"Neuanfang" mit Diplopoden (Telodeinopus aouti)

  • Hallo, ich stamme aus einem der vielen "Vororte von Stuttgart und bin neu im Forum; ich habe mich hauptsächlich angemeldet, um mich mit Experten über diese Tiergruppe auszutauschen.


    Meine Vorgeschichte:


    Begeistert von Krabblern und Kriechern war ich schon immer, vor 10 Jahren kam dann der erste trraristische Mitbewohner, ein Kubalaubfrosch. Seitdem bin ich eine einigermaßen typische Terrarianerkariere durchlaufen, mit ihren Höhen und Tiefen, Rückschlägen und Erfolgen.


    Ich bin zwar erfahrener als früher, aber kein Spezialist und die einzigen Arten die ich züchte sind Wirbellose (sämtliche "Unkrautspezies" wie Extatosoma, Bacculum, Hierodula, Achatina und - darauf bin ich aber schon stolz- neuerdings Vampirkrabbe, nach 2 Jahren warten hat es endlich geklappt) da mir die Zucht meiner Reptilien und Amphibien u zeit und zu geldaufwenidg war und mir die Jungtiere eh niemand abkaufen wollte (Chin. Rotbauchunken, Tokehs etc- will leider niemand)



    Mit den Schnurfüßern ist das so eine Sache. Eigentlich habe ich mir geschworen, nie wieder welche zu kaufen. Hat auch seine Gründe- es endete immer in einer Katastrophe.


    Natürlich kannte ich die Riesenschnurfüßer schon früher, habe jedoch noch nie einen lebednigen gesehen. Vor vielen Jahren- ich habe keine Ahnung mehr wann genau, so viele waren es auch nicht- ist mir dann der Erste in einem großen Terraristikgeschäft begegnet.


    Ich gebe zu, es war ein Spontankauf- aber daheim wurde er dennoch gut behandelt, natürlich richtete ich ihm gleich ein kleines Becken ein. Zu meinem Glück war zeitgleich ein kurzer Artikel in der REPTILIA über Schnurfüßer erschienen und ich dachte, alles richtig gemacht zu haben.


    Bis ich ihn knapp 2 Monate später als leere Hülle im Terrarium fand, er zerfiel quasi in meinen Händen.


    Die Jahre gingen ins Land, dann wollte ich es nochmal wagen, diesmal wollte ich von Anfang an alles richtig machen. Das Becken war schon eingerichtet, mit weissfaulem Holz, Laub, Sepiaschalenstückchen im Bodengrund. Der einzige Mängel war, dass es wohl etwas zu klein war. Diesmal war Epibolus fulchripes (zu der artzugehörigkeit meiner anderen kann ich nichts sagen-das ist ja eines der probleme) an der Reihe, ich habe sie damals auf der Fisch und Reptil in Sindelfingen bei dem Verkaufsstand eines Großhändlers gesehen, mir ein Männlein und ein Weiblein geschnappt und war voller Vorfreude. Daheim hat ihnen ihr neues Domizil sehr gefallen, sie begannen auch sofort damit, gierig Futter und Substrat zu fressen, die haben sich regelrecht durchgewühlt, beim Händler hatten sie nur eine dünne Schicht Pinienrinde. 4 Monate ging alles gut, sie wirkten beide sehr fit- doch dann sind auch sie regelrecht "zerbrochen".


    Ich hatte immer auf genug Kalkzufuhr geachtet, auch Proteine wurden gereicht.


    Dann dachte ich mir "das wars jetzt", habe dann aber knapp 2 Jahre später spontan 2 neue geschenkt bekommen, sie stammten aus demselben Laden wie mein Allererster, was mir schon eine üble Vorahnung bescherte. Auch hier trotz Kalk, abwechslungsreicher Fütterung, mühsam durchmischten Substrat und den richtigen Klimawerten-verendet nach höchsten 3 Monaten, einfach zerbrochen, innen hohl, von einem Tag auf den anderen.


