen Kamm scheren, aber das die Tiere dort artgerecht sitzen und versorgt werden, ist eben leider doch keine Selbstverständlichkeit. Ich geb Jan Recht, eigentlich sollten diese den Leuten mit positivem Beispiel vorangehen. Manche machen`s auch, aber solange in 90% der Läden Goldhamster noch in Großgruppen ohne Hinweis zur Einzelhaltung zum Verkauf angeboten werden, solang kauf ich dort keine Nager mehr.


    Ach ich hätte auch gern einen kleinen feinen Stammzooladen wie du ihn da erwähnst, ich hab schon viele durch und bin mit keinem richtig zufrieden. Früher hatte ich einen mit dem ich ganz glücklich war, aber die sind von Kleintieren auf Pferdezubehör und Reitbedarf umgestiegen und da ich kein Pferd habe... So kauf ich mir nun mein Zubehör aus vielen zusammen und meine Tiere kommen nahezu alle vom Züchter, dafür fahr ich dann auch mal vier Stunden für einen Hamster.


    Gruß Jenny