    2 Jahre ist es her, dass ich dann was Neues entdeckt habe. Als regelmäßiger Wilhelma-Gänger sind mir deren Diplopoden aufgefallen. Sie waren kleiner, heller gefärbt und schlanker als die, die ich bsiher gesehen habe und - das Wichtigste - es waren alle möglichen Altersstufen im Becken vorhanden, was bedeutet, dass sie sich womöglich leicht halten und nachziehen lassen. In einer Reportage vom SWR hat einer der Tierpfleger sogar einen Kaiserskorpion mit einem der Gesellen gefüttert! Ich war begeistert, musste aber an meine Rückschläge denken und beließ es dann dabei.


    Erst später habe ich mich getraut, dort sogar anzurufen, in der Hoffnung, mir welche zu erschnorren. Ich habe zwar mit dem obersten Tierpfleger vom Insektarium gesprochen, dabei blieb es aber auch. Ich kam mir dann doch zu unverschämt vor.


    Errst vor wenigen Tagen kamen mir die Kleinen wieder in den Sinn, aber ich hatte keine Ahnung, um welche Art es sich handelt. Deswegen habe ich mich im DGHT-Forum erkundigt, welche Art dies nun denn sei- die Antwort kam schnell: Telodeinopus aouti.


    Nun spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, wieder Füßer zu halten, diesmal professionell und diese auch zu züchten.


    Nur leider habe ich nun einen Berg von offenen Fragen, die mich mit ihrer Wucht fast erschlagen; ich will mich gut vorbereiten, bevor eventuell wieder Füßer in meine vier Wände krabbeln.


    - Ich bin ja der Meinung, die "Aoutis" wären sehr gut für Füßer-Anfänger geeignet, gibt es noch "bessere" Arten? Mein Fokus liegt dabei jedoch eher auf den kleineren Kalibern, nicht bei A. gigas und co.


    - zur Zeit habe ich leider nur ein sehr kleines Aquarium (30x20x20) und eine größere Faunabox frei, das wird wohl kaum reichen. Ansonsten habe ich kurz mit dem Gedanken gespielt, sie mit meinen Achatinas zu vergesellschaften, aber schnell wieder verworfen. Mischmasch-becken sehe ich schon bei Zierfisch-Gesellschaftsbecken nicht gerne, ausserdem wäre der Bodengrund zu niedrig, zu ungeeignet und die Achat-Population ist derzeit zu hoch (keiner will sie, werde einige womöglich bald verfüttern müssen) Daher meine Frage: Wie groß müsste denn ein Becken für die Aoutis oder ähnliche Arten mindestens sein, um darin eine gesunde Population über einen längeren Zeitraum hinweg zu pflegen?


    - Als Substrat für meine alten Füßer habe ich immer ein homogenes Gemisch aus Terraristik-Kokoserde, sehr alter , ungedüngter Blumenerde mit Wurzeln (Umtopfreste; hauptsächlich Geranien) weissfaulem Holz, vie geschredderten und ganzem Laub, weissfaulem Holz (sowohl Späne als auch ganze "Stämmchen") viel Sepaischale sowie zermahlenen ungesalzenen Eierschalen. Ist das so in Ordnung? Und wie sieht es mit der Höhe aus, ich denke mal für eine Zucht braucht man eine recht große Mächtigkeit des Substrats, oder?


    - Fütterung eigentlich auch keine Thema, ich habe mich erkundigt, herum experimentiert und dann angeboten was sie am liebsten mochten. Säurehaltiges habe ich nie verfüttert, daher kann ich mir auch die Todesfälle durch das "zerbröseln" nicht erklären, auch sonst habe ich auf genug Kalk geachtet. Ich rede mich immer aus der Affäre, indem ich mir einrede, dass der Händler sie einfach monatelang miserabel zusammengepfercht hat und sie schon alt waren (Was ja auch leider oft stimmt)


    - zur Temperatur kann ich nur soviel sagen: 20° werden im Terrarienraum auch im Winter nie überschritten. Feuchtigkeit kommt auf die jewilige Art an, ich habe es immer so gehalten, dass das Substrat feucht, abern icht nass war.



    Wären alle diese Fragen geklärt und ist auch gewiß, welche Art bei mir einzieht gibt es immer noch ein Problem: Die "Beschaffung".


    Ich kenne in meiner Nähe absolut keine Züchter, weder von den Aoutis noch von sonst einer Art. Dies soll jetzt keine Bettelei und auch kein Gesuch sein-dafür gibts die Tauschbörse.


    Der Zoohandel hat nur Wildfänge, nicht die Arten die ich will und ausserdem kommt das für mich sowieso nie wieder in Frage. Versand ist auch so eine Geschichte- Jetzt im Winter sowieso problematisch, aber auch bei angenehmen Temperaturen ein No-Go für mich, aufgrund schlechter Erfahrungen.


    Dazu kommt, dass ich keinen KFZ- Schein habe (und das mit 22...) und die Tierchen nur in näherer Umgebung (wohne im Landkreis Esslingen, nahe Stuttgart) per Bus und Bahn abholen könnte...



    Wie man sieht sind noch leider einige Fragen offen, was mich und die Schnurfüßer betrifft. Ich hoffe, das ich keine Umstände mache bzw. nerve...


    MFG

  • Hey !


    WOW ist wohl der längste post ich je gelesen habe !
    Mal ganz zu Beginn : dieses "zerbröseln" wie du es nennst
    ist normal. Nach dem tot der Tiere zerfallen sie regelrecht
    in ihre einzeltiele!
    Im Großen und ganzen hast du alles bei den bisherigen Tieren
    richtig gemacht aber ich vermute der Hund liegt wieder mal
    im omminösen kokoshumus begraben ! Wie Shura gern sagt :
    ernähr du dich mal von Styroporflocken ! Dann kannst du dir
    in etwa vorstellen was in so Nem Füßer vorgeht ....
    Wir hatten hier schon einige disskusionen über diesen kokoshumus
    und im endeffekt wurden fast alle Tiere krank oder starben die auf ihm
    gehalten wurden !
    Nun zu deine spezifishen fragen :

    1.)Anfängerart:
    t. Aoutii ist eine gute anfängerart aber da du noch was
    anderes suchst würd ihc dir die centrobulus Arten ans Herz legen die sind alle
    samt um die 7-10cm groß leuchtend rot und machen nur wenig von ihrem wehrsekret Gebrauch
    außerdem sind sie tagaktiv und klettern gerne.
    Dann wäre da noch anadenobulus monilicornis das ist Eine kleine schwarz
    gelb gestreifte Art die ca 5 cm groß wird allerdings ist die Art nur selten
    an der Oberfläche zu sehen ...
    Dann wäre da noch Epibolus pulchripes, die du ja schon mal hattest. Die ist
    meiner Meinung nach auch eine Anfänger Art (zumindest war es meine erste^^)


    2.)Terrariengröße :
    30x20x20 ist auf jeden Fall zu klein für ein zuchtbecken am besten du investierst gleich
    in ein etwas gröres Terra zb 60x30x30 oder sogar 80x40x40 in solchen terras
    könntest du eine Zuchtgruppe setzen und gleich mehrere Genarationen an Jungtieren
    nachziehen ....
    Von einer Vergesellschaftung mit egal welcher Art würde ich auch abraten. Aber guck doch
    mal in die FAQ's rechts oben in der Ecke da sind einige Vergesellschaftungen erläutert !


    3.) Substrat :
    das Substrat sollte wie du richtig gesagt hast aus ungedüngter Blumenerde altem Laub und
    weißfaulem holz bestehen! Poste doch ein mal ein Bild des Holzes das du verwendest !
    Denn (ich will dir nichts unterstellen) oft wird aus Unwissenheit das falsche genommen
    weil die Meisten denken Holz=Holz aber das ist nicht so! Ins Substrat gehört auch ne
    ordentliche pirtion Kalk am besten ist es man besorgt sich im nächsten gartencenter einen
    10kg sack gartenkalk denn die sepuaschalen sind doch auf Dauer recht teuer. 10kg Kalk
    kriegst du zb in eBay schon für 10€. Die ganze substratmischung sollte etwa 15 cm hoch sein
    höher ist natürlich besser.


    4.)Futter : wie gesagt das hauptfutter von Tausendfüssern ist das Laub und das Holz einige Arten
    gehen zb an gar kein Obst oder Gemüse ! Die Arten die ih dir oben geraten habe fressen aber im
    allegemeinen alle Apfel Banane Gurke und Champignon allerdings sollte bei allen Früchten und
    Gemüse die Schale entfernt werden da diese mit spritzmitteln belastet sein kônnte und das ist Gift
    für die Füsser ! Fisch- oder Katzenfutter sollte auch wöchentlichen bzw. Alle 2 Wochen gegeben werden.


    5.)Temparatur und LF :
    20 grad sind meiner Meinung nach zu wenig
    es sollten schon um die 23 sein. Manche mögen's noch heißer da sind 26 grad
    von Vorteil bei der Zucht ! Luftfeuchtigkeit sollte bei den meisten Arten
    um die 85% liegen.


    6.) Beschaffung :
    wir haben hier im Forum einen Kleinanzeigenmarkt da kann jeder seine
    Tiere verkaufen oder auch Gesuche aufgeben. Das du keinen Versand der
    Tiere willst solltest du dir noch mal überlegen denn wenn du eine spezielle
    Art haben willst und die nicht in deiner Umgebung abzuholen ist wird dir
    wohl nichts anderes übrig bleiben als auf Versand zurückzugreifen.
    Wenn man die Tiere richtig verpackt ist das verschicken auch kein
    Problem. Man muss nur eine ausreichend große Box nehmen und die Tiere mit
    genug fressbarem Material darin einbetten. Dann muss man nur noch Montags
    versenden und dann kan fast nichts mehr schief gehen ... Im Winter legt man
    einfach ein Heat Pack dazu und dann ist auch der Versand bei niedrigen Temperaturen
    kein Problem !


    Sooo jetzt tun mir die Finger weh !
    Ich hoffe ich konnte dir alle fragen beantworten. Falls noch eine
    Frage offen ist frag einfach drauf los ... ^^

  • Oh, schon hat jemand geantwortet, fein.


    1. Also die Aoutis gefallen mir schon sehr gut, allerdings bin ich überascht, das ausgerechnet so farbenprächtige Arten wie die Centrobolus und die E. fulchripes so einfach zu halten sind. Vor allem die E. fulrichpes gefallen mir auch heute immer noch sehr.


    2. Das einzige, was ich zur Zeit noch frei hätte wäre ein gewöhnliches Terrarium mit den Maßen 40x30x30, allerdigns kann man nur 8 cm BOdengrund einfüllen, was die Zucht auch bei kleinen Arten erschweren würde. Am meisten tendiere ich zur Zeit zu einem dieser "Aquarien-Komplettsets" mit den Maßen 60x30x30. Die gab es ne zeitlang mal für lächerliche 49 Euronen beim Fressnapf, nun sind sie leider wieder teurer, da sie neuen unnötigen Schnickschnak reingepackt haben- im Prinzip brauch ich ja nur das Becken selbst und die Abdeckung (die Lampe würde ich durch eine schwächere Leuchte ersetzen oder ganz rausmachen, bei so lichtscheuen Tieren ). Mal sehen, was sich finden lässt.


    3. Das alte Substrat und auch das Holz habe ich leider schon vor langer Zeit entsorgt, ich habe nur noch die alte "Blumenerde" rumstehen. Bin mir aber ziemlich sicher, dass das Holz von einem Laubbaum stammte. Welches Holz und welches Laub sind denn am Besten geeignet? Und was ist im allgemeinen empfelehnswert, also wie sollte das Verhältnis von Erde (welcher?) Holz Laub und Kalk sein? Ebenfalls als Kalkquelle verwende ich (zumindest bei meinen Schnecken und Landeinsiedlern)abgespülte ,getrocknete Eierschalen vom Frühstück, die ich fein zermörsere. Wäre schön wenn sich hier jemand zu Wort melden könnte, was am Besten ist, denn neben der Fütterung und der Temperatur ist womöglich das Substrat der Schlüssel zum Sieg.


    4. Stellt kein Problem dar.



    5. Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Damit meine ich nicht die Temperatur im Becken (welches ja noch gar nicht existiert) sondern die Temperatur im Terrarienraum allgemein. Wenn ich das Aquarienkomplettset wähle, reicht womöglich die Leuchte schon als Heizung (ist bei meinen Krabben so; da hab ich konstant stets 24-25 °)


    Es ist so: Wir heizen leider mit einem Holzofen und können daher nachts nicht wirklich heizen. Daher fällt nachts die Temperatur, und morgens hat es dann nur noch 19-20°. Allerdings wird sofort nach dem aufstehen wieder eingeheizt.



    6. Es kommt halt darauf an, welches Unternehmen die Tiere verschickt und von wo die Tiere verschickt werden. Wie gesagt, ich in kein großer Freund davon. Zwar verwende sowohl ich (wenn ich Börsen/Messen besuche) als auch mein Futtertierhändler Heatpacks im Winter, allerdings bin ich nach wenigen Stunden wieder zu Hause und die Futtertiere kommen meist schon nach 2 Tagen an. Und so ein Heimchen ist viel robuster als ein Füßer denke ich mal, und meistens sind die Futtertiere trotz Heatpack "gut gekühlt" wenn es wirklich kalt ist.


    Am Besten stell ich jetzt dennoch mal ein Gesuch hinein und rede dann mit dem Züchter persöhnlich darüber, ob so was im Winter Sinn macht. Denn ein Bekannter von mir hat mal 2 Einsiedlerkrebse bei jemanden bestellt, die dann gut durchgekocht, (es war Sommer- zur Zeit wäre das Gegenteil das Problem) matschig und natürlich mausetot bei ihm 2 Wochen nach Bestellung angekommen sind, weil der Zusteller das Paket verschlampt hat...

  • Hi,


    was spricht denn gegen einen Börsenbesuch?


    Viele User aus dme Forum besuchen regelmäßig welche und dort kann daher gut eine Übergabe stattfinden.


    Beste Erfahrungen habe ich auch mit der Mitfahrzentrale gemacht, so sind schon viele Tiere zu mir gekommen - von Maus zu Sittich.
    Kostet allerdings zwischen 20-40 €, ich schreib die Leute immer direkt an, ob sie ein Tier für mich mitnehmen würden, beschreibe wie es verpackt sein wird usw. Ich hatte noch nie eine Absage, wundert mich selber. Ist halt leicht verdiente Kohle für die, man muss sich nicht das Gesabbel eines Mitfahrers anhören :P :D Problem dabei: Übergabeort, du musst einen Züchter finden der bereit ist einen Treffpunkt anzufahren und selber dann auch einen anfahren. Hat aber bei mir auch immer geklappt.


    Gruß Jenny

  • Dagegen spricht nur, dass es in meiner Gegend so gut wie keine Börsen gibt - und wie man sich vorstellen kann werden dort erst Recht keine Diplopoden angeboten. Und in meiner Gegend kenne ich leider niemanden der zb. nach Hamm fährt.

  • Hallo


    Also fragenbeantwortungsrunde die 2. ^^


    1.) ja das irritiert die meisten ! Gerade die farbenprächtigen
    sind oft die leichter zu haltenden und weniger "gefährlichen"
    Wenn man mal von der Intensität des Wehrsekrets ausgeht :)
    P.s. Es heißt Epibolus Pulchripes ^^


    2.) da würd ich Jenny beipflichten und dir den Besuch einer
    Börse raten. Denn da bekommt man ein 60x30x30 Terra
    für teils unter 30 € !! solltest du dir doch ein Aquarien-komplettset
    kaufen dann lass die Lampe am besten aus denn die meisten Arten
    haben's nicht so gern wenn alles hell ausgeleuchtet ist. Es Reich das
    Terrarium an einen einigermaßen hellen Platz stellst


    3.) die Substratmischung sollte aus ca 1/3 UNGEDÜNGTER
    Blumenerde und 2/3 fressbarem Material bestehen. Das fressbare
    Material ist zersetztes waldlaub Aus der untersten schicht des waldbodens
    und weißfaulem Holz hier ein sehr guter Link der es einfacher
    macht das richtig. Vom falschen Holz zu unterscheiden http://www.holzfragen.de/seiten/braunfaeule.html
    zum Kalk : wie schon gesagt ist es am besten sich gartenkalk zu
    besorgen da du vermutlich 1000 Eier brauchen würdest um genug Kalk
    ins Substrat zu mischen! Ich mische unter mein Substrat immer 2 gute
    Hände Kalk das reicht bei einer Substrat Menge für ein 60x30x30 Terra


    5.)Nachtabsenkung ist grundsetzlich schon mal gut aber da die Lampe über dem füsser
    Terra aus bleiben sollte könntest du das Terra vielleicht an ein anderes wärmeres
    Terra ranrücken damit etwas restwärme ins Terra der füsser übergeht dann sollte es schon reichen.
    Wir heizen auch mit einem Holzofen also verstehe ich die Problematik sehr gut ^^


    6.) ich glaube du hast mich falsch verstanden^^ ich meinte nicht ,dass du
    bei irgentwelchen Versandhäusern Tiere bestellen solltest das ist hier bei
    manchen Leuten sowiso verpöhnt ! Sondern das du zb bei Züchtern aus dem Forum
    ein paar Tiere bestellst - ich kann dir versichern dass diese Leute die Tiere gewissenhaft
    verpacken und die beste versandart und Dauer gewährleisten !

  • 1.) Naja, dass mit dem Sekret ist mir herzlich egal, da ich die Tiere sowieso nur anfassen würde, wenn ich muss (Stichwort "umtopfen")


    2.) Ein Terrarium wäre natürlich gut zum bedienen, ist aber leider meistens nur für geringe Substramengen konzipiert; ein Aquarium lässt sich beliebig hoch befüllen aber die Luftzirkulation ist schlechter und man muss von oben rumwurschteln. Natürlich könnte man auch ganz banal eine große Plastikbox verwenden die man etwas modifiziert hat (und insofern keine Weichmacher im Plastik enthalten sind) - nur kann man dann das spannende Beobachten der Pfleglinge vergessen.


    3.) Ich denke, dass ich mich mit dem Holz inzwischen gut auskenne, bevor meine Pachnoda - Zucht aus unerfindlichen Gründen kollabierte musste ich auch immer im Wald danach suchen (wenn man nicht schon drüber stolpert) Mit der Zeit eintwickelt man das richtige Gefühl, was Optik und Konsistenz (schön faserig - schwammig!) angeht um es vom braunfaulen zu unterscheiden. Nach dem Kalk frag ich mal beim Raiffeisen Markt.


    5.) wichtig ist halt, dass das Becken nicht von unten beheizt wird. Sowas ist unnatürlich und fördert sowohl das austrocknen des Substrats als auch der Füßer. Leider machen das heutzutage immern och viele bei bodenbewohnenden Terrarientieren, seien es Vogelspinenn, Skorpione, Hornfrösche oder eben Füßer.Dann freuen die sich auch meist, dass sie ihre Tiere oft sehen- kein Wunder, wenn man sie aus ihrem Bau regelrecht verscheucht. Eine Option wäre vielleicht, eine Heizmatte nicht unter dem Substrat zu befestigen sondern quasi an den Wänden; habe mal welche gesehen die extra dafür konzipiert wurden. Obs was taugt bleibt fraglich.


    6.) Ich kaufe grundsätzlich keine Tiere mehr im Zoo"fach"handel, sowas unterstütze ich nicht mehr. Vor allem Tausis sind meist potenzielle Todeskandidaten, wie man leider an meinen ersten Erfahrungen sieht. Meine Aussagen bezogen sich schon auf die Züchter - jedoch Obacht: Ich bin mir sicher, dass sie das Beste tun damit die Tiere heil ankommen und vertraue ihnen auch. Wem ich jedoch nicht vertraue ist der Zusteller, es sei denn er ist auf derartige Lieferungen sezialisiert. Auch die Witterung gefällt mir zur Zeit gar nicht. Unter Umständen muss ich noch bis zum Frühling warten, bis ich meine Füßer ordern kann. Ich habe da einfach kein gutes Gefühl dabei.

  • 1. gut dann wäre das Thema handling mal abgeschlossen ...


    2. Jaja das leidige Thema Terra vs aquarium ! Hier im Forum wird
    beides gleichermaßen benutzt. Ich selbst habe Aquarien da diese billiger
    in der Anschaffung sind und wie gesagt man das Substrat beliebig hoch
    einfüllen kann, allerdings kann man bei Terrarien das Substrat nach hinten
    ansteigen lassen also geht's auch so ^^ und beobachten kann man
    find ich die in beiden Behältnissen gleich gut :huh:
    Das mit den Plastikboxen machen glaub ich sogar einige ...


    3.) Super das du dich mit dem Holz so gut auskennst !
    Das ist ja praktisch das grundnahrungsmittel und ziehmlich wichtig !


    5.) wenn du es wirklich beheizen musst dann tu das am besten wirklich von der Seite !
    Ich glaube eine 15x20cm Heizmatte würde glaub ich reichen da du ja nur
    ein paar grad hochheizen müsstest...


    6.) ja zooläden kennen sich eben nicht aus und können dadurch
    den Tieren nicht die passenden Bedingungen anbieten .... Obwohl
    ja nicht sonderlich viel Recherche notwendig währe !
    Es ist deine entscheidung wann du die Tiere bestellst. Frühling/Sommer währe
    sicher besser :) Anscheinend hattest du wirklich Pech bisher !
    Ich bekam sicher schon an die 20 Pakete aus Deutschland mit wirblellosen
    und ich hatte erst 1mal das Problem das die Tiere tot ankamen sonnst waren
    sie immer wohl auf ! Du kannst natürlich auch eine teurere versandart wählen
    da hat der zustellet die Pflicht das Paket innerhalb eines bestimmten zeitraums
    zu liefern oder sogar an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit !

  • Du kannst natürlich auch eine teurere versandart wählen ...

    Jupp, der Expressversand verpflichtet sich das Paket über Nacht (vor 12 Uhr vormittags) zuzustellen und kostet 20 € Aufpreis.


    Habe damit beste Erfahrungen gemacht :) Muss natürlich jeder selbst entscheiden.


    Und dann wär da wie gesagt auch noch die Mitfahrzentrale, wie gehabt ;)


    Gruß Jenny


  • Ins Substrat gehört auch ne
    ordentliche pirtion Kalk am besten ist es man besorgt sich im nächsten gartencenter einen
    10kg sack gartenkalk denn die sepuaschalen sind doch auf Dauer recht teuer.


    Ich will ma ne Frage einschieben: Bei uns kosten die 45ct/Stk.
    Ist das billig, oder gilt das schon als teuer?

  • Das ist eigentlich rech billig aber mit nem großem
    Kalk Sack kommst du auf jeden Fall auf die Dauer billiger !
    Recbne mal Nacht für 10€ bekommst du 20 Sepiaschalen
    die vielleich höchstens zusammen einen Kilo haben und der
    Sack mit 10kg kostet etwa gleich viel !

  • Hallo.


    Kann man mit Gartenkalk nichts falsch machen ? Nicht das da bei einigen Produkten Zusätze drin sind, die nicht so gut sind für die Tiere.


    Bye Arsat

  • Also ich habe mit gekoerntem Gartenkalk die besten Erfahrungen gemacht, in dem Billig-Zeugs vom De*ner is auch nix anderes beigemischt, da kriegt man einen 12,5 Kilo-Eimer fuer knappe drei Ocken, das ist unschlagbar guenstig.
    Verwende ich schon jahrelang, kann keine Beeintraechtigungen dadurch feststellen.


    LG,
    Shura und die ganze Bande

  • also eier gibts auch beim bäcker, die schmeißen die schalen auch nur weg und wenn er auch noch bio brot im angebot hat hat er auch bio eier und is alles für umsonst :thumbsup: ...oder mensch hat nette verwandtschaft mit hühnern, so wie ich :rolleyes:

  • Also ich habe mit gekoerntem Gartenkalk die besten Erfahrungen gemacht, in dem Billig-Zeugs vom De*ner is auch nix anderes beigemischt, da kriegt man einen 12,5 Kilo-Eimer fuer knappe drei Ocken, das ist unschlagbar guenstig.
    Verwende ich schon jahrelang, kann keine Beeintraechtigungen dadurch feststellen.


    LG,
    Shura und die ganze Bande

    Hallo.


    Tja so ganz umsonst war meine Frage doch nicht und ich war heute beim Obi. Die hatten nur 70 % Kalk 25 % Magnesium Mischung da. Alle anderen wären mit Dünger gewesen. Ich hab aber gerade gelesen, daß es auch 95 % Kalk gibt.


    Kann ich den 70 % Kalk 25 % Magnesium jetzt benutzen oder kann ich den gleich zurückbringen ?


    PS : Ungedüngte Blumenerde hab ich weder bei Toom, Obi noch Baywa bekommen. Mehr gibts bei uns nicht :( Morgen gehts zu den Gärtnereien.

  • Da ich den Gartenkalk im gleichen Laden kaufe wie du, war ich eben mal im Garten und hab nachgesehen. Also ich hab auch den mit 70% Calziumkarbonat und 25% Magnesiumkarbonat. :D
    Und ich verwende den schon immer. Es ist ja nichts gegen das Magnesium einzuwenden. Die Kalkbröckchen essen die ja nicht so komplett auf, sondern benagen sie vielleicht bisschen. Mehr Auswirkung dürfte die Anlösung der Krümel mit dem Regenwasser haben und die Reaktionen mit sauren Blattresten.
    Wir müssen die Tiere ja nur mit dem Kalk versorgen beim Panzeraufbau. Die nehmen sich schon das, was sie brauchen.

  • Danke. Die Info hilft mir doch sehr.


    Obwohl das ein Pulver ist und keine Körnchen. Also werden die schon alles fressen.
    Ich wusste ja nicht, ob das Magnesium gut oder schlecht ist.

  • Hallo


    Bin ebenfalls neu im Forum aber schon seit ca 2 Jahren regelmässiger und interessierter "Leser". Ich halte u.a. Centrobolus ruber seit ca 2 - 3 Jahren und habe nun mal in einem zweiten Becken mit ein paar Tieren einen "Versuch" gestartet. Der Klempner mussten meinen Heisswasserboiler entkalken, da wir bei uns im Juragebirge stark kalhaltiges Gestein und daher kalkhaltiges Wasser haben. Da dabei jeweil einige Kilos Kalk anfallen, hat es mich auf die Idee gebracht, dort unter das Substrat von diesem Kalk zu mischen. Dies ist jetzt ca 6 Monate her und zumindest scheints den Krabblern nicht zu schaden, hat von Euch jemand anderes damit schon Erfahrung gemacht? Wäre ev. ne günstige Alternative und der Kalk wäre sinnvoll verwendet?

  • Es ist ja für mich bis heute ein Mysterium, woher die Füßer -ebenso wie die großen tropischen Landschnecken- überhaupt in der Natur ihren Kalk bekommen. Soweit ich weiss sind nämlich die Böden in den Regenwäldern eher arm an Nährstoffen; oder iege ich da falsch